SV Roschütz – SV Germania Ilmenau 3:2 (2:2)

Der SV Roschütz ist für Germania Ilmenau ein neuer Spielpartner. Seine Sportanlage liegt im gleichnamigen Geraer Wohngebiet neben der Autobahn. Die Zufahrt ist für größere Fahr­zeuge, wie Omnibusse kompliziert. Der Platz hat normale Ausmaße und dessen Rasenfläche ist gut. Die Mannschaft trat kompakt und einsatzstark auf und hatte in Torwart Michael Günther und Angreifer Daniel Gehrt ihre herausragenden Spieler.

Die Ilmenauer Gäste waren überwiegend spielbestimmend, zeigten einige gelungene An­griffs­züge und verloren das Spiel aufgrund individueller Schwächen und Fehler.

Nach 30 Sekunden ging Germania durch Max Weigelt in Führung. Der Anstoß der Gastgeber wurde unterbunden. Es folgte ein Steilpass über den rechten Flügel. Christopher Thurau flank­te und Philipp Skotnicki verpasste innen die Eingabe. Der hinter ihm postierte Weigelt traf von der Strafraumgrenze unter die Querlatte zum 0:1. Wenig später egalisierten die Gastgeber. Gehrt blieb auf der linken Seite unbewacht, lief Nils Bradsch allein entgegen und traf in die rechte Torecke zum 1:1. Germania dominierte und kam zu Gelegenheiten.  Marcus Finn mit Freistoß, Fabian Schömig im Nachschuss scheiterten an Torwart Günther. Manuel Micheler freigespielt, schoss über das Tor. Als Schömig vor dem eigenen Tor forsch in den Zweikampf ging und sein Gegenüber zu Fall kam, entschied der Unparteiische überraschend auf Strafstoß. Gehrt setzte den Elfmeter scharf und flach in die linke Torecke zum 2:1.

Die Gäste blieben unbeeindruckt. Marc Fernando spielte einen Doppelpass mit Thurau über rechts und setzte die Kugel unter Bedrängnis aus Nahdistanz zum 2:2-Ausgleich ins Tor.

Die zweite Halbzeit begann mit einer weiteren Möglichkeit für Roschütz. Gehrt schoss den fälligen 18Meter-Freistoß über den Querbalken. Danach bestimmten die Gäste erneut die Szenerie. Fernando zog den Ball von rechts quer durch den Strafraum der Gäste und Skot­nicki verpasste am langen Pfosten die Eingabe knapp. Als nach Finns Zuspiel Fernando den Ball ins Tor setzte, entschied der Referee auf abseits. Bei einem weiten Flugball aus der Ro­schützer Hälfte heraus in den Ilmenauer Strafraum startete Torwart Bradsch zu früh. Der Ball, der aufsprang, wurde von ihm nicht erreicht und Gehrt hatte keine Mühe, den Ball zum 3:2 über die Torlinie zu drücken. Beim nächsten Ilmenauer Angriff sah der Schiedsrichter im gegnerischen Strafraum ein Foul an Weigelt und entschied auf Elfmeter. Fernando platzierte den Ball zu schwach und Günther parierte. Christian Kruschke spielte vor dem eigenen Tor den Ball mit der Hand und der vorher schon Verwarnte musste mit Gelb/Rot vom Platz.

Den von Finn ausgeführten Strafstoß wehrte der einheimische Keeper erneut ab und parier­te auch den Nachschuss von Finn. Mit Glück überstanden die dezimierten Gastgeber die Schlussphase und fünfminütige Nachspielzeit.

Trainer Kai-Uwe Baumbach schlussfolgerte: „Unsere Enttäuschung über den Spielausgang ist verständlich. Wir haben den Gegner klar beherrscht. Ärgerlich ist, dass einigen Spielern die Nerven versagten. Die Leistung der Mannschaft war an sich in Ordnung. Wenn wir sie zu­künf­tig beibehalten, werden wir positive Ergebnisse erreichen.“

SV Roschütz:   Günther, Fiebiger, Misselwitz (67. Theuerkauf), Kruschke (83. GR), Hoffmann, Betz, Gehrt,Stawitzki (81. Schröder), Seidlitz, Frahm (90. Libera), Puhan.

Germania:       Bradsch, Amarell (85. Sievers), Wollenstetter, Gerhardt, Weigelt (80. S. Miche­ler), Fernando, Finn, M. Micheler, Thurau, Skotnicki.

Schieri:            Christian Bürger, Harra

Zuschauer:    70

Tore:               0:1 Weigelt (1.), 1:1 /2:1 Gehrt (4./29. EM), 2:2 Fernando (38.), 3:2 Gehrt (70.)

2.8.2014  John Schmidt

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