SV 08 Thur. Struth/Helmershof – SV Germania Ilmenau 5:3 (2:0)

Die Konstellation vor dem Spiel war klar. Keiner der beiden Mannschaften konnte, egal wie das Spiel enden würde, aufsteigen und keiner konnte abstei­gen. Die Tatsache bestimmte anschlie­ßend das Spielgeschehen. Die Begegnung war fair und bereitete dem Schieds­richter bei der Leitung keine Probleme. Die Karten konnten in der Brusttasche bleiben und phasen­weise war das Spiel, vor allem der Gäste gut. Die aber besiegten sich selbst. Chancen blieben ungenutzt und an den Gegentoren hatten sie ihren Anteil. Nicht unerwähnt sei die Tempe­ratur auf dem Spielfeld, die gefühlt weit über 30 Grad lag. Deshalb wurden in jeder Halbzeit noch zusätzlich, kurze Erholungspausen eingelegt.

Die Gastgeber begannen offensiv. Sie liefen sich aber in der Ilmenauer Abwehr fest. Germa­nia konterte und kam gleich zu Beginn zu Torgelegenheiten. Thuringia-Keeper Bierbaum ver­passte einen Rückpass. Ibrahim stand frei vor dessen Tor. Er zögerte mit dem Abschluss und beim zweiten Versuch wehrte der Torwart den Ball ab. Nach zwei weiteren Chancen, die in Konterangriffen erspielt und vergeben wurden, erlief sich Kirchner auf der linken Seite einen Ball und traf zum 1:0 in die lange Torecke. Germania zeigte einige gelungene Angriffszüge. Sievers Schuss ließ Bierbaum prallen, um dann im Nachschuss den Ball über die Querlatte  zu schie­ßen. Nach weiteren Gelegenheit für Gietl und Ibrahim drang Dötsch in den Ilmenauer Strafraum ein. Yorulmaz stieg seitlich ein und brachte ihn zu Fall. Ein Strafstoß war fällig, den Thowarth sicher in die rechte Ecke zum 2:0 verwandelte. Mit einer Glanzleistung verhinderte Bierbaum kurz vor dem Seitenwechsel den Ilmenauer Anschlusstreffer. Er lenkte den von Simon Miche­ler getretenen Freistoßball um den Pfosten.

Nach Wiederbeginn schien bein den Hausherren zunächst die Luft heraus zu sein. Die Gäste bestimmten das Spiel. Gietls Sololauf über rechts endete mit einem Schuss an das Außen­netz. Weitere Möglichkeiten wurden u.a. auch durch den etwas glücklos operierenden Ibrahim ausgelassen. Dann köpfte Simon Micheler, am kurzen Pfosten stehend, einen von links durch Dötsch getretenen Eckball, ins eigene Tor zum 3:0. Wenig später verlor er den Ball an Fiedler, der keine Mühe hatte, den Ball an Bradsch vorbei über die Torlinie zum 4:0 zu schieben. Die Gäste bäumten sich noch einmal auf. Zunächst brachte Finn einen Freistoß in den gegnerischen Strafraum. Ibrahim hechte, köpfte den Ball in Richtung Tor und Dötsch fälschte diesen zum 4:1 in den eigenen Kasten ab. Den folgenden Angriff fingen die Gäste ab, spielten wieder nach vorn und Gerhardt traf aus der Distanz zum 4:2 in die rechte Torecke.

Germania blieb weiter am Drücker. Ibrahim zog von links ab und traf zum 4:3 in den rechten Torwinkel. Germania hatte den Ausgleich vor den Augen und alles orientierte sich nach vorn. Das nutzte Keßler der sich einen weiten Pass erlief und den Ball zum 5:3-Endstand an Bradsch vorbei über die Torlinie schob.

Wieland Kühn schlussfolgerte nach Spielende: „Eigentlich war es phasenweise ein gutes Spiel meiner Mannschaft. Es mangelte am erfolgreichen Abschluss. Die Gastgeber kamen mü­he­los zu ihren Treffern. Wir haben dabei tüchtig mitgeholfen. Die Mannschaft hätte sich ein besse­res Resultat verdient. Wir können aber zukünftig auf diese Spielweise aufbauen.“

SV 08 Thur.:    Bierbaum, Horn (56. Recknagel), Hofmann, Waap, Dötsch, Kirchner, Thor­warth (60. Keßler), Eckhardt, Happich (67. Fischer), Mägdfessel, Fiedler.

SV Germania:  Bradsch, Yorulmaz (60. Schatz), Gerhardt, S. Micheler, Schömig, M. Micheler,  Wolfenstetter, Finn, Sievers (46. Skotnicki), Gietl (68. Amarell), Ibrahim.

Schieri:            Armin Stollberg, Mühlhausen

Zuschauer:      150

Tore:               1:0 Kirchner (15.), 2:0 Thorwarth (34. Strafstoß), 3:0 S. Micheler (63. ET), 4:0 Fiedler (71.), 4:1 Dötsch (81. ET), 4:2 Gerhardt (87.), 4:3 Ibrahim (89.), 5:3 Keßler (90.).

John Schmidt

Keine Kommentare
Kategorien: Allgemein, Männer

0 Kommentare