SV EK Veilsdorf – SV Germania Ilmenau 0:3 (0:1)

Die Ilmenauer Mannschaft, von ihren beiden Trainern gut eingestellt, behielt im Veilsdörfer Weihbachgrund gegen die Gastgeber, die in der vorigen Woche in Manebach gegen den VfL Meiningen praktizier­te taktische Linie bei. Sie stand in der Abwehr sicher, spielte aus dem Mittelfeld heraus schnell über die Außenpositionen und schuf sich Torgelegenheiten. Den gelb/rot gesperrten Gietl ersetzte Weigelt. Beherzigt wurden die Hinweise, den stark ab­stiegs­bedrohten Gegner nicht zu unterschätzen. Germania ging ohne Ausnahme sehr diszipli­niert zu Werke. Gerhardt in der Abwehr und Finn im Mittelfeld verdienten sich besonders gute Noten. Dabei blieb man von Karten verschont. Die Gastgeber waren sich ebenfalls der Bedeutung dieses Spieles im Klaren, konnten aber nicht über ihren Schatten springen. Die Gefahr, die von ihnen ausging, war begrenzt. Eine Gelegenheit durch Kopfball an die Latten­oberkante des Germania-Tores und eine weitere nach einer Unsicherheit des Germania-Keepers, es sollte die Einzige bleiben, waren zu wenig, um die Ilmenauer zu gefährden.

Die Gäste bekamen das Spiel sofort in den Griff und Manuel Micheler hatte auch gleich die erste Chance. Höfer und Börner störten sich gegenseitig bei einer hohen Flanke vor dem eigenen Strafraum.  Micheler war überrascht und reagierte zu spät. Der Kopfball von Beninca nach Freistoß bereitete den Veisldörfer Schlussmann Brand Mühe und der von Weigelt ging am Tor vorbei. Die Führung gelang Manuel Micheler. Von links frei auf Brand zulaufend, setzte er den Ball flach zum 0:1 in die rechte Torecke. Auf der Gegenseite kam Schneider auf der rechten Seite zu einem Flankenball, den Frischmuth an die Oberkante des Ilmenauer Tores köpfte. Für die Gäste ergaben sich bis zum Seitenwechsel weitere Möglichkeiten. Erwäh­nens­wert war der 25Meter-Freistoß von Finn, den Brand mit Mühe abwehrte und der Lat­tenschuss von Weigelt. Als der sonst fehlerfrei agierende Bradsch einen Ball, der ver­sprang, prallen ließ und Schneider vor die Füße kam, wehrten Gerhardt und Schömig die beiden Nachschüsse ab.

Gleich nach Wiederbeginn baute Weigelt den Vorsprung auf 0:2 aus. Rechts postiert, er­reich­te ihn das Zuspiel von Simon Micheler. Er setzte den Ball flach in die linke Torecke. Als Herrmann steil bedient wurde und von links auf Bradsch zulief, stoppte ihn Schneider und spitzelte ihm den Ball vom Fuß. Mit einem tollen Schuss aus der Distanz in den rechten Tor­winkel zum 0:3 band Wollenstetter den Sack endgültig zu. Die Veilsdörfer hatten nichts mehr zuzusetzen. Ihr Abstieg wird nicht mehr zu verhindern sein. Für sie geht eine mehr als sech­zigjährige Fußballtradition auf DDR- und Landesebene zu Ende. Der Schiedsrichter verdiente sich gute Noten. Germania-Trainer Wieland Kühn schlussfolgerte nach dem Spiel: „Meine Mannschaft wusste um die Bedeu­tung der Partie und stellte sich spielerisch und kämpfe­risch darauf ein. Wir benötigten zu­nächst einige Zeit, um ins Spiel zu kommen. Dann bestimmten wir das Geschehen. Bei etwas mehr Ruhe beim Abschluss der Aktionen wäre bei den gegebe­nen Chan­cen noch mehr möglich gewesen.“

SV EK:              Brand, Urban (70. Steitz), Kreußel (60. Herrmann), Börner, Mitzenheim, Wirsing, Höfer, Frischmuth, Otto, Simon, Schneider (46. Dörfel).

SV Germania:  Bradsch, Schneider (89. Yorulmaz), Beninca, Gerhardt, Schömig, Wollenstet­ter, Finn, S.Micheler, M. Micheler, Schatz (62. Skotnicki), Weigelt.

Schieri:            Toni Pauli, Hirschberg

Zuschauer:      160

Tore:               0:1 Manuel Micheler (26.), 0:2 Weigelt (50.), 0:3 Wollenstetter (82.).

10.5.2014 John Schmidt

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