SV Germania Ilmenau – VfL Meiningen 2:0 (0:0)

Die Ilmenauer Mannschaft war sich der Bedeutung des Spieles im Klaren. Mit einem Sieg würde man den Abstiegsplatz verlassen und am Kontrahenten Meiningen vorbeiziehen. Dementsprechend war auch die Mannschaft von ihren Trainern motiviert worden und das zeigten sie auch auf dem Manebacher Sportplatz, auf dem das Spiel ausgetragen wurde.

Sie wirkten dieses Mal in der Abwehr gefestigt, bestimmten überwiegend das Geschehen im Mittelfeld und kamen auch zu Torgelegenheiten. Erst in der Schlussphase versuchten die Gäste, den bis dato erlittenen Rückstand gegen eine dezimierte Ilmenauer Mannschaft noch zu korrigieren. Germania kam dabei kaum in Schwierigkeiten und siegte verdient.

Gleich nach dem Anpfiff hatten die Gastgeber die Gelegenheit, in Führung zu gehen. Nach abgewehrtem Eckball konterten sie über rechts. Philipp Gietl zog aber den Ball knapp über den Querbalken. Auf der Gegenseite verhinderte Germania-Keeper Niels Bradsch mit einer tollen Parade die Gästeführung. Er lenkte einen von Maximilian Walch ausgeführten Freistoß an den Pfosten, von dem der Ball zurücksprang und weggeschlagen wurde. Es sollte die ein­zi­ge größere Gelegenheit für die Gäste bis zur Halbzeitpause gewesen sein. Dagegen erspiel­ten sich die Ilmenauer eine Reihe weitere Möglichkeiten. Gietl drang von rechts in den Straf­raum ein, verzögerte aber den Abschluss. Ein Freistoß von Marcus Finn fand aus dem Ge­drän­ge heraus den Weg nicht ins Ziel. Nach einer Kombination über rechts, die über Finn und Gietl zu Torben Schatz führte, setzte Letzterer den Ball neben das leere Tor.

Auch nach Wiederbeginn blieb zunächst die Initiative bei den Gastgebern. Zwei weitere Frei­stöße schufen vor dem VfL-Tor Gefahrenmomente. Ein weiterer führte zum 1:0. Finn hob von links den Ball in den Meininger Strafraum. Julian Schömig stieg am höchsten und köpfte den Ball von links in die rechte Torecke. Als Gietl in den 16Meterraum der Gäste eindrang, wurde er von den Beinen geholt. den fälligen Elfmeter verwandelte Finn halbhoch in die rechte Torecke zum 2:0. Die Gastgeber mussten das Spiel die letzten zehn Minuten in Unter­zahl bestreiten. Gietl behauptete sich gegen zwei Meininger Spieler, verlor zwischen ihnen eingeklemmt den Ball und versuchte, diesen zurück zu erobern. Der Unparteiische bestrafte diese Aktion mit einer Roten Karte. Die Gäste verstanden es danach nicht, dem Spiel noch eine Wendung zu geben. Sie scheiterten an der gut postierten Ilmenauer Abwehr, die nichts mehr zuließ.

Ilmenaus Trainer Wieland Kühn bescheinigte seiner Mannschaft eine geschlossen Leistung: „Mich hat die Art und weise ihres Auftretens überzeugt. Sie spielte einsatzstark, konzentriert und erarbeitete sich Chancen. Über das ganze Spiel hinweg gab es keinen Abbruch. Einige sind bis zur Grenze ihres Leistungsvermögens gegangen.“

Germania:       Bradsch, Schneider, Beninca (79. Sievers), Gerhardt, Schömig, Wolfenstetter, Finn, Manuel Micheler (89. Gustin), Simon Micheler, Schatz (74. Schwald) Gietl (86. RK)

VfL:                 Damm, Diez (56. Müller), Genßler, Fehringer, Grams (66. Hille), Schleicher, Hössel (74. Landgraf), Walch, Pyterke, Werrbach, Hoffmann.

Schieri:            Martin Mühlberg, Erfurt

Zuschauer:      150

Tore:               1:0 Schömig (65.), 2:0 Finn (75. Strafstoß)

 

John Schmidt

 

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