SG FSV GW Steinbach/Hallenberg – SV Germania Ilmenau 1:1 (1:0)

Theoretisch war man sich bei Germania im Klaren, was der Ausgang des Spieles auf dem Sportplatz Köpfchen im Abstiegskampf für eine Bedeutung haben würde. Deshalb beriet auch der Vorstand vorher gemeinsam mit den beiden Trainern das weitere Vorgehen. In der Praxis sah das am Spieltag vor Ort anders aus. Dort stand Assistenztrainer Kai-Uwe Baumbach den Proble­men, die das Spiel mit sich bringen sollte, allein gegenüber. Er hatte das komplette Mannschaftspersonal zur Verfügung. Den Gastgeber FSV Steinbach/Hallenberg bewertete nach dem Spiel dessen Spie­ler­trainer Andriy Masulyak als nicht Landesklassen fähig. Dem Tabellenletzten mangele es an spielerischen Fähigkeiten. Dementsprechend bestritt er das Spiel mit hohem läuferischen und kämpferischen Ein­satz. Davon betroffen waren die Ilmenauer Spieler. Philipp Traue musste nach zehn Minuten verletzt vom Platz, Max Weigelt und Simon Micheler spielten angeschlagen weiter. Entscheidend für das Endresultat war letztlich die Tatsache, das aus den letzten Spielen, die Punkteinbußen mit sich brach­ten, nicht die notwenigen Schlussfolgerungen gezogen wurden. Erneut geriet die Mannschaft in Rück­stand, weil die Disziplin auf der Strecke blieb, die Offensive übertrieben und die vorrangige Si­cherheit im Rückraum vernachlässigt wurden. Es kehrte keine Ruhe ins Spiel ein. Ballverluste häuften sich und Chancen wurden vergeben. Positiv war die Einstellung aller Ilmenauer Spieler, die bis zum Abpfiff um den Sieg kämpften.

Die Gäste begannen das Spiel offensiv und hatten gleich am Anfang ihre Probleme. Ein Ballverlust von Daniel Döring führte zu einem Freistoß in Nähe des Ilmenauer Strafraumes. Er wurde von Nils Bradsch unter Kontrolle gebracht. Laurenz Benincas Rückpass auf den Torwart war zu kurz geraten und brachte diesen in Schwierigkeiten. Frühzeitig fiel das Gegentor. Bei einer Ecke von der rech­ten Seite stand die Germania-Abwehr zu hoch. Philipp Skotnicki verpasste den Ball. Der wurde steil nach vorn geschlagen und von Christoph Gerhardt verpasst. Die Eingabe des rechts mitgelaufenen Daniel Dittmar wurde von Beninca nicht erreicht und der 38  jährige Masulyak ließ frei vor Bradsch stehend, diesen keine Abwehrchance. Es gab genügend Möglichkeiten, zu egalisieren. Simon Michelers Flan­ken­ball setzte Skotnicki über das Tor. Simon Micheler, Marcus Finn, Max Weigelt ließen Gelegen­hei­ten aus. Manuel Micheler stieß auf der rechten Seite zur Grundlinie vor und schoss aus spitzem Winkel. Innen standen zwei Ilmenauer frei.

Nach Wiederbeginn vollzog Baumbach einen Positionswechsel und beorderte Markus Amarell nach vorn. Der hatte auf dem rechten Flügel einige gute Szenen. Seine Rückgabe von der Grundlinie schoss Skotnicki zum 1:1-Ausgleich unter die Querlatte. Die Gastgeber massierten ihre Abwehr und engten die Räume ein. Das Eckenverhältnis stieg auf 11:0. Aus den Gelegenheiten für die Ilmenauer ragten ein Sololauf von Simon Micheler, der den Ball knapp ins Aus setzte und der Schuss von Skotnicki, der neben den Pfosten vorbeistrich, heraus. Die totale Offensive der Ilmenauer hatte deren Ordnung in der Abwehr außer Kraft gesetzt. In den beiden letzten Minuten waren Maximilian Döll und Phillip Hermann frei im Germania-Strafraum aufgetaucht, trafen aber das Tor nicht. So blieb es bei dem einen Punkt.

Kai-Uwe Baumbach: „Der Gegner spielte sehr aggressiv. Das bereitete uns Probleme. Wichtig war das Ausgleichstor. Die Mannschaft enttäuschte nicht. Die Art und Weise ihres Auftretens zeigt, dass wir mit dem Abstieg nichts zu tun haben werden. Enttäuscht bin ich von den Verantwortlichen des  Vorstandes.“

SG FSV:               Anton, Holland-Moritz, F. Fischer, A. Fischer, Ulllrich, Luck, Wilhelm, Masulyak (61. Döll), Wahl, Hermann, Dittmar.

Germania:          Bradsch, Weigelt, Beninca, Gerhardt, Amarell, Traue (11. M. Micheler), Wollenstetter (73. Schömig), Döring, Finn, S.Micheler, Skotnicki.

Schieri:                Thomas Hahn, Buttlar

Zuschauer:        35

Tore:                    1:0 Masulyak (17.), 1:1 Skotnicki (57.)

 

John Schmidt

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