SV Germania Ilmenau – SG SV Isolator Neuhaus/Schierschnitz 1:2 (0:2)

Die Gastgeber wollten das Spiel gegen den Tabellennachbar für sich entscheiden, um sich von den Abstiegsrängen weiter zu entfernen. Es blieb bei dem Wollen. Die Mannschaft war von Anbeginn von Nervosität befangen und konnte diese nie richtig ablegen. Das zeigte sich vorwiegend auch in der ersten Halbzeit in vielen Stellungs- und Abspielfehlern, von denen alle betroffen waren. Die Gäste, die das Hinspiel schon mit 3:0 für sich entschieden hatten, nutzten das zu Konterangriffen, die ihnen frühzeitig zwei Tore ermöglichten. Sie gingen auf das Konto der Ilmenauer Abwehr. Zunächst verlor man im 1:1-Spiel den Ball an Christoph Zorn. Der schoss aus 35 Metern sofort in Richtung Germania-Tor und der zu weit vorn pos­tier­te Keeper Nils Bradsch musste den Ball passieren lassen. Dann nutzten die Gäste ein Fehlabspiel zu einem Gegenangriff über die rechte Seite. Es folgte der Diagonalpass und der links mitlau­fen­de Ali Chouguine knallte unbedrängt den Ball in den kurzen Torwinkel zum 0:2. In der zweiten Halbzeit kamen die Gäste kaum noch einmal aus ihrer Hälfte heraus. Sie massierten die Abwehr. Die Ilmenauer kombinierten gut, kamen aber nur bis zu deren Straf­raum und kaum einmal zum Abschluss. Erst die Verwandlung eines Handelfmeters durch Markus Finn brachte den Anschlusstreffer.

Unmittelbar nach dem Anpfiff ergaben zwei Stellungsfehler bereits zwei Einschussmöglich­kei­ten für die Gäste. Sie konnten sie nicht nutzen. Danach verpasste Philipp Skotnicki nach Ecke den Ball nur knapp, den Torwart Reinhard Meusel prallen ließ. Simon Michelers Schuss von links wehrte Meusel ab und Philipp Gietl schlitterte nach der hohen Eingabe vor das Gäs­te­­tor am Ball vorbei. Weitere Gelegenheiten ergaben sich bis zur Halbzeitpause nicht. Die Gäste führ­ten mit 0:2.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit kam mit Mohamed Ibrahim eine zweite Sturmspitze auf Spielfeld. Es war der Versuch, durch eine verstärkte Offensive das vor dem Gästetor aufge­baute Abwehrbollwerk zu überwinden. Der Ball lief zwar in den eigenen Reihen, größere Gefahrenmomente kamen nicht zuwege. Es fehlten dazu eigene Ideen. Als nach einem Ge­drän­ge im Neuhäuser Strafraum der Schiedsrichter ein Handspiel eines Gästespielers erkann­te, auf Strafstoß entschied und Finn den Elfmeter sicher verwandelte, schien eine Korrektur des Ergebnisses noch erreichbar zu sein. Die Möglichkeit ergab sich durch einen Freistoß knapp vor dem Neuhäuser Strafraum. Finn führte ihn gut aus. Meusel konnte den Ball um den Pfos­ten drehen. Der Gast heute im zweiten Spielabschnitt nur eine Gelegenheit durch einen 30Meterfreistoß, den Christoph Zorn ausführte und der von Bradsch gehalten wurde.

Trainer Wieland Kühn konnte seine Enttäuschung nur schwer verbergen: „Wir betrieben einen Riesenaufwand, ohne ein zählbares Ergebnis zu erreichen. Wir fanden zum Gegner keine Einstellung, weil uns viele technische Mängel anhafteten. Dazu legten wir ihm zwei Bälle hin, die er zu Toren nutzte.“

Germania:      Bradsch, Weigelt (69. Traue), Beninca, Gerhardt, S. Micheler, Wolfenstetter, Schömig (76. Schneider), Amarell, Finn, Skotnicki, Gietl (Ibrahim).

SG Isolator:     R. Meusel, K. Meusel, Schmidt, S. Gelhaar (15. Wöffler), Zorn, M. Gelhaar, Lippmann (77. Schröter), Kuot, Gelbricht, Ehnes, Chouguine.

Schieri:            Steffen Krech, Wernshausen

Zuschauer:      35

Tore:               0:1 Zorn (23.), 0:2 Chouguine (32.), 1:2 Finn (66. Strafstoß).

John Schmidt

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