SV Wacker Bad Salzungen – SV Germania Ilmenau 1:3 (1:1)

Die Ilmenauer traten erstmalig mit ihrem kompletten Personalbestand in Bad Salzungen an. Persönliche Aussprachen des Vorstandes hatten im Vorfeld bestehende Unstimmigkeiten innerhalb der Mannschaft beseitigt. Ihr war klar, dass mit Wacker 04 ein starker Gegner auf sie warten würde. Der hatte zwar mit unterschiedlichen Ergebnissen aufgewartet, aber im­merhin 24 Punkte eingefahren und dabei zuletzt erst im Nachbarschaftsduell den Spitzen­reiter Borsch mit 2:0 besiegt. Das Hinspiel im Hammergrund hatten die Salzunger mit 4:2 für sich entschieden. Germania war von Co-Trainer Kai-Uwe Baumbach, der den familiär verhin­derten Wieland Kühn vertrat, gut auf das Spiel eingestellt worden.

Aus einer sicheren Deckung mit Laurenz Beninca im Zentrum heraus und über ein starkes Mit­telfeld mit Daniel Döring und Marcus Finn versuchte Germania von Anfang an, eine of­fen­sive Wirkung zu erzielen. Das gelang. Die Ilmenauer verschafften sich ein spielerisches Übergewicht und verhinderten zunächst Gegenangriffe des Gegners. Frühzeitig gelang die Führung. Finn löste sich aus dem Rückraum, spielte einen langen Pass auf Philipp Skotnicki, der von links allein auf Wacker-Keeper Christian Stern zulief und in die lange Ecke traf. Danach gab es weitere Gelegenheiten, das Ergebnis auszubauen. Markus Amarell bediente Döring, dessen Schuss Stern prallen lassen musste. Der Ball wurde von der Torlinie geschla­gen. Einen von Finn ausgeführten Freistoß köpfte Max Weigelt über die Querlatte. Der erste über die rechte Seite vorgetragene Gegenangriff der Gastgeber führte zum Ausgleich. Der von der Grundlinie nach innen geschlagene Ball wurde von Patrick Niebergall direkt genom­men und konnte von Nils Bradsch nur noch ins eigene Tor abgelenkt werden. Auf beiden Seiten gab es bis zur Halbzeitpause noch zwei gute Möglichkeiten. Skotnicki spielte den Ball von der Grundlinie auf Simon Micheler zurück. Dessen Schuss aus spitzem Winkel lenkte Stern über den Balken. Auf der Gegenseite konnte der Alleingang von Florian Preißler im letzten Mo­ment von Christoph Gerhardt gestoppt werden.

Mit dem Anpfiff zur zweiten Halbzeit suchten die Gäste erneut die Offensive. Nach Ballver­lust und im Umkehrspiel stand Niebergall Bradsch allein gegenüber. Er zeigte Nerven und hob den Ball über das Tor. Danach begann eine einsatzstarke Phase der Ilmenauer, die um jeden Ball kämpften. Weigelts scharf geschossenen Ball von links lenkte Stern nach der ande­ren Seite ab. Markus Amarell war nach gerückt und traf mit straffem Schuss zum 1:2 in die lange Torecke.  Die Gastgeber zeigten Wirkung.  Amarell hatte seine hängende Position an Philipp Traue übergeben und kam mehrfach über die rechte Außenposition. Sein lang gezo­ge­ner Ball strich knapp am linken Pfosten vorbei ins Aus. Als ein Eckball von der Wacker-Verteidigung  zu kurz abgewehrt wurde, reagierte Amarell am schnellsten und setzte den

Ball aus Nahdistanz zum 1:3 ins Tor. Die Gastgeber bemühten sich um den Anschlusstreffer. Den ließ eine geschlossen kämpfende Ilmenauer Mannschaft nicht zu. Der Unparteiische behielt die Übersicht und kam ohne Karten aus.

Uwe Baumbach lobte seine Jungen: „Sie zeigten eine geschlossene Mannschaftsleistung, spielten einsatzstark und diszipliniert. Das Auftreten sollte positive Impulse für die nächsten Spiele auslösen.“

Wacker 04:         Stern, Krügel (59. Pulkus), A. Preißler, Damaske, Fischer (64. Kehr), Luther,Groß,  F. Preißler, Otto (80. Hielscher), Niebergall, Weisheit.

Germania:          Bradsch, Amarell (82. Sievers), Beninca, Gerhardt, S. Micheler, Wolfenstetter, Finn, Döring, Weigelt (77. Schömig,)Gietl (68. Traue), Skotnicki.

Schieri:                 Martin Ansorg, Haina

Zuschauer:         40

Tore:                     0:1 Skotnicki (11.), 1:1 Niebergall (21.), 1:2/1:3 Amarell (54./78.).

John Schmidt

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