SG Glücksbrunn Schweina – SV Germania Ilmenau 7:1 (3:0)

Germanias Trainer Wieland Kühn war vor dem Spiel in einer nicht gerade beneidenswerten Lage. Er musste gegenüber dem Spiel vor einer Woche gegen Steinach seine Mann­schaft auf sechs Positionen neu besetzen. Verletzungen, Erkrankungen und persönliche Grün­de lagen vor. Die taktische Vorgabe, durch eine disziplinierte Abwehrarbeit einen früh­zei­tigen Rück­stand zu verhindern, ging nicht auf. Der zu erwartenden Offensive der Gastgeber zu Beginn des Spieles konnte nicht standgehalten werden und man geriet frühzeitig in Rück­stand. Die not­wendige Sicherheit ging den Ilmenauern verloren, es häuften sich die Abspiel­fehler und das eigene Angriffsspiel blieb auf der Strecke. Nach dem Beginn zur zweiten Halbzeit beim Stan­de von 0:3 schien sich Germania auf sein eigenes Können zu besinnen. Es gelangen einige gute Angriffszüge und der Anschlusstreffer. Mit einem weiteren Patzer in der Vor­wärts­be­wegung leitete ein Konterangriff die endgültige Niederlage der Gäste ein. Der wäh­rend des ganzen Spieles nicht zu stellende Schellenberg, der insgesamt vier Treffer erzielte, ließ sich die Chance dazu nicht entgehen. Die Ilmenauer begingen danach den Fehler, ihre offen­sive Spiel­weise beizubehalten und wurden in den letzten zehn Minuten noch dreimal ausge­kontert. Germania-Keeper Bradsch hatte bei den Gegentoren keine Abwehrchance und hielt, was zu halten war.

Schon nach vier Minuten geriet Germania in Rückstand. Einen aus der Distanz geschossenen Ball faustete Bradsch zurück. Schellenberg blieb unbewacht und traf in die rechte Torecke zum 1:0. Zehn Minute später bewahrte die Querlatte nach einem Schuss von Arnold die Ilmenauer vor einem weiteren Rückstand. Der war danach fällig. Schmidt setzte mit einem Seitfallzieher den Ball nach einem in den Strafraum geschlagenen Freistoß in die linke Tor­ecke zum 2:0. Danach zeigten die Gäste erste Angriffsbemühungen. Traue, der sich um Stabilität im Spiel bemühte, kam über rechts. Seinen Schuss wehrte Hey im Gastgebertor ab. Schellenberg stand nach einem schönen Angriffszug allein Bradsch gegenüber und hob den Ball über diesen hinweg zum 3:0 ins Gehäuse.

Der Beginn zur zweiten Halbzeit erweckte bei den Gästen Hoffnung. Sie zeigten einige gute Kombinationen, die zum Anschlusstreffer führten. Weigelt spielte auf der linken Seite Ibra­him den Ball in den Lauf, der zum 1:3 in die kurze Ecke traf. Das folgende 4:1 besiegelte frühzeitig die Niederlage. Im Vorwärtsdrang wurde der Ball an Schmidt verloren. Der lief allein auf Bradsch zu und legte auf Schellenberg ab. Dieser hatte keine Mühe, den Ball im leeren Tor unterzubringen. Bis zehn Minuten vor Spielende hielten die Gäste im Mittelfeld das Spiel offen, dann gelang Schellenberg nach Flanke völlig freistehend per Kopfball das 5:1.

Postwendend überlief Franke Bradsch und schob den Ball zum 6:1 über die Torlinie. Er be­sorgte auch den Schlussstand, indem er erneut unbewacht den Ball aus Nahdistanz ins Tor schlenzte.  Einen weiteren möglichen Treffer für die Gäste verhinderte der ansonsten wenig geforderte Schiedsrichter, der ein zu ahndendes Foul im Schweinaer Strafraum nach außen verlegte. Der folgende Freistoß wurde vergeben.

Wieland Kühn bestätigte seiner Mannschaft zumindest den Willen: „Es fehlte aber das taktische Verständnis und spielerische Miteinander. Individuelle Fehler verhinderten konstruktive Aktionen.“

SG Glücksbrunn:         Hey, Eckelt (87. Roth), Kley, Napiorkowski, Schellenberg, Franke, Harnack, Schmidt (69. Baumann), Arnold, Fischer (Beck), Heger.

SV Germania:              Bradsch, Yorulmaz, Schömig, Gerhard, Weigelt, Muth (62. Schwald,) Traue, Schneider, Sievers, Gietl, Ibrahim.

Schiedsrichter:            Armin Stollberg, Mühlhausen

Zuschauer:                  159

Tore:                           1:0 Schellenberg (4.), 2:0 Schmidt (20.), 3:0 Schellenberg 32.),  3:1 Ibrahim (52.), 4:1/5:1 Schellenberg /57./79.), 6:1/7:1 Franke (80./87.).

 

15..3.2014  John Schmidt

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