SG SV Borsch – SV Germania Ilmenau 2:2 (0:0)

Die Ilmenauer waren von Co-Trainer Kai-Uwe Baumbach, der den erkrankten Wieland Kühn vertrat, auf den Tabellenführer Borsch gut eingestellt worden. Dieser musste bisher nur einen Punktverlust beim 2:2-Remis in Sachsenbrunn hinnehmen und wähnte sich auch gegen die abstiegsbedrohten Ilmenauer in der Vorderhand. Die Taktik der Gäste war darauf ausge­rich­tet, durch eine betonte Deckungsarbeit deren zu erwartende offensive Spielweise einzu­däm­men und selbst über die Außenpositionen schnelle Angriffe vorzutragen. So bildeten Ama­rell, Beninca, Gerhardt und Simon Micheler, die Abwehrreihe. Wolfenstetter sicherte zusätzlich den Borscher Torjäger Martin Gimpel ab. Davor sorgten Traue und Finn für einen guten Spielaufbau. Die etwas zurückhängenden Gietl und Weigelt rückten über die Außenpo­sitionen jeweils nach vorn und unterstützen den vorn postierten Ibrahim.

Diese Taktik ging voll auf, weil sie auch mit Leidenschaft und kämpferischer Einstellung aller Spieler durchgeführt wurde. Die Gastgeber kamen zunächst nicht ins Spiel. Die ersten Chan­cen verbuchte Ilmenau. Eine Rechtsflanke Gielt setzte Weigelt neben das Tor. Finns Frei­stoß ging knapp am Pfosten vorbei. Erst nach einer Viertelstunde konnte Bittorf einen Ilme­nauer Abwehrfehler nutzen. Er brachte im Alleingang zwar den Ball an Bradsch vorbei, der aber ging ins Aus. Noch einmal Gefahr drohte, als Bittorf von links auf Bradsch zulief, der mit dem Fuß die Situation bereinigten konnte.

Mit dem Anpfiff zur zweiten Halbzeit verstärkten die Borscher ihre Angriffsaktionen. Ihr Führungstreffer kam unerwartet. Bittorf überraschte Bradsch, der in der Vorwärtsbe­wegung war, über ihn hinweg mit einem Schlenzer aus 25 Metern. Die Gäste zeigten sich unbeein­druckt. Weigelt hob gefühlvoll den Ball von links vor das Borscher Tor. Gietl köpfte, am lan­gen Pfosten postiert, den Ball in die rechte Ecke zum 1:1-Ausgleich. Ein 40Meter-Freistoß von Beninca wurde von der Borscher Abwehr verpasst. Weigelt erlief sich den Ball und legte ihn zum 1:2 Im Tor ab. Die Gastgeber wollten ihre tadelsfreie Heimbilanz erhalten und er­höh­ten den Angriffsdruck.  Wiegand profitierte von einem Abspielfehler der Ilmenauer und über­wand mit einem Schuss aus der Drehung heraus Bradsch zum 2:2-Ausgleich. Mehr ließen die Gäste nicht mehr zu. Ihre Abwehr mit ihrem zentral spielenden kopfballstarken Beninca stand sicher. Zweimal klärte ihr hervorragend agierende Keeper Bradsch auf der Torlinie. Das Remis war für die Ilmenauer Mannschaft hoch verdient, was auch das sehr sachliche und wohltuend faire Borscher Publikum anerkannte. Der Schiedsrichter löste seine Aufgabe gut. Er erkannte berechtigt ein Ilmenauer Handspiel bei angelegtem Arm im Strafraum nicht an. Germanias Co-Trainer Baumbach fühlte seine taktische Vorgabe gut umgesetzt: „Der Gastge­ber kam , wie gewohnt, nicht ins Spiel. Meine Mannschaft trat als solche auf und ließ sich auch durch die Gegentore nicht von ihrer Linie abbringen.“ Der Borscher Trainer Herzberg bestätigte die gute Leistung der Ilmenauer: „Es wäre für uns besser gelaufen, wenn der Unparteiische den Strafstoß gegeben hätte und wir frühzeitiger zur Führung gelangt wä­ren.“

SV Borsch:       Schlegel, J. Kraus, Kirchner, Loos, Wiegand, Gimpel, Bittorf, Seng, N. Kraus, Kind (68. Hohmann), Sauer.

Germania:       Bradsch, Amarell, Beninca, Gerhardt, S. Micheler, Wolfenstetter, Traue, Finn, Gietl (90. Gustin), Ibrahim (58. Sievers), Weigelt (69. M. Micheler.

Schieri:            Marko Wartmann, Großvagula

Zuschauer: 132

Tore:               1:0 Bittorf (53.), 1:1 Gietl (61.), 1:2 Weigelt (64.), 2:2 Wiegand (74.)

2.3.2014  John Schmidt

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