SV Germania Ilmenau – SV 08 Thuringia Struth-Helmershof 2:2  (0:1)

Wenn auch zum Schluss nur ein Teilerfolg gegen den Tabellenachten gelang, so zählt doch der errungene Punkt im Kampf um den Klassenerhalt. Der geriet zumindest in der ersten Halbzeit in Gefahr, als die Gäste ihre Möglichkeiten vergaben, die erzielte Führung weiter auszubauen. Germania drehte das Spiel und musste in den Schlussminuten, als der SV Thuringia verstärkt versuchte, den Ausgleich zu erzielen, diesen noch hinnehmen.

Die Gastgeber mussten erneut auf ihren angestammten Torwart Bradsch verzichten und auch Skotnicki stand für den Angriff nicht zur Verfügung. Mit Robert Winter stand erneut ein Feldspieler zwischen dem Pfosten. Ihm war zwar der 0:1-Rückstand anzulasten. Dann aber verhinderte er nach der Halbzeitpause mit einigen sehenswerten Paraden drohende Gegentore. Vorwiegend im zweiten Spielabschnitt wurde von beiden Mannschaften der körperliche Einsatz überzogen. Fünf vergebene Verwarnungen an die Ilmenauer und nur eine Gelbe Karte für die Gäste durch den Schiedsrichter entbehrten dabei jeglicher Realität und waren disproportioniert. Schatz und Ibrahim mussten vorzeitig verletzt ausscheiden.

Die ersten 15 Minuten gingen an die Gastgeber. Ibrahim bediente auf der rechten Seite Traue, dessen Schuss aus spitzem Winkel vom Gästekeeper Anding entschärft wurde.

Chasseur brachte aus der Distanz einen Freistoß in den Ilmenauer Strafraum. Winter brachte erst im zweimaligen Nachfassen den Ball unter Kontrolle. Beim Abschlag unterlief ihm ein Abspielfehler. Huhn schoss den Ball aus 35 Metern zum 0:1 ins leere Tor. Der Gegentreffer verunsicherte die Heimmannschaft und deren Deckungs- und Abspielfehler häuften sich. Aus einem Einwurf heraus traf Thorwarth nur das Lattenkreuz. Dieser und Huhn liefen gemein­sam allein dem Ilmenauer Tor entgegen. Mit starkem Einsatz, aber regelwidrig, stoppte sie Beninca. Den fälligen Freistoß schoss Thorwarth über die Querlatte. Kirchner legte, über die rechte Seite kommend, den Ball nach innen auf Thorwarth. Der traf aber nur den rechten Pfosten. Eigene Angriffsbemühungen der Ilmenauer waren rar.

Das änderte sich nach Wiederbeginn. Der Zug zum gegnerischen Tor wurde stärker. Nach Eckball wurde Traue im gegnerischen Strafraum zu Fall gebracht. Finn verwandelte den fäl­ligen Strafstoß sicher in die rechte Torecke zum 1:1-Ausgleich. Mit einem sehenswerten Pass spielte Finn Sievers frei, der auf Anding zulief und ihm mit einem Schuss in die linke Torecke zum 2:1 keine Chance ließ. Die Bemühungen der Gäste, den erneuten Gleichstand zu errei­chen, scheiterte zunächst am verbesserten Abwehrverhalten der Ilmenauer Verteidigung und ihres Keepers Winter, der dreimal hintereinander auf der Torlinie glänzend reagierte. Als ein Freistoß, von Hofmann in den Germania-Strafraum geschlagen, zu kurz abgewehrt wur­de, traf Kirchner von links den rechten Innenpfosten, von dem der Ball zum 2:2 ins Tor prall­te. Weigelt hatte kurz vor dem Abpfiff im Konter die Möglichkeit, die Entscheidung für die Gastgeber zu erzwingen. Scheiterte aber am Gästetorwart.

Das Fazit von Germaniatrainer Wieland Kühn lautete: „Das Spiel sollte Auskunft über den er­reichten Stand der Mannschaft geben. Ihr Wollen war erkennbar. Vieles blieb aber nur Stück­werk und wir wirkten teilweise verunsichert. Deshalb bin ich mit dem Ergebnis zufrie­den. Der Punkt hilft uns.“

Germania:       Winter, Amarell (67. M. Micheler), Beninca, Gerhardt, Weigelt, S. Micheler, Schatz(37. Wollenstetter)Traue, Finn, Gietl, Ibrahim (58. Sievers)

SV 08 Thur.:    Anding, Mägdfessel, Hofmann, Dötsch, Krichner, Thorwarth, Eckhardt, Bierbaum (46. Waap), Chasseur, Huhn,Fischer (69. Pfannstiel).

Schieri:            Martin Nadstawek, Erfurt

Zuschauer:      100

Tore:               0:1 Huhn (14.), 1:1 Finn (53. Strafstoß), 2:1 Sievers (68.), 2:2 Kirchner (80.)

 

22.2.2014  John Schmidt

Keine Kommentare
Kategorien: Allgemein, Männer

0 Kommentare