SG Viernau – SV Germania Ilmenau 3:2 (1:1)

Trainer Wieland Kühn erhielt kurzfristig die Absage einiger Spieler, die auf persönlichen Grün­den beruh­ten. Ins Gewicht fielen Torwart Bradsch, der noch an einer Fingerverletzung laboriert, die er sich in Stadtroda zugezogen hatte und die beiden Sturmspitzen Skotnicki und Ibrahim. Für Bradsch stand Bulla zwischen den Pfosten, der über keinerlei Spielpraxis verfügt. Das Spiel gegen den souveränen Tabellenführer der Kreisoberliga Rhön/Rennsteig fand auf dem engen Hartplatz in Viernau, der vor dem Spiel noch einmal abgezogen worden und bespielbar war. Die Ilmenauer erspielten sich Feldvorteile und zwangen von Anfang an die Gastgeber in die Defensive. Verzögerte und Fehlabspiele ermöglichten den Viernauern spo­radische Konterangriffe. Eigene Kombinationen wurden nur selten zum erfolgreichen Ab­schluss gebracht. Die drei Gegentore resultierten aus Stellungsfehlern des Germania-Keepers.

Die Gäste übernahmen mit dem Anpfiff die Initiative und kamen zu Gelegenheiten. Amarell schoss über die Querlatte des Gastgebertores. Finn setzte einen 20Meterfreistoß knapp neben den Pfosten ins Aus. Simon Micheler spielte vor dem eigenen Strafraraum quer. Hoffmann erlief sich den Ball, schoss aber neben das Tor. Nach einem herrlichen Diagonal­pass von Simon Micheler lief Schatz über rechts dem Viernauer Tor entgegen und traf zum 0:1 in die lange Torecke. Traue und Amarell konnten das Ergenis ausbauen. Ersterer schoss frei­stehend über das Tor, Letzterer konnte im Alleingang den gegnerischen Schlussmann nicht überwinden. Überraschend kamen die Hausherren zum Ausgleich. Bulla kam aus dem Tor heraus und nahm Tödtmann den Ball vom Fuß. Sein Abschlag fiel Schmidt vor die Füße und der schoss den Ball aus 20 Metern ins leere Tor zum 1:1-Ausgleich.

Nach Wiederbeginn und erfolgten Auswechslungen lagen die Vorteile erneut bei den Gästen. Wolfenstetter und Finn kamen über die linke Seite und schossen jeweils knapp am langen Pfosten vorbei. Bei den Gastgebern machte Liebaug auf sich aufmerksam. Nachdem er im Alleingang an Bulla gescheitert war, nutzte er einen Steilpass, kam an Simon Micheler vorbei und hob den Ball über den Ilmenauer Schlussmann, der zu schnell seine Position verlas­sen hatte, zum 2:1 ins Tor. Manuel Micheler hatte den Ausgleich auf dem Fuß. SG-Keeper Hierse kratzte seinen gut platzierten 20Meterfreistoß aus dem linken Torwinkel. Als Bulla im eige­nen Strafraum auf Ger­hardt spielen wollte, erreichte Liebaug den Ball und hob ihn zum 1:3 ins leere Tor. Germania verstärkte in den verbleibenden Minuten den Druck auf das Vier­nauer Tor. Es gelang aber nur noch der Anschlusstreffer, den Traue von links mit einem Schrägschuss in die lange Torecke erzielte.

Wieland Kühn konnte seine Enttäuschung nach dem Spiel nur schwer verbergen: „Wir spielten schwach, leisteten uns viele Fehler und es mangelte einigen an der erforderlichen Einstellung.“ Vor allem aber kritisierte er die kurzfristigen Absagen wegen persönlicher Anlässe, die er als unbegründet ansah.

SG Viernau:     Hierse, Recknagel, Schmidt, Jahn, Wedekind, Tödtmann, Schulz, Hannes, Kirchner, Liebaug, Hoffmann – Gierok, Krech, Funk, Raßbach, Bräuning.

Germania:       Bulla, Muth (46.Yorulmaz), Gerhardt, Schatz, Traue, Gustin (62. Winter), Finn, Ama­rell (46. Wollenstetter), M.Micheler, Schömig, S. Micheler.

Schieri:            Felix Köhler, Einhausen

Zuschauer:      25

Tore:               0:1 Schatz (32.), 1:1 Schmidt (42.), 2:1/3:1 Liebaug (73.79.), 3:2 Traue (90.)

 

15.2.2014  John Schmidt

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Kategorien: Allgemein, Männer

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