FSV Grün-Weiß Stadtroda – SV Germania Ilmenau 5:0 (2:0)

Die Ilmenauer waren bis auf Marcus Finn, Julian Schömig und Mohamad Ibrahim mit dem vollständigen Personalbe­stand in Stadtroda angereist. Erstmalig kamen auf dem Großfeld Max Weigelt, Michael Wol­lenstetter und Laurenz Beninca zum Einsatz.

Die Gastgeber hatten nach ihrem Aufstieg in die Verbandsliga zunächst große Anpassungs­schwierigkeiten und fanden sich lange Zeit am Tabellenende wieder. Erst nach einem Trai­ner­wechsel festigten sie sich unter der nunmehrigen Regie von Wolfgang Schakau und konnten den letzten Platz verlassen. Im letzten Spiel überraschte die Mannschaft durch einen 5:1-Erfolg über den Tabellenzweiten Union Mühlhausen.

Das Spiel fand auf einem engen und glatten Kunstrasenplatz statt, auf dem sich die Heim­mann­schaft besser zurechtfand als deren Gäste.

Es wurde zu Beginn durch die Ilmenauer bestimmt, die zunächst gut kombinierten, aber keine wirkliche Torgefahr aufbauen konnten. Die Grün-Weißen standen in der Abwehr gut, verengten die Räume und Germanias Bemühungen endeten in deren Verbund.

Nach einer Viertelstunde kamen die Gastgeber zur überraschenden Führung. Sie konterten über die rechte Seite. Ihr auffälligster Spieler Christian Reimann lief über die  rechte Seite dem Ilmenauer Tor entgegen und überwand Nils Bradsch mit einem Schuss in die lange Torecke. Danach übernahmen sie verstärkt die Initiative im Mittelfeld. Bei Germania häuften sich die Abspielfehler. Weigelt, der die linke Abwehrseite besetzt hatte, spielte quer. Rei­mann kam in Ballbesitz und traf von der Strafraumgrenze zum 2:0 in den rechten Tor­win­kel.  Die Bemühungen der Ilmenauer um den Anschlusstreffer blieben erfolglos.

Mit Wiederbeginn zur zweiten Halbzeit entschied der FSV innerhalb von zwei Minuten das Spiel endgültig zu seinen Gunsten. Die Gäste hatten mehrfach gewechselt und Beninca in die mittlere Abwehrkette gestellt. Er war bislang ohne jegliche Spielpraxis gewesen. Die Organi­sation im Ilmenauer Rückraum klappte noch nicht. Die Gastgeber fingen das Anspiel Germa­nias ab, spielten sofort über die linke Seite. Rechts blieb Daniel Böhmel unbewacht und nutz­te das Zuspiel aus Nahdistanz zum 3:0. Erneut kam Stadtroda in Ballbesitz. Reimann, am lin­ken Pfosten postiert, schlenzte den Ball  zum 4:0 in die rechte Torecke.

Danach verstärkte Germania seine Aktivitäten. Es ergaben sich Gelegenheiten für Philipp Skotnicki und Torben Schatz, die ungenutzt blieben. Auf der Gegenseite hatten die Gäste Glück, dass der Schrägschuss von Reimann vom linken Pfosten zurückprallte. Keine Chance hatte Germanias Keeper Bradsch bei einem Schuss von Simon Fuchs, der von der Strafraum­grenze flach in die linke Torecke zum 5:0 traf. Die Ilmenauer gaben nicht auf und zum Spiel­ende hin zu einigen guten Angriffszügen, die aber unbelohnt blieben.

Trotz der hohen Niederlage konnte Germania-Trainer Wieland Kühn dem Spiel positive Seiten abgewinnen. Er fand neben dem individuellen Vermögen der Spieler gute spielerische Ansätze, eine kämpferische Einstellung und gute Moral. Die Fehler, die in der Organisation und im Zusammenspiel auftraten und zu den Gegentoren führten, sind abstellbar.

Sein Gegenüber Wolfgang Schakau trieb seine Mannschaft bis zur letzten Minute an. „Wir wollen die Verbandsliga halten und müssen jedes Spiel bis zum Schluss mit Power angehen.“

 

FSV GW:          Kriemer, Hoffmann, Ullrich (46. Schurtzmann),  Engmann, Krause, Reimann, Böhmel, Henning, Heewig (46. Möbius), Fuchs (70. Neukirch), Kittner.

Germania:       Bradsch, Gustin, Gerhardt, Weigelt, Manuel Micheler (60. Yorulmaz), Simon Micheler, Amarell (60. Schwald), Wolfenstetter, Schatz, Gietl (46. Beninca), Skotnicki.

Schieri:            Markus Drobs, Hermsdorf

Zuschauer:      30

Tore:               1:0/2:0 Reimann (15./34.), 3:0 Böhmel (46.), 4:0 Reimann (47.), 5:0 Fuchs (62.).

 

25.1.2014  John Schmidt

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