SV Germania Ilmenau – SG RSV Fortuna Kaltennordheim 1:3 (1:1)

Die Ilmenauer Germaniakicker, die sich eigentlich ihren dritten Saisonsieg erkämpfen wollten, mussten sich auf dem Kunstrasenplatz im Hammergrund dem stärker aufspielenden Gegner beugen und bleiben -vorerst- im Abstiegsstrudel hängen. Die mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung aufwartenden Gäste erkämpften sich leichte optische Vorteile, wirkten kombinationssicherer, zeigten über weite Strecken das bessere Stellungsspiel und hatten durch Tobias Wilhelm, der nach Rechtsflanke aus Nahdistanz das linke Lattenkreuz traf (14.) eine Riesenchance.

Dennoch begannen die Einheimischen verheißungsvoll und hatten ihre erste Chance durch Philipp Gietl, der nach einer Hereingabe an Torwart Quentmeier scheiterte (3.). Zwei weitere Hochkaräter hatte Philipp Skotnicki, der Nerven zeigte (21., 22.), aber seine dritte Möglichkeit aus einem Gedränge heraus zum Führungstreffer nutzte (1:0, 29.). Zuvor ging ein Kopfball von Devlet Yorulmaz nach Marcus Finns Freistoß knapp daneben (26.). Bei den Gästen waren es vor allem Kai Kerschner, Christoph Hartmann und Christian Dittmar, die meist als Sturmspitzen agierend das Angriffsspiel ankurbelten. Ein Schuss Emanuel Dreßlers strich haarscharf übers rechte Lattenkreuz des Germaniatores (30.) Nachdem Kerschners Schuss nach Eckstoß von rechts abgewehrt wurde, kam Dreßler in Ballbesitz und hämmerte das Leder aus 20 Metern zum 1:1 ins rechte Eck (44.). Nach der Pause erhöhten die spritziger wirkenden und leidenschaftlich kämpfenden Gäste ihren Angriffsdruck. Bei Dittmars Schrägschuss reagierte Torwart Nils Bradsch glänzend (46.), ehe Kai Kerschner das von Thomas Markert vorgelegte Leder unhaltbar zum 1:2 ins Netz jagte (50.). Einen mit Effet getretenen Eckball Markerts meisterte Keeper Bradsch (62.). Bei den Einheimischen, die sich mit hohem Einsatz um den Ausgleichstreffer mühten, lief beim Spielaufbau nicht viel zusammen. Abspielfehler und Ballverluste häuften sich und die möglichen Torchancen wurden vergeben. Die Gästeabwehr hatte keine größeren Probleme. Nach Eckstoß von links und Rechtsflanke von Philipp Gietl verpassten zwei Germaniaangreifer das Leder vor dem Tor (66.). Daniel Dörings Geschoss pfiff nach Rechtsflanke von Schatz übers Tor (71.). Gegenüber scheiterte der von Kerschner angespielte Daniel Wagner mit Flachschuss ebenso an Bradsch (75.), wie Dittmar (81.). Auch als Gästetorwart Quentmeier einen Schuss Dörings nur prallen lassen konnte, reagierten die Germaniaangreifer zu spät (85.). In der 89. Minute überspurtete Tobias Wilhelm auf der linken Seite einen Abwehrspieler, flankte das Leder nach rechts und Lukas Salzmann stellte mit Schrägschuss den 1:3-Endstand her (89.).

Germaniatrainer Wieland Kühn:“Die konstantere Leistung zeigte die gegnerische Mannschaft. Ihr Spiel war geordneter als unseres. Sie ließ den Ball laufen und machte auch weniger Fehler als wir. Wir haben uns in der ersten und auch in der zweiten Halbzeit Chancen herausgespielt, doch in der Chancenverwertung fehlte die Klarheit. Vieles war nur Flickschusterei. Es war mehr Angst der Spieler vorm Versagen als dass man in diesen Phasen die Ruhe bewahrt und miteinander ordentlich Fußball spielt. Kämpferisch mühten sich alle Spieler um ein besseres Ergebnis, doch das Mühen allein reicht eben nicht. “

Ilmenau: Bradsch, Gerhardt, Schömig, Traue (68. Schatz), Gietl (68. Amarell),Yorulmaz (Tino Schneider), Finn, Döring, M. Micheler, Skotnicki, S. Micheler.

Kaltennordheim: Quentmeier, Fuß, Wolf, Markert, Steinmetz, Dreßler, Dittmar (87. Salzmann), Hartmann (68. Wagner), Wilhelm, Scheidler

Schieri.: Lorenz, Bad Langensalza

Zuschauer: 60.

Tore: 1:0 Skotnicki (29.), 1:1 Dreßler(44.), 1:2 Kerschner (50.), 1:3 Salzmann (89.).

Horst Vogler

 

 

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