1. FC Sonneberg 04 – SV Germania Ilmenau 3:1 (1:0)

Die Ilmenauer waren mit einer leisen Hoffnung auf Erfolg nach Sonneberg gefahren. Ihr Trai­ner Wieland Kühn konnte erstmalig auf ein gestandenes Personal zurückgreifen. Es wurde in der Anfangsphase des Spieles deutlich, dass die Mannschaft sich gegen eine eingespielte For­mation, wie sie die Gastgeber verkörperten, erst finden musste.

So bestimmten die Sonne­berger zunächst das Spielgeschehen und zwangen Germania in die Defensive. Zu zählbaren Ergebnissen kamen sie nicht. Nach zwanzig Minuten fanden die Gäste ins Spiel und wurden offensiver. Sie wussten aber ebenfalls gegebene Chancen nicht zu nutzen. Eine Unaufmerk­samkeit in der Ilmenauer Abwehr führte kurz vor dem Seitenwechsel zum Führungstor der Gastgeber. Nach Wiederbeginn wurden vorübergehend die Hausherren überlegen und bau­ten den Vorsprung aus. Der Ilmenauer Anschlusstreffer belebte deren Angriffsspiel. Micheler verfehlte knapp das Sonneberger Tor. Die Gastgeber konterten. Schömig bremste Büchner regelwidrig aus und sah die Ampelkarte. Vitali Klaus umspielte im Alleingang Germania-Keeper Bradsch, der ihn leicht tuschierte und ins Stolpern brachte. Es gab keine Gelbe Karte für den Torhüter, aber Strafstoß. Der wurde von Büchner sicher zum 3:1 verwandelt. In der Schluss­mi­nute monierte Gerhardt das Wegschlagen des Balles durch einen Gegenspieler nach Spielunterbrechung dem Schiedsrichter gegenüber mit der Bemerkung: „Das ist doch wohl ein Witz“. Er sah Gelb/Rot. Der Unparteiische leitete das Spiel insgesamt gut.

Die Stärken der Gastgeber lagen im Flügelspiel ihrer schnellen Außenstürmer. Damit hatte die Ilmenauer Abwehr ihre Schwierigkeiten und daraus resultierte das 1:0. Dorst wurde auf der rechten Seite halbherzig attackiert, wechselte mit dem Ball am Fuß vor dem Ilme­nauer Strafraum nach links und traf unbedrängt von 16 Metern in die lange Torecke.

Vordem hatte Finn Skotnicki in gute Schussposition gebracht. Der legte sich den Ball zu weit vor. Dem 2:0 ging ein Sturmlauf von Büchner über links voraus. Der spielte den Ball nach innen und Winkler hatte keine Schwierigkeiten, den Ball ins leere Tor zu lenken. Skotnicki verkürzte auf 1:2. Rechts, von Finn gut in Szene gesetzt, traf er in die lange Torecke. Nach dem verwan­delten Elfmeter kamen die Sonneberger gegen eine in Unterzahl spielende Ger­mania-Mann­schaft zu weiteren Torgelegenheiten, deren Erfolg Torwart Bradsch und seine Vorder­leu­te vereitelten.

Germania-Trainer Wieland Kühn schlussfolgerte: „So deplatziert das auch erscheinen mag, meine Mannschaft hat das vorgegebene Konzept umgesetzt. Die Ordnung im Spiel stimmte weitgehendst und zeitweise lief der Ball gut. Das erste Tor fiel aus dem Nichts heraus. Nach dem 2:1 stand die Mannschaft erneut gut und durch Micheler vor dem Ausgleich. Zum Schluss ging es um Schadensbegrenzung.“

FC 04:              Heß, Heubach, Motschmann, Winkler (Bahr), Dorst, Büchner, Räder, W. Klaus  (88. Baumann), V. Klaus, Schreck (67. Zorn), Kob.

Germania:       Bradsch, Yorulmaz, Hellmuth (58. Gustin), Gerhardt (88. GR), Schatz, S. Miche­ler, Schömig (72. GR), Amarell (79l Muth), Finn, Ibrahim, Skotnicki.

Schieri:            Toni Pauli, Hirschberg

Zuschauer:      120

Tore:                 1:0 Dorst (39.), 2:0 Winkler (58.), 2:1 Skotnicki (63.), 3:1 Büchner (85. Strafst.).

 

14.9.2013  John Schmidt

 

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