SV Germania Ilmenau – SG Glücksbrunn Schweina 0:2 (0:0)

Der Vorstand des SV Germania Ilmenau kannte die Probleme, die zum Saisonbeginn auf die Mannschaft warten würden. Dem personellen Aderlass während der Wechselperiode wurde u.a. durch die Gewinnung von Studenten der TU Ilmenau entgegengewirkt. In Kauf genom­men werden musste deren Abwesenheit durch Semesterferien und Praktika im September. Ebenso mussten verletzungsbedingte Ausfälle verkraftet werden. Das Nachholespiel gegen Schweina bereitete besondere Sorgen bei der Formierung einer spielfähigen Mannschaft. Das gelang letztlich durch den Einsatz von Spielern, die nicht im Trainingsprozess stehen oder von Ver­letzungen nicht vollständig auskuriert waren. Ihre Bereitschaft zu spielen ist anerkennens­wert. Es begegneten sich auf dem Kunstrasenplatz im Hammergrund zwei Mannschaften, die mit am Tabellenende stehen. Das zeigte auch das Niveau des Spieles. Es überwog der kämp­fe­rische Einsatz, während die spielerische Komponente auf der Strecke blieb. Sie war geprägt von vielen Ballverlusten, Fehlabspielen und ausgelassen Torgelegenheiten.

In der ersten Halbzeit erreichten die Gäste eine leichte Feldüberlegenheit. Es blieb beim 0:0-Pausenstand, weil Germania-Keeper Nils Bradsch mehrfach glänzend parierte, damit Gegen­tore verhinderte und auf der Gegenseite der Ilmenauer Angriff recht harmlos blieb.

Nach Wiederbeginn spielten die Gastgeber offensiver. Sie fingen sich aber durch Konteran­griffe der Gäste zwei Gegentreffer ein, denen Abwehrfehler vorausgingen. Die verstärkten Bemühungen zum Spielende hin brachten nichts mehr ein.

Die Ilmenauer starteten mit zwei Alleingängen von Philipp Skotnicki und Tino Schneider, die nicht zum Abschluss gebracht wurden. Der Gegner besetzte das Mittelfeld, zeigte sich im Abschluss schwach. Steffen Koch traf aus der Distanz die Lattenoberkante. Als der Schieds­richter, der einige unklare Entscheidungen traf, ein Foul an  Christoph Gerhardt nicht ahn­dete und weiterspielen ließ, schoss Eduard Schmidt am Ilmenauer Tor vorbei. Schließlich lenkte Bradsch einen scharf geschossenen Ball von Patrick Schellenberg um den Pfosten.

Nach der Pause hatten Marcus Finn und Simon Micheler zwei gute Gelegenheiten, die Füh­rung zu erzielen. Sie blieben ungenutzt. Danach entschieden die Gäste innerhalb von drei Minuten das Spiel. Bradsch musste einen scharf geschossenen Ball prallen lassen. Im zweiten Versuch traf Alexander Scheel unter die Querlatte zum 0:1. Wenig später tunnelte Martin Franke den Ilmenauer Torhüter aus Nahdistanz zum 0:2. Die verstärkten Bemühungen der Ilmenauer um eine Resultatsverbesserung brachten nichts mehr ein.

Ilmenaus Trainer Wieland Kühn blieb nüchtern: „Wir wussten um unsere Probleme. Ich würdige die Bereitschaft derjenigen Spieler, die ohne trainiert zuhaben, aushalfen. Die Mann­schaft hat bis zuletzt gekämpft. Aufgrund der technischen Mängel war die Fehlerquote hoch und es gelang uns nicht, das Spiel einfach zu gestalten. Das Wollen allein reichte nicht.“

Germania:       Bradsch, Muth, Gerhardt, Hellmuth, Yorulmaz, Finn, Micheler, Brömel, Schnei­der, Schwald (60.Hanel), Skotnicki.

Glücksbrunn:   Hey, Eckelt, Storch, Fischer (70. Baumann), Napiorkowski, Kolk, Schellenberg, Franke, Harnack, Schmidt (82. Roth), Scheel.

Schieri:            Daniel Barnitzki, Erfurt

Zuschauer:    40

Tore:               0:1 Scheel (61.), 0:2 Franke (63.)

 

7.9.13  John Schmidt

 

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