FSV 06 Eintracht Hildburghausen – SV Germania Ilmenau 1:0 (0:0)

Ilmenaus Trainer Wieland Kühn sah sich genötigt, seine Mannschaft gegenüber dem Spiel in Steinach auf fünf Positionen neu zu besetzen. Was diese aber bot, war überraschend und sehenswert. Die Gäste waren überwiegend spielbestimmend und hatten nur Mitte der zwei­ten Halbzeit einige heikle Situationen zu überstehen. Die Gastgeber waren nach den mit 2:2 gewon­nenen ersten beiden Spielen gegen Steinach und in Schweina favorisiert, obwohl sie im Letzten in Sonneberg eine 0:4-Niederlage bezogen hatten. Dieser Rolle wurden sie nicht gerecht. Die wenigen Chancen, die sie hatten, wurden vergeben. Das Tor, von Marcus Sell in der Schlussminute erzielt, war glücklich und stellte den Spielverlauf auf den Kopf. Den Erfolg für die Gastgeber sicherte vordem ihr Torhüter Philipp Allzeit, der einige Male mit guten Pa­ra­den einen Rückstand verhinderte.

Hildburghausen hatte gleich nach dem Anpfiff durch Tobias Holl die erste Gelegenheit. Er scheiterte im Alleingang an Germania-Keeper Nils Bradsch, der mit dem Fuß klären konnte. Danach kamen die Gäste gut ins Laufen und zu Gelegenheiten. Tobias Schwalds Schuss ging knapp über das Eintracht-Tor. Philipp Skotnickis 25Meter-Freistoß ging am linken Pfos­ten vorbei ins Aus. Manuel Michelers Ball strich über die Querlatte. Seinen Freistoß lenkte Allzeit zur Ecke ab.

Auch nach Beginn der zweiten Halbzeit änderte sich an diesem Verlauf zunächst wenig. Marcus Finns Freistoßball wehrte Allzeit mit einer Glanzparade ab. Nach einer Stunde riss bei den Gästen der Faden. Eintracht kam auf und zu Möglichkeiten. Sandro Eichhorn köpfte einen von rechts hereingegebenen Eckball knapp neben das Tor. Ein Halten von Devlet Yo­rul­maz gegen einen Eintrachtspieler wurde mit einem Freistoß knapp vor der Strafraum­gren­ze bestraft. Patrick Bolz schoss diesen über das Tor. Germania kam wieder zurück. Tino Schnei­ders scharf Eingabe von rechts lenkte Johannes Schelhorn mit einem Querschlag knapp über das eigene Tor. Skotnickis zwei Alleingänge über die linke Angriffsseite konnten unterbunden werden. Das Spiel pegelte sich auf ein Unentschieden ein. Die normale Spiel­zeit war abgelau­fen. Der letzte Angriff der Gastgeber endete bei Sell, der verdeckt aus einem Gewühl heraus flach in die linke Torecke zum 1:0 traf.

Die Ilmenauer Spieler waren enttäuscht. Ihr Trainer fand für sie tröstende Worte: „Ich bin mit dem Spiel meiner Spieler sehr zufrieden. Sie traten mannschaftlich geschlossen auf und erspielten sich Chancen. Leider gelang ihnen kein Tor. Obwohl sie überwiegend den Gegner kontrollierten, verloren sie in der Schlussminute das Spiel. Es war für sie schlimm, dass ihr ordentliches Auftreten unbelohnt blieb

FSV 06:            Allzeit, Brückner, Schelhorn, Hirschfeld, Bolz (73. Kirchner), Wagenschwanz,  Eichhorn, Sell, Dötsch, Holl (31. Gottwald), Hennig.

Germania:      Bradsch, Yorulmaz, Hellmuth, Gerhardt, Schömig, Finn, Müller, M. Micheler, Schwald (84.Winter), Schneider, Skotnicki.

Schieri:            Max Storch, Wahles

Zuschauer:      118

Tor:                 Marcus Sell (90.)

John Schmidt

 

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