SV Germania Ilmenau – SG SV Borsch 1925 0:5 (0:3)

Bei Germania kennt man die Probleme, die das neue Spieljahr für die Mannschaft mit sich bringt. Die Zielstellung lautet Erhalt der Landesklasse. Der Vorstand sah sich veranlasst, die zweite Mannschaft zurückzuziehen. Der Personalbestand zwang dazu. Danach gelang es über die Universität, geeignete Sportfreunde für den Verein zu gewinnen. Die Prozedur, für diese die Spielberechtigung zu bekommen, ist langwierig. Vereine und Landesverbände müs­sen zustimmen, ehe die Passstelle des TFV sie ausstellt. Zum Punktspielauftakt lagen trotz größter Bemühungen des Vereins für fünf dieser Sportfreunde die Spielgenehmigungen noch nicht vor. Sie schauten, wie ihre Mannschaft auf dem Manebacher Sportplatz eine deutliche Niederlage gegen Borsch hinneh­men musste. Diese war nicht der Stärke des Gegners, son­dern eigenen gravierenden Fehlern geschuldet. Von ihnen profitierten deren bekannte Tor­jäger Martin Gimpel und Thomas Seng, die, obwohl besonders bewacht, die fünf Treffer erzielten.

Gimpel brachte frühzeitig die Gäste in Führung. Nach Ilmenauer Ballverlust im Mittelfeld erlief er sich auf der rechten Seite einen Diagonalpass und traf in die lange Tor­ecke zum 0:1. Der Rückstand zwang die Gastgeber dazu, offensiver zu agieren. Es gelang aber nicht, einen Angriffdruck aufzubauen. Die Bälle wurden im Mittelfeld zu lange gehalten und zumeist wieder verloren. Standards brachten nichts ein.

Borsch konterte. Seng erlief sich auf der linken Seite einen Diagonalpass und schwenkte auf der Grundlinie ein. Nach Pressschlag mit Gerhardt bekam er den Ball wieder vor die Füße und traf aus Nahdistanz zum 0:2 in die kurze Torecke.

Der zuverlässige Döring verpasste im Zweikampf mit Seng den Ball. Letzterer lief allein Torwart Bradsch entgegen und erzielte das 0:3.

Wolfgang Schelhorn, der den im Urlaub befindenden Wieland Kühn vertrat, versuchte in der Halbzeit die Mannschaft wieder aufzubauen. Er wechselte Danny Brömel ein, der ein­satz­freudig agierte und das Angriffsspiel belebte. Es ergaben sich für die Ilmenauer Gele­gen­heiten. Volytskyi hatte den Anschlusstreffer vor den Füßen. Nach Vorarbeit von Brömel und Zuspiel von Schatz verfehlte er freistehend das Tor knapp.

Im Bemühen, die Angriffsaktionen zu forcieren, wurde die eigene Abwehr mehrfach ent­blößt. Zweimal hatte Gimpel die Möglichkeit, das Ergebnis auszubauen. Er vergab sie.

In den Schlussminuten nutzten er und Seng erneut ihre Chancen. Sie erliefen sich weite Vorlagen über die Deckung hinweg, spielten Bradsch aus und stellten das Endergebnis von 0:5 sicher. Der Schiedsrichter pfiff gut und versuchte, aufkommende Hektik zu unterbinden.

Wolfgang Schelhorn war enttäuscht: „Ich hatte mir das anders vorgestellt. Die drei Gegen­tore fielen in der ersten Halbzeit aus dem Nichts heraus. Der Gegner wirkte aggressiver und nutzte unsere individuellen Fehler gnadenlos aus. Die zweite Halbzeit konnten wir uns stei­gern. Zu Toren reichte es nicht. Zum Schluss wurde die Niederlage noch deutlich“

Germania:       Bradsch, Yorulmaz, Döring, Gerhardt, Hellmuth, Reichwald (46. Brömel), Finn, Schatz, Gietl, Amarell (75. Muth), Schwald (62. Volytskyi).

SG Borsch:      Schlegel, J. Kraus, Hohmann, Kimpel, Loos, Wiegand, Gimpel, Simon (55. Göb), Seng, N. Kraus, Sauer.

Schieri:            Chris Holland, Schmalkalden

Zuschauer: 50

Tore:               0:1 (Gimpel (12.), 0:2/0:3 Seng (35./45.), 0:4Ginpel (81.), 0:5 Seng (85.).

10.8.3013  John Schmidt

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