Testspiel

SV Gehren 1911 – SV Germania Ilmenau 1:1 (0:1)

Ilmenaus Trainer Wieland Kühn konnte in Gehren auf ein Spielerpotenzial zurückgreifen, dass für die Zukunft einiges verspricht. Das Spiel selbst zeigte dann, dass elf gute Fußballer noch keine gute Mannschaft bilden. Grundlage des Erfolgs ist ein gutes Zusammenspiel. Das wurde in Gehren vermisst und ist der Ansatzpunkt zukünftiger Trainingsarbeit der Verant­wort­lichen. Das soll auf keinen Fall die Verdienste des Kreisligisten infrage stellen, der mit großem Einsatz sein Tor verteidigte und nach der Pause selbst einige Konterangriffe startete, die zum Ausgleich führten.

Die Gäste spielten eine Halbzeit nur auf das Gehrener Tor, überboten sich im Einzelspiel, fan­den nicht zueinander und ließen viele Chancen ungenutzt. Der Kopfball von Laurenz Beninca nach Ecke wurde von der Torlinie geschlagen, Fabian Gustin traf den Pfosten und schoss aus der Distanz knapp über die Querlatte. Es war schließlich „Jimmy“ Mohamed Ibrahim, der sich im Strafraum durchsetzte und zum 0:1 unter den Querbalken traf. In dieser Halbzeit spielte die Ilmenauer Mannschaft im Rückraum diszipliniert und ließ keine Gegenangriffe zu.

Nach Wiederbeginn und den vorgenommenen Einwechselungen wurde diese Disziplin sei­tens Germanias aufgegeben. Alles drängte nach vorn und leichtfertig wurde die Abwehr entblößt. Das nutzten die Gastgeber zu einigen Steilpässen. Es gelang ihnen eine gute Kom­bination, die Lars Pommerening freistehend den 1:1-Ausgleich ermöglichte.

Christian Koch erlief sich einen weiten Abschlag, sein Abspiel auf Daniel Welsch sah diesen im Abseits.

Die Gäste spielten unkonzentriert weiter nach vorn, verzettelten sich im Einzelspiel und vergaben weitere Gelegenheiten. Der Pfosten und der nach der Pause im Tor stehende Oldie Rolf Schwindhammer, der oftmals in höchster Not rettete, standen weiteren Ilmenauer Treffern im Wege.

Das Spiel wurde fair ausgetragen und durch Konrad Götze gut geleitet.

SV 1911:          König (46. Schwindhammer), Thiel, Heller, Manthey, Pommerening,  M. Heinze, Nußbeck, Welsch, Koch (62. Hesse), Zobel, K. Heinze.

Germania:       Schönefeld, Beninca, Muth (46. Amarell), Schatz, Gustin, Gietl (59. Volytskyi),  Skotnicki (59. Schwald), Yorulmaz, Gerhardt, Mohamed Ibrahim (66. Reich­wald), Schömig.

Schieri:            Konrad Götze, Rudisleben

Zuschauer:      30

Tore:               0:1 Ibrahim (41.), 1:1 Pommerening (55.).

 

John Schmidt

 

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