Suhler SV 06 – Germania Ilmenau 2.0 (2:0)Germania Ilmenau konnte die erste Hürde im Landespokal nicht überspringen. Nun versucht sich der FSV Martinroda in einer Woche am gleichen Gegner.

Zella-Mehlis – Auf dem „Köpfchen“ von Zella-Mehlis – im Suhler Aue-Stadion wird saniert – vermochte die Germania nicht über ihren momentanen Schatten zu springen. Die Vorteile der Suhler bei den Spiel- und Chancenanteilen waren eindeutig, obwohl bei ihnen vier Defensiv-Stammspieler fehlten.

Bei Temperaturen von weit über 30 Grad und praller Sonne gebührte beiden Mannschaften zunächst mal ein Kompliment für ein durchaus temposcharfes Spiel, bei dem aber die Fehlerquote beiderseits recht hoch lag. Waren bei den Ilmenauern vorrangig die Zuspiele aus der Abwehr heraus und auf dem Weg nach vorn betroffen, so hatten die Suhler so ihre Probleme mit dem Abschluss. Und so war Germania-Keeper Bradsch eher damit beschäftigt, im Herauslaufen gegen frei auf ihn zu steuernde Suhler Angreifer zu klären als Torschüsse abzuwehren. Seinem Gegenüber Richter ging es nicht viel anders: Er wurde erst nach 68 Minuten von Skotnicki erstmals so richtig mit einem Torschuss gefordert.Meist in der Defensive An beiden Gegentreffern konnte Bradsch nicht viel machen: Dem 1:0 ging ein grober Ballverlust im Mittelfeld voraus, den Suhls Routiniers Müller und Wohlfahrt im Zusammenspiel und frei vor dem Germania-Tor verwerteten (31.). Kurz drauf war wiederholt eine Rechtsflanke nicht zu unterbinden und abermals Wohlfahrt verwertete im Zentrum gekonnt (34.). Bis dahin hatten die Gäste zwar fast durchweg unter Suhler Druck gestanden, hätten aber dennoch führen müssen: Nach einer schönen Aktion von Gietl auf rechts außen samt präziser Flanke ins Zentrum drosch der dort frei zum Schuss kommende Schatz den Ball aus bester Position über die Latte (16.). Vielleicht hätte sich die Partie für die Germania mit einer Führung im Rücken anders entwickelt. Gietl hatte dann nochmals eine ähnliche Szene, diesmal kam Skotnicki im Zentrum nicht richtig zum Abschluss (39.). Die Leistung des TU-Studenten auf der rechten Außenbahn war einer der positiven Aspekte im Ilmenauer Spiel. Ein weiterer war die sehr gute Leistung von Gerhardt in der zentralen Abwehr – da eröffnen sich für Trainer Wieland Kühn doch einige Varianten fürs Formieren der Defensive, wenn Hellmuth wieder dazu stößt. Erst in der Schlussphase erreichte die Germania eine gewisse Feldüberlegenheit mit einer letzten Chance (Skotnicki/80.). Die Ballverlustquote war hoch, auch weil die Angriffsmechanismen noch nicht eingespielt sind. Und einige der studentischen Neuzugänge mussten erfahren, was Thüringens Schiedsrichter so alles unter „normale Zweikampfhärte“ einordnen. Insofern war diese Pokal-Partie ein sehr aufschlussreicher Test gegen einen künftigen Punktspielgegner. „Und meine Spieler haben erlebt, mit welchem Tempo und welchem Biss sie künftig konfrontiert sein werden“, merkte Trainer Kühn an. „Sie müssen sich dem anpassen, sonst wird es nicht reichen.“

Am kommenden Samstag ab 14.30 Uhr ist nun der FSV Martinroda in der 1. Pokal-Hauptrunde an gleicher Stätte gegen Suhl gefordert.

Suhler SV: Richter – Heisch, Mosert, Greiner, Rienecker – M. Volkmar (72. Eggemann), Müller, Marr (84. ausgesch.), Seyfarth – Zimmermann (77. Wank), Wohlfahrt

Ilmenau: Bradsch – Yorulmaz, Döring, Gerhardt, Muth – Schatz, Micheler (46. Schwald) – Gietl, Finn, Volytskyi (61. Müller) – Skotnicki  Annemüller (Schleusingerneundorf) – 80 – 1:0, 2:0 Wohlfahrt (31., 34.)

Ralf Brückner

 

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