Testspiel

SV Rennsteig – SV Germania Ilmenau 1:0 (0:0)

Durch die zweijährige erfolgreiche Zugehörigkeit des SV Rennsteig zur Kreisoberliga hat sich die Mann­schaft weiter profiliert. Das bewies sie auch im Spiel gegen den Landesklassenver­treter Ger­mania Ilmenau. Sie trat kompakt auf und zeigte ihre Stärke in der Abwehr. Das war auch Grundlage ihres knappen Sieges, wenn der auch letztlich durch einen krassen Fehler entstan­den war. Klassische Konterangriffe aus dem verstärkten Rückraum heraus brachten weitere Torgelegenheiten.

Die Gäste sind in einer anderen Situation. Nach dem Abgang weiterer Spieler muss sich die Mannschaft neu formieren. Sie verfügt über ein gutes spielerisches Potenzial aus dem Trai­ner Wieland Kühn das Gefüge herausfiltern muss, das in der Landesklasse bestehen kann. Deshalb sieht er sich gezwungen, mehrfach lm Spiel zu wechseln. Dazu kommt, dass einige Spieler aus Gründen des Studiums, von Praktika und Urlaub nicht immer zur Verfügung ste­hen. Das wirkt sich auf das Zusammenspiel nicht förderlich aus, so wie das auch in dieser Begegnung zu Tage trat.

Die Gäste bestimmten überwiegend das Spielgeschehen, banden den SV Rennsteig in der Abwehr, hatten jedoch mit ihrem Kurzpassspiel wenig Erfolg. Ballverluste und Abspielfehler spielten den Gastgebern in die Karten.

Ilmenau spielte von Beginn an offensiv, kam aber erst nach zehn Minuten zur ersten Gele­gen­heit. Micherlers Pass in die Tiefe erreichte Volytskyi in freier Position. Der scheiterte aber an Torhüter Macholeth. Die Gastgeber konterten. Ridder köpfte einen Flankenball freiste­hend über das Germania-Tor. Finn, auf Ilmenauer Seite und Möller auf der anderen versuch­ten es mit Distanzschüssen, die neben dem Tor lagen. Als Germania bis zur Mittellinie aufge­rückt war, erlief sich Rose einen Steilpass und hob den Ball über Keeper Bradsch hinweg an die Querlatte.

In der zweiten Halbzeit verstärkte sich die Präsenz der Gäste im Mittelfeld. Der SV Rennsteig agierte vorwiegend vor seinem eigenen Tor. Mit einer weiten Diagonalflanke bediente Mi­che­ler Schatz auf der rechten Seite. Der wurde im Strafraum zu Boden gestoßen. Das Foul blieb durch Schiedsrichter Robert Fabig, der ansonsten sicher leitete, unbeachtet.

Unerwartet fiel das 1:0. Schatz köpfte vor Eger den Ball auf seinen Torwart Bulli, der gerade die Position von Bradsch eingenommen hatte, zurück. Der brachte das Streitobjekt nicht unter Kontrolle und Eger stieß den Ball ins Tor.

Die abschließenden verstärkten Bemühungen der Gäste brachten nichts mehr ein. Schatz traf den linken Torpfosten und Volytzkyi verpasste eine Eingabe durch Brömel von der rechten Seite nur knapp. Das Spiel wurde von beiden Seiten fair geführt.

Germania-Trainer Wieland Kühn konstatierte: „Die Versuche, die Mannschaft zu formieren, die zukünftig in der Landesklasse bestehen soll, zwingen zu häufigen Spielerwechseln und behindern den Spielfluss. Wenn dann noch der Gegner robust Paroli bietet, können keine bestimmende Akzente gesetzt werden. Fouls sollten, auch wenn sie im Strafraum gesche­hen, geahndet werden.“

SV Rennsteig: Macholeth, H. Krämer, Engelhardt, Rose, B. Krämer, Eger, Beetz, Möller,  Ridder, Franzke, M. Schreiber – M. Möller, Wagner.

SV Germania:  Bradsch (71. Bulla), Schatz, Gerhardt, Muth (54. Gietl), Yorulmaz (76. Winter), Döring (54. Müller), Finn, Gustin, Micheler, Schwald (67. Brömel), Volytzkyi.

Schieri:            Robert Fabig, Martinroda

Zuschauer:      50

Tor:                 Eger (71.)

 

John Schmidt

 

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