Testspiel

SG Lauscha/Neuhaus-Rwg. – SV Germania Ilmenau 0:0

Für beide Mannschaften war es das erste Spiel in Vorbereitung auf die neue Saison, für den Gastgeber in der Kreisoberliga – Süd und für die Gäste in der Landesklasse – Ost. Für die Ilmenauer geht es zunächst nach einigen personellen Veränderungen darum, die richtige Formation für die bevorstehenden Pflichtspiele zu finden. Nach einer Woche täglichen intensiven Vorbereitungstrainings waren die Beine schwer. Dazu kam, dass zum Auftakt der Mannschaft nur ein Miniaufgebot an Spielern zur Verfügung stand. Deshalb einigten sich beide Kontrahenten auf eine Spielzeit von jeweils 35 Minuten.

Das Spiel fand im Neuhäuser Stadtteil Igelshieb statt. Aus dem alten Sportplatz an der Eisen­bahn­haltestelle hinter dem Gasthof Hirsch ist eine ansehnliche Spielstätte mit dem dazu gehörigen Sozialgebäude geworden. Nur erschweren die hohen Brennnesselbestände direkt hinter dem Tor am Wald die Ballsuche.

Das taktische Konzept beider Mannschaften war unterschiedlich. SG-Trainer Marcel Müller-Keupert bevorzugte mit seiner Mannschaft lange Pässe auf seine Angriffsspitzen. Horst Brück­ner, der Germania-Coach Wieland Kühn vertrat, verordnete den Gästen das Kurzpass­spiel.

Es entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel mit wenigen Großchancen. Die beiden Abwehr­rei­hen erwiesen sich als die stärksten Mannschaftsteile, die es verstanden, das Spielgesche­hen von den Strafräumen fernzuhalten. Nicht zu übersehen waren auch die Ballverluste im Mittelfeld, die gut angelegte Angriffszüge unterbrachen.

Das Spiel der Gastgeber war stark auf den kleinen wendigen Stiehl zugeschnitten, der mit Steilpässen bedient, über die rechte Seite Gefahrenmomente für das Gästetor schuf. Mit zunehmender Spieldauer bekam ihn die Ilmenauer Abwehr in den Griff.

Die Ilmenauer hatten zunächst Probleme, nach durchaus guten Szenen im Mittelfeld, den Ball in die torgefährliche Zone zu bringen. Torgelegenheiten waren anfänglich Mangelware. Erst zum Spielende hin gelangen einige gute Aktionen, aber kein Tor.

In den Anfangsminuten lief Stiehl seinen Bewachern zweimal davon. Der Abschluss kam aber zu ungenau und Germania-Keeper Bradsch brauchte nicht einzugreifen. Als Queck nach Ilmenauer Ballverlust allein dem Gästetor entgegenlief, konnte Muth ihm den Ball noch vom Fuß spitzeln. Der von Holl ausgeführte 25Meter-Freistoß ging am Tor vorbei.

Auf der Gegenseite hatte sich Muth im Strafraum der Gastgeber durchgesetzt und wurde im letzten Moment vom Ball getrennt.

Die zweite Halbzeit begann mit einer weiteren Gelegenheit für Stiehl, der links auftauchte, den Ball aber am kurzen Pfosten vorbei ins Aus zog. Danach häuften sich für die Gäste die Gelegenheiten. Volytskyis Schuss aus Nahdistanz wurde zur Ecke abgefälscht. Der von Muth aus der Distanz abgefeuerte Ball wurde von Torwart Langhammer mit Mühe ins Feld zurück­ge­­faustet. Nach Ecke wurde der Kopfball von Volytskyi von der Torlinie geschlagen.

Kurz vor dem Abpfiff forderten die Gastgeber einen Strafstoß. Stiehl war im letzten Moment vom Ball getrennt worden. Der Unparteiische sah das als regelgerecht.

Das insgesamt fair ausgetragene Spiel endete mit einem zwar torlosen, aber gerechten Er­geb­nis.

SG L/N:            Langhammer, Opitz (60. C. Greiner), Müller-Litz, Zapf, Stiehl, Queck, Töpfer, Kästner, B. Greiner, Walter (60. Zinner), Holl.

Germania:      Bradsch, Yorulmaz, Döring, Hellmuth, Gerhardt, Muth, Reichwald, Traue, Volytskyi, Schwald, Skotnicki.

Schieri:            Lepke, Spechtsbrunn

Zuschauer:      30

 

6.7.2013  John Schmidt

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Kategorien: Allgemein, Männer

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