SV Germania Ilmenau – SG Herpf/Helmershausen 2:2 (0:1)

Gegenüber den letzten Heimspielen zeigten die Ilmenauer eine verbesserte spielerische Leistung gegen einen Gegner, der sich im Vergleich zum Hinspiel vor 14 Tagen, personell stärker besetzt, gut in Szene setzte. Das Remis war letztlich für die Gäste glücklich, weil einerseits Germania einige hochkarätige Chancen ausließ und die zwei durch sie erzielten Tore auf Schwächen im Abwehrverhalten der Gastgeber zurückzuführen waren. Nach einem ausgeglichenen Spielverlauf in den ersten 45 Minuten war Ilmenau in der zweiten Halbzeit tonangebend. Die Gäste wurden in ihrer eigenen Hälfte festgehalten und konnten sich nur vereinzelt befreien. Ihre Konterangriffe waren aber gefährlich und führten zum Strafstoß, der verwandelt, ihnen die erneute Führung einbrachte. Marc Fernando glich zweimal durch sehenswerte Kopfbälle, der Letzte eine Minute vor dem Abpfiff, aus.

Nach dem Anpfiff wurde zunächst Germania-Keeper Maximilian Kott auf die Probe gestellt. Er faustete einen Eckball mit gefährlichem Zuschnitt ins Feld zurück. Die Gastgeber fanden nach anfänglichen Schwierigkeiten zu einigen Kombinationen, die erfolglos blieben. Erst nach zwanzig Minuten ergaben sich für Tim Appenroth und Maximilian Walch gute Möglich­kei­ten. Appenroths Schuss kam zu schwach, Walchs Granate prallte vom Rücken eines Ge­gen­spielers ab. Markus Amarell operierte vor dem generischen Tor unglücklich. Erst kam sein Schuss frei vor Gäste-Torwart Schmidt zu schwach. Dann verpasste er eine Eingabe von der rechten Seite. Der hinter ihm stehende Fernando traf zwar ins Tor, stand aber abseits.

Überraschend gingen die Gäste in Front. Benjamin Kirsch wurde auf der linken Angriffsseite nur halbherzig angegriffen und traf in die kurze Torecke zum 0:1.

Kurz nach Wiederbeginn zur zweiten Halbzeit lief der agile Stefan Kämmer seinen Ilmenauer Bewachern davon. Kott konnte im Herauslaufen einen höheren Rückstand verhindern.

Im Gegenzug Hob Toni Rinn von rechts einen Freistoß in den Gästestrafraum und Fernando stieß den Ball mit dem Kopf zum 1:1-Ausgleich über die Torlinie. Danach häuften sich für Germania die Gelegenheiten, in Führung zu gehen. Pech hatte vor allem Amarell, der an Schmidt scheiterte und danach noch einmal freistehend den Ball neben das Tor schoss.

Ein Handspiel von Tom Hellmuth im Strafraum führte zum Elfmeter, den Kämmer sicher zum 1:2 in den rechten Torwinkel verwandelte. Germania warf noch einmal alles nach vorn. Philipp Muth flankte von rechts vor das Tor und Fernando köpfte den Ball in die rechte Torecke zum 2:2-Gleichstand. Dann pfiff der Unparteiische, der seine Sache gut machte, ab.

Trainer Wieland Kühn sprach von einer verbesserten spielerischen Leistung gegenüber den letzten Heimspielen. Nach wie vor verhinderten individuelle Schwächen den vollen Erfolg.

Germania:       Kott, Yorulmaz (83. Muth), Döring, Hellmuth, Gerhardt, Appenroth (68. Moha­mad), Fernando, Finn, Rinn, Amarell (71. Schwald), Walch.

SG Herpf/H.:  Schmidt, Nier, Hamm, Böhm, Hodermann (63. Göpfert), Blümke, A. Müller, Kirsch (53. Hack), Juda, M. Müller (83. Eichhorn), Kämmer.

Schieri:            Martin Ansorg, Heina

Zuschauer:     50

Tore:               0:1 Kirsche (41.), 1:1 Fernando (51.), 1:2 Kämmer (74. 11m), 2:2 Fernando (89.)

20.5.2013  John Schmidt

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