SG Herpf/Helmershausen – SV Germania Ilmenau 1:2 (0:1)

Die Zuschauer sahen eine spielerisch überlegene Ilmenauer Mannschaft, die von Anbeginn die Szenerie beherrschte. Die Gastgeber hatten einige personelle Probleme. Das war aber nicht der Grund, dass Germania fast bis zum Abpfiff dominierte. Ein Abspielfehler er­mög­lichte dann der einheimischen Spielgemeinschaft den Anschlusstreffer. Der fiel nicht mehr ins Gewicht. Bis zu diesem Zeitpunkt musste das Spiel klar entschieden sein. Wenn über­haupt ein Abstrich an der Ilmenauer Topleistung zu machen wäre, dann die Chancenver­wertung und einige fragliche Entscheidungen des Schiedsrichters und die seiner Assistenten.

Frühzeitig lag der Ball im Herpfer Tor. Der Treffer von Marc Fernando wurde wegen abseits nicht anerkannt. Die ständige Überlegenheit führte zu einer Anzahl von Eckbällen und weite­ren Standardsituationen, die nichts einbrachten. Nachdem die Gastgeber auch einige Straf­raumsituationen mit Glück überstanden hatten, traf Maximilian Walch mit einem fulmi­nan­ten Schuss von links in die lange Ecke. Die Fahne des Assistenten hatte sicher Schwald in der Mitte gegolten, während Walch von hinten kam. Ein weiteres Foul an Fernan­do im Strafraum ahndete der Unparteiische mit einem Strafstoß. Der Gefoulte führte selbst den Elfmeter aus. Der Herpfer Keeper ahnte die Ecke, wehrte den Ball ab und Fernando stieß den Ball mit lan­gem Bein ins Tor.  Runknagel erkannte den Treffer nicht an und verwarnte den Elfmeter­schüt­zen wegen gefährlichen Spieles. Dann fiel doch noch vor der Pause das Ilmenauer Führungstor. Daniel Döring verwandelte einen 25Meter-Freistoß in den linken Torwinkel. Das überlegene Spiel wurde durch die Gäste nach der Halbzeitpause fortgesetzt. Ali Moha­mads Rückpass auf den innen mitlaufenden Marcus Finn kam zu ungenau. Finns Steilpass erlief sich Walch auf der linken Seite und schoss den Ball am herauslaufenden Torwart vorbei in die lange Torecke zum 0:2. Fernando schüttelte seine Bewacher ab, und  schlenzte den Ball am Torwart aber auch am Tor vorbei ins Aus. Skotnicki, durch die Gasse geschickt, konn­te frei vor Keeper Martin Schmidt auftauchend, diesen nicht überwinden. In der Vorwärts­bewegung verlor Finn den Ball an die Gastgeber. Der wurde diagonal auf den links frei pos­tierten Benjamin Kirsch gespielt und dieser hatte keine Mühe mit einem Schuss in die lange Torecke den 1:2Anschlusstreffer zu markieren. Zu mehr waren die Herpfer nicht in der Lage. Der Sieg Germanias war in einer auf und außerhalb des Spielfeldes wohltuend angenehmen fairen Atmosphäre hoch verdient.

Horst Brückner vertrat den erkrankten Wieland Kühn im Traineramt und schlussfolgerte:

„Meine Mannschaft spielte engagiert und konzentriert. Sie zeigte ein sehenswertes Spiel. Leider wi­der­spiegelte sich diese Leistung nicht im Ergebnis. Die alte Schwäche, die Chan­cenverwer­tung wurde wieder sichtbar. Das 1:2 durfte nicht passieren. Unser Sieg wurde nicht mehr gefährdet.“

SG Herpf/H.:   Schmidt, Böhm, Hamm, Hack, Fickel, Blümke, Hasenstab (54. B. Kirsch), A. Müller, Eichhorn, Juda, M. Müller.

Germania:       Kott, Muth, Döring, Hellmuth, Rinn, Finn, Fernando, Mohamad, Schwald (89. Yorulmaz),Walch, Skotnicki.

Schieri:            Patrick Runknagel, Barchfeld,

Zuschauer: 160

Tore:               0:1 Döring (43.), 0:2 Walch (50.), 1:2 Benjamin Kirsch (85.)

 

5.5.2013  John Schmidt

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