SV Germania Ilmenau – SpVgg Geratal 0:2 (0:2)

Der Hammergrund hat schon bessere Spiele gesehen, als dieses Kreisderby. Sicher trugen auch die Platzverhältnisse dazu bei, dass die Bälle nicht rund liefen. Dabei hatte das Ilme­nauer Sportamt alles getan, um halbwegs normale Bedingungen im Hammergrundstadion zu schaffen. Der Boden war knochenhart , hucklig und bucklig. Dass die Gastgeber nach acht Minuten mit 0:2 zurücklagen, war keinesfalls darauf zurückzuführen. Individuelle Fehler begünstigten den Rückstand. Heyer und Keiner profitierten davon. Das vordem vom Trainer Wieland Kühn ausführlich erläuterte taktische Konzept war hinfällig und Germania brauchte lange, um weitere Gegentreffer zu verhindern, selbst ins Spiel zurückzufinden und zu eige­nen Chancen zu kommen. Er in der zweiten Halbzeit wurde zeitweise in der gegnerischen Hälfte Druck aufgebaut, Gelegenheiten geschaffen, aber nicht genutzt.

Das Spiel begann mit einem Paukenschlag. Germania verlor in der eigenen Hälfte den Ball an Maleße. Der behauptete sich gegen zwei Ilmenauer, kam auf der linken Seite zum Flanken und der innen allein vor Kott stehende Heyer schoss den Ball zum 0:1 ins Tor. Wenig später entschied der Unparteiische einen Zweikampf zu Ungunsten von Hellmuth. Den fälligen Frei­stoß setzte Keiner aus 20 Metern durch die Mauer zum 0:2 in die rechte Torecke. Danach hatten die Ilmenauer Mühe, sich zu formieren und ins Spiel zu kommen. Ihr Spielmacher Fernando wurde von Bärwinkel auf Schritt und Tritt, dabei nicht immer mit fairen Mitteln verfolgt und verlor an Wirksamkeit. Erst nach einer halben Stunde kamen die Hausherren zu einer ersten guten Torchance. Amarell vermochte aber nicht einen von Finn vor das Gästetor ge­schlagen Freistoßball aus Nahdistanz im Tor unterzubringen. Lipsius konnte im Nachfassen klären. Kurz vor dem Pausenpfiff gab es für Geratal noch zwei Gelegenheiten. Brandl hob den Ball von fünf Metern über die Querlatte. Wollenschläger kam nach Doppelpass frei vor Kott an den Ball und stieß mit diesen zusammen. Nach kurzer Unterbrechung konnte der Ilme­nau­­er Torwart weiter spielen.

Die Gastgeber eröffneten den zweiten Abschnitt offensiv. Fernando konnte sich mehrfach in Szene setzen und nur durch Fouls gebremst werden. Die folgenden Freistöße, zumeist von Finn getreten, wurden nicht verwertet. Skotnicki verfehlte knapp das Tor. Einen weiteren Frei­stoßball von Fernando lenkte Lipsius um den Pfosten und einen von Walch vor das Ge­rataler Tor geschlagenen Eckball vergab Finn aus Nahdistanz. Die Gäste verwalteten ihren Vorsprung und begnügten sich damit, diesen nicht preiszugeben. Der Unparteiische blieb blass. Mit stoischer Ruhe und Gelassenheit ließ er das Spiel laufen, reagierte kaum auf Fouls und brachte die Außenstehenden auf die Palme.

Geratals Trainer Walter Jänicke schlussfolgerte: „Wir haben gut angefangen, später nach­ge­lassen. Es hat aber dennoch gereicht.“ Ilmenaus Coach Wieland Kühn konnte dem Spiel sei­ner Mannschaft wenig Positives abgewinnen: „Wir haben uns zu Beginn selbst geschlagen. Was wir dann zeigten, hat wenig getaugt.“

Germania:       Kott, Amarell (88. Muth), Döring, Hellmuth (81. Schwald), Gerhardt, Appen­roth (59. Mohamad), Finn, Fernando, Rinn, Skotnicki, Walch.

SpVgg:             Lipsius, Maleße (27. Brandl), Huck, Y. Ben Achour (46. Hofmann), Bärwinkel, Wolenschläger, Keiner, Seeber, Franz, Heyer, Kirsten (73. Busch)

Schieri:            Steffen Reichenbächer, Erfurt

Zuschauer:      160

Tore:               0:1 Heyer (2.),  0:2 Keiner (8.)

24.4.2013  John Schmidt

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Kategorien: Allgemein, Männer

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