SV Germania Ilmenau – 1. Suhler SV 06 2:2 (1:1)

Im Gegensatz zur Vorwoche fanden beide Mannschaften einen gut bespielbaren Kunstrasen­platz im Hammergrund vor. Die Tabellensituation beider ließ eine einsatzstarke Partie erwar­ten. Sie wurde es. Während die beiden vorausgegangenen zwei Unentschieden gegen Hild­burghausen und Neuhaus/Schierschnitz mit vermeidbaren Punktverlusten endeten, war das diesmalige Remis für Germania als glücklich zu betrachten. Die kämpferische Einstellung stimmte bei den Gastgebern, in spielerischer Hinsicht waren Abstriche zu machen. Die Suhler zeigten sich da von der besseren Seite. Sie erarbeiteten sich auch die besseren Torgelegen­hei­ten, ließen sie teils ungenutzt oder scheiterten mehrfach am gut aufgelegten Ilmenauer Torwart Nils Bradsch. Bei Ilmenau fehlte bedingt durch häufige Abspielfehler ein durchgän­gi­ges Zusammenspiel und die jeweils vorgelegten Treffer entsprangen einem Strafstoß und nach Freistoß einem abgefälschten Ball. Die Gäste kamen schnell wieder zum Ausgleich und  konnten bis zum Abpfiff auf den Siegestreffer hoffen. Den verhinderte letztlich eine sich steigernde Germania-Verteidigung um einen herausragenden Daniel Döring im Zentrum.

Germania hatte bereits nach dem Anpfiff die Chance, in Führung zu gehen. Maximilian Walch sah sich allein Gäste-Keeper Andreas Richter gegenüberstehend, legte sich aber den Ball zu weit vor. Nachdem kurz darauf Richter noch einmal im Herauslaufen gegen Toni Rinn klären konnte, kamen die Suhler zu ersten Möglichkeiten. Marc Wohlfahrt verpasste knapp das Ilmenauer Tor und scheiterte kurz darauf an Bradsch. Ein Kopfball von Robert Greiner nach Freistoß prallte von der Lattenoberkante ins Aus. Nachdem auf der Gegenseite Markus Amarells Kopfball bei Richter endete, überlief auf der rechten Angriffsseite Toni Rinn seinen Gegenüber Benjamin Pilz und wurde von diesem im Strafraum von den Beinen geholt. Marc Fernando verwandelte den Elfmeter sicher zum 1:0 in die rechte Torecke. Im Gegenzug fiel der Ausgleich. Wohlfahrt nahm auf der linken Seite einen Steilpass auf, lief allein auf Bradsch zu und traf in die lange Ecke.

Nach Wiederbeginn verstärkten die Gäste ihre Angriffsbemühungen. Germania konterte über Fernando. Er wurde vor dem Abschluss gestoppt. Es folgte ein Suhler Konterangriff. Lukas Mosert kam an Döring nicht vorbei. Danny Marr konnte im Alleingang Bradsch nicht bezwingen. Die Gastgeber gingen erneut in Führung. Christoph Gerhard brachte einen Freistoß vor das Suhler Tor. Deren Abwehrversuche scheiterten und Fernando setzte den Ball, der noch abgefälscht wurde, unter die Querlatte zum 2:1. Nach einer Ecke von der rechten Seite drückte Pilz, am langen Pfosten stehend, den Ball zum 2:2 über die Torlinie.

In der Schlussphase konnte sich Germania nur durch eine härtere Gangart behaupten. Zwei Freistöße in guter Position konnten von den Gästen nicht verwertet werden. Tim Appenroth handelte sich in der 90. Minute noch die Gelb/Rote Karte ein. Marr kam im Alleingang er­neut nicht an Bradsch vorbei. Es blieb beim 2:2-Remis.

Die Gästebank haderte mehrfach lautstark mit einigen Entscheidungen des Schiedsrichters.

Suhls Coach Jens Koch sah seine Mannschaft im Vorteil: „Wir waren vor allem in der zweiten Halbzeit überlegen, vergaben aber unsere Möglichkeiten. Unsere gegenwärtige Tabellensi­tuation verunsichert.“

Germania-Trainer Wieland Kühn anerkannte die spielerischen Vorteile der Gäste: „Ich bin mit dem Ergebnis zufrieden. Die Suhler haben einen guten Eindruck hinterlassen und gut gespielt. Sie hatten Chancenvorteile. Bei uns blieb alles nur Stückwerk.“

 

Germania:       Bradsch, Muth, Döring, Hellmuth, Amarell (46. Appenroth, 90. GR), Gerhardt, Rinn, Fernando, Finn, Skotnicki (87. Mohamad), Walch.

Suhler SV:        Richter, Wank, Müller, Rienecker, Wohlfahrt, Mosert, Greiner, Zimmermann (46. Marr), Eckstein (68. Heisch), Eggemann, Pilz.

Schieri:            Marcel Rauner, Harth-Pöllnitz

Zuschauer:      75

Tore:                1:0 Fernando (43. Strafstoß), 1:1 Wohlfahrt (44.), 2:1 Fernando (61.), 2:2 Pilz(68.)

 

28.3.2013        John Schmidt

 

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