SV Germania Ilmenau – SG Neuhaus-Schierschnitz/Mupperg 1:1 (1:1)

Dank des Einsatzes des Ilmenauer Sportstättenbetriebs war der Kunstrasenplatz im Hammer­grund von den Schneemassen geräumt worden, der einen Spielbetrieb gerade noch so er­mög­lichte. Restschnee, Glätte und eisiger Nordwind erschwerten die Aktionen und machten die Veranstaltung nicht gerade für die Akteure und Zuschauer zum freudigen Erlebnis.

Die Gäste spielten zu Beginn eine Viertelstunde lang offensiv mit. Nach schnellem Rückstand und erzieltem Ausgleich verstärkten sie den Rückraum und waren fast nur noch vor ihrem Tor versammelt, um weitere Gegentreffer zu verhindern. Im Verlauf der zweiten Halbzeit starteten sie zwei Konterangriffe, die für die Gastgeber fast noch das am Ende stehende Re­mis in Frage gestellt hätten. Dank einer Abseitsstellung und einer hervorragenden Reak­tion von Germania-Keeper Nils Bradsch blieb das Germania erspart. Andererseits konnten trotz Dauerdrucks auf das Gästetor die ohne Zweifel vorhanden Chancen nicht genutzt werden.

Frühzeitig gingen die Ilmenauer in Führung. Toni Rinn spielte quer nach rechts auf Maximi­lian Walch und der leitete den Ball steil auf Philipp Skotnicki weiter. Dieser traf an dem auf ihn zukommenden Gäste-Torwart Reinhard Meusel vorbei in die lange Torecke zum 1:0.

Eine Unsicherheit in der Germania-Abwehr nutzten die Gäste wenig später zum Ausgleich. Tom Hellmuth und Daniel Döring zögerten bei der Ballannahme. Martin Gelbricht schaltete am schnellsten und schob den Ball an Bradsch, der das Tor verlassen hatte, in die rechte Torecke zum 1:1. Danach übernahmen die Gastgeber die Regie und spielten mit großem kämpfe­ri­schen Auf­wand. Ballverluste waren aufgrund der Platzverhältnisse vorprogram­miert. Oftmals waren die Vorlagen zu steil angelegt und die Bälle liefen davon. Über die Außenpositionen wurde zu wenig gespielt. Dadurch konzentrierten sich die Aktionen auf die Mitte und erleichterten die Abwehrarbeit der Gäste. Deren verursachten Freistöße und Eck­bälle und wurden un­konzentriert vergeben. Marc Fernando lief wie gewohnt viel, brachte sich dadurch auch in Schussposition, hatte aber im Abschluss Pech. So verpasste er knapp vor dem Gästetor eine scharfe Eingabe von Skotnicki mit dem Kopf. Seinen Schuss aus der Drehung aus Nahdistanz konnte Meusel im letzten Moment noch fassen. Als schließlich die Gäste sich einmal befreien konnten und Gelbricht von rechts zum Schuss kam, lenkte Bradsch den Ball gedankenschnell über die Querlatte. Schließlich brachten sie das Remis über die Zeit und kamen zu einem unerwarteten Punkt. Die Entscheidungen des Unpar­teiischen trafen nicht immer auf Zustimmung. Er pfiff viel, nach Meinung der Beteiligten zu viel. Letztlich war er unter den gegebenen Umständen damit gut beraten. Er hielt das Ge­sche­hen in fairen Grenzen. Der aus Meiningen zu Germa­nia gestoßene Florian Tews gab einen guten Einstand.

Germania-Trainer Wieland Kühn schlussfolgerte: „Die Bodenverhältnisse prägten den Spiel­ablauf. Letztlich war meine Mannschaft spielerisch besser und hätte den Sieg verdient ge­habt. Der Gegner hatte eine Chance, die er zum Gegentor nutzte. Wir mussten mehr aus unserer Überlegenheit machen. Das ist nicht gelungen.“

Germania:       Bradsch, Amarell, Döring, Tews (82. Volytskyi), Gerhardt, Rinn, Hellmuth, Finn, Fernando, Skotnicki, Walch.

SG NS/M.:       R. Meusel, K. Meusel, Schmidt, S. Gelhaar, Löffler, M. Gelhaar, Kuot, Motschmann, Gelbricht (87. Krumholz), Ehnes (84. Lippmann), Winterstein.

Schier:             Sebastian Blasse, Erfurt

Zuschauer:      51

Tore:               1:0 Skotnicki (7.), 1:1 Gelbricht (14.)

John Schmidt

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