FSV 06 Eintracht Hildburghausen – SV Germania Ilmenau 2:2 (1:1)

Nach mehrwöchentlichem Training auf Schneeboden und Spielabstinenz fanden die Ilme­nau­er einen gut bespielbaren und schneefreien Kunstrasenplatz in Hildburghausen vor.

So war es nicht verwunderlich, dass Germania einige Zeit brauchte, um sich auf diese für sie ungewohnten Bedingungen einzustellen. Prompt geriet man in Rückstand, als sich die Ab­wehr nicht einig war und Stefan Rottenbach die Gelegenheit zur Führung der Gastgeber nutzte. Nach Verlauf einer Viertelstunde hatten sich die Ilmenauer auf die Gegebenheiten eingestellt und übernahmen die Spielregie. Die zwei durch Marc Fernando erzielten Tore waren Ausdruck ihrer spielerischen Überlegenheit. In der Schlussphase versuchten die Einheimischen der drohenden Niederlage zu entgehen und verstärkten ihre Angriffsbe­mühungen.  Diese waren eine Minute vor Spielende vom Erfolg gekrönt.

Als nach drei Minuten Daniel Döring und  Toby Metzmacher zögerten, reagierte Rottenbach am schnellsten und verwandelte aus Nahdistanz  zum 1:0. Die Gäste ließen sich von dem Rückstand nicht beeindrucken und hielten den Ball in ihren Reihen. Einen gelungenen An­griffszug schloss Marc Fernando mit einem 20Meterschuss ab. Der Ball wurde noch abge­fälscht und schlug in der linken Ecke zum 1:1-Ausgleich ein. Den Kopfball von Philipp Muth nach Linksflanke von Marcus Finn meisterte Björn Klemm im Eintrachttor. Die größte Gele­genheit zur Gästeführung hatte Maximilian Walch. Finn spielte rechts auf Markus Amarell. Dessen flache Eingabe erreichte Walch, vor Klemm freistehend. Der Ilmenauer Angreifer traf den Ball ungenau und der Eintracht-Keeper konnte klären. Bei dem von Finns getretenen 25Meterfreistoß wäre Klemm machtlos gewesen. Der Ball knallte an die Querlatte.

Nach Wiederbeginn gab es ein kurzzeitiges Aufbäumen der Gastgeber. Das 1:2 setzte dem ein Ende. Fernando drang von links in den Hildburghäuser Strafraum ein und traf flach in die rechte Toreecke. Als Gottwald allein das Germania-Tor ansteuerte, kam ihm Nils Bratsch entgegen und brachte ihn kurz vor dem Strafraum zu Fall. Der Ilmenauer Torwart bekam vom überzeugenden Referee Gelb zu sehen. Die Gastgeber forderten die Rote Karte. Der folgende Freistoß wurde abgeköpft. Danach bewährte sich Bradsch bei Schüssen von Patrick Bolz. Schließlich kamen die Gastgeber eine  Minute vor dem Abpfiff doch noch zum glück­lichen Remis. Der Ball wurde von rechts vor das Ilmenauer Tor gespielt. Johannes Schelhorn spitzelte aus Nahdistanz den Ball über die Torlinie.

Ilmenaus Trainer Wieland Kühn war mit dem Spiel seiner Mannschaft zufrieden: Es war kein schlechter Auftritt. Wir waren immer dann im Vorteil, wenn wir den Ball laufen ließen. Das gelang nicht durchgängig. In der Schlussphase haben wir nicht die Ruhe bewahrt, wurden nervös und mussten noch den Ausgleich hinnehmen.

Eintracht-Trainer Mario Loch­mann sprach von einem schlechten Spiel seiner Mannschaft: „Das Unentschieden war für uns glücklich. Wir verloren zu viel Zweikämpfe und ermög­lichten den Ilmenauern weitere Gelegenheiten.“

Eintracht:        Klemm (Gottwald), Heinrich, Stanz, Schelhorn, Hirschfeld, Bolz, Sell, Dötsch, Rottenbach (66. Wagenschwanz), Schleicher, Hennig (46. Gottwald).

Germania:       Bradsch, Muth, Döring, Metzmacher (54. Hellmuth), Gerhardt, Finn, Fernando, Amarell, Finn, Walch (88. Volytskyi), Skotnicki (90. Schwald).

Schieri:            Pierre Leitschuh, Barchfeld

Zuschauer      100

Tore:               1:0 Rottenbach (3.), 1:1/1:2 Fernando (17./63.), 2:2 Schelhorn (89.)

17.3.2013  John Schmidt

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