Der SV Germania Ilmenau blieb unter den Erwartungen

Die Erwartungen des SV Germania Ilmenau hinsichtlich des Abschneidens bei der Thüringer Hallenmeisterschaft der Männer in Bad Langensalza erfüllten sich nicht Es blieb nur der letzte Platz in der Vorrunde B. Es fehlte nicht am Willen und sicher auch nicht am Können der Spieler. Das taktische Konzept, mit dem die Mannschaft das Turnier bestritt, ging nicht auf.  Es war zu stark auf Marc Fernando zugeschnitten, der als Dauerspitze fungierte und auf dem die Zuspiele aus der Abwehr heraus liefen. Die Gegner erkannten das und doppelten Fernando. Der war zum Ballhalten gezwungen und kam kaum einmal in freie Schussposition. Seine Mitspieler wurden nur selten in Szene gesetzt und wenn, blieben die Chancen unge­nutzt. Den Kontrahenten wurden so Räume angeboten, die sie erfolgreich zu Kontertoren nutzten. Zwei Zeitstrafen im entscheidenden letzten Spiel um die Teilnahme an den Halbfi­nal­­spielen taten ihr Übriges. Einige strittige Entscheidungen der Unparteiischen fielen dabei nicht so ins Gewicht.

Germania traf in der Gruppe B zunächst auf den Tabellenführer der Verbandsliga Schott Jena und begann locker. Fernando konnte seinen Bewacher abschütteln und aus spitzem Winkel die Germania-Führung erzielen. Mit einem Innenpfostenschuss gelang Jena der Ausgleich. Mit zwei sehenswerten Paraden sicherte Maximilian Kott den Gleichstand. Sekunden vor dem Abpfiff traf Fernando nur das Außennetz.

Im zweiten Gruppenspiel hatten die Ilmenauer den ortsansässigen FSV Preußen Langensalza zum Gegner. Die Ilmenauer bestimmten von Anbeginn das Spiel und hatten Möglichkeiten in Front zu gehen. Bei Fernandos Eingabe setzte Markus Amarell nicht resolut genug nach. Preußen konterte und Scholz traf zum 0:1. Die Bemühungen Germanias blieben unbelohnt. Ein Festhalten von Fernando blieb unbestraft.

Das letzte Spiel gegen die SG Bischleben/Möbisburg eröffnete den Ilmenauer die Chance, mit einem Sieg unter die letzten vier Mannschaften zu kommen. Motiviert gingen sie das Spiel an. Gießler lenkte den Ball ins eigene Tor zum Ilmenauer 1:0. Das Spiel nahm schnell eine Wende. Zunächst wurde Tom Hellmuth an der Außenlinie mit einem starken Rempler unter einem Tisch der Turnierleitung gestoßen und verletzte sich am Kopf.  Heinemann erzielte in dem Durcheinander im Konter den Ausgleich und sofort hinterdrein die 2:1-Führung für Möbisburg. Christoph Gerhardt stieg hart ein und erhielt eine Zweiminutenstrafe. Fernando grätschte von der Seite und folgte mit einer weiteren Zeitstrafe Gerhardt. Heinemann nutzte die doppelte Unterzahl zu zwei weiteren Gegentreffern zum 4:1.

Damit war Germania ausgeschieden und Möbisburg hoffte auf das Weiterkommen. Schott Jena und Bad Langensalza hatten durch je einen Sieg und ein Remis ebenfalls vier Punkte auf ihrem Konto. Eine Mannschaft musste siegen, um Möbisburg die Qualifikation zu ermögli­chen. Das ging bis 30 Sekunden vor dem Abpfiff auf. Preußen führte gegen Schott 1:0, dann gelang den Glaswerkern der Ausgleich und beide standen mit fünf Punkten im Halbfinale.

In der Staffel A dominierte der FSV Eintracht Hildburghausen, nutzte konsequent die Schwä­chen seiner Gegner Leinefelde, Siebleben, sowie Greiz und qualifizierte sich frühzeitig für die Runde der letzten Vier. Mit der SG 1. FC/Chemie Greiz stand der zweite Teilnehmer am Halbfinale fest.  Jena und Hildburghausen zogen ins Finale ein. Den dritten Platz sicherte sich Greiz mit einem 4:0 über Bad Langensalza. Martin Schleicher war der glückliche Torschütze zum 1:0 seiner Eintracht-Mannschaft im Endspiel über den SV Schott Jena. Damit ging, so wie im letzten Jahr, als der FSV Martinroda die Hallenmeisterschaft gewann, der Titel erneut nach Südthüringen.

Germania: Maximilian Kott, Nils Bradsch,   Marcus Finn, Marc Fernando, Toni Rinn, Markus Amarell, Toby Metzmacher, Christoph Gerhardt, Tom Hellmuth, Daniel Döring.

Turnierleiter: Werner Gerling, Arnstadt

Schiedsrichter:  Alexander Roßmehl – Nordhausen, Roland Hillig- Niederspier, Patrick Hof­fmann – Großneuhausen, Christian Höpfner – Wundersleben.

 

Gruppe A:                                                                 Gruppe B:

 

Leinefelde – Siebleben 1:1 Bad Langensalza – Bischleben 0:0
Hildburghausen – Greiz 3:1 Ilmenau -Jena 1:1
Leinefelde – Hildburghausen 1:2 Bad Langensalza – Ilmenau 1:0
Siebleben – Greiz 1:5 Bischleben/M. – Jena 1:2
Hildburghausen – Siebleben 2:2 Ilmenau- Bischleben/M. 1:4
Greiz – Leinefelde 2:1 Jena – Bad Langensalza 1:1

 

1. Hildburghausen 7:4 7 1. Jena 4:3 5
2. Greiz 8:5 6 2. Bad Langensalza 2:1 5
3. Siebleben 4:8 2 3. Bischleben/Möbisbg. 5:3 4
4. Leinefelde 3:5 1 4. Ilmenau 2:6 1

 

Halbfinale:

Hildburghausen – Bad Langensalza          2:0

Schott Jena – Greiz                                      5:3 n.N. (1:1)

 

Spiel um Platz 3:

Bad Langensalza – Greiz                0:4

 

Endspiel:

Hildburghausen – Schott Jena        1:0

 

27.1.2013 John Schmidt

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Kategorien: Männer

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