SG Kaltennordheim/Fischbach – SV Germania Ilmenau 2:3 (1:3)

Die Ausgangslage beider Mannschaften war vor dem Spiel recht unterschiedlich. Die Gastge­ber konnten auf vier Siege in Folge verweisen, in denen jeweils vier Tore erzielt wurden.  Germania musste in der Nachspielzeit in Steinbach/Hallenberg noch ein Remis hinnehmen, verlor danach auf eigenem Platz gegen Struth/Helmerhof mit 0:3 und bot beim 0:1 in Borsch eine indiskutable Leistung. Die einheimische Spielgemeinschaft aus der Rhön ging mit gro­ßem Optimismus ins Spiel. Anders verhielt es sich bei den Ilmenauern. Sie mussten verlet­zungsbedingt auf Toby Metzmacher und Philipp Skotnicki verzichten. Nicht zuletzt deshalb änderte Trainer Wieland Kühn seine taktische Konzeption. Er stellte Maximilian Walch in die Angriffspitze, ließ dahinter offensiv Marc Fernando operieren und spielte mit hängenden Außenstürmern, die er durch Ali Mohamad und Toni Rinn besetzte. Tom Helmuth ließ er vor der Abwehrkette im Mittelfeld agieren. Diese Variante bewährte sich von Anfang an. Die Gäs­te begannen offensiv, kamen zu Chancen und Toren. Schwächen zeigten sich erneut in der Verwertung der Torgelegenheiten, sonst wäre Germania nicht noch einmal zum Spielen­de hin in Schwierigkeiten geraten.

Die Gastgeber konnten sich zunächst nur schwer auf diese Spielweise der Ilmenauer , die ihre Angriffe vorwiegend über die Außenpositionen vortrugen, einstellen. Der schwer bespielbare und glatte Boden spielte den Gästen in die Karten. Sie waren mehrfach nur durch Foulspiel zu stoppen. Als nach knapp einer halben Stunde Robert Göde nachtrat, mussten die Einhei­mi­­schen in Unterzahl weiterspielen und gerieten zeitweise von der Rolle. Sie kamen nach dem Ilmenauer Führungstor durch Toni Rinn zwar durch ein Fehlabspiel der Germanen durch Kai Kerschner zum Ausgleich, aber schon im Gegenzug erzielte Walsch die erneute Führung und Markus Finn erhöhte durch Verwandlung eines Freistoßes auf 1:3. Rinn und Fernando hätten bis zur Pause jeweils bei Alleingängen den Sack zubinden können.

Nach Wiederbeginn versuchten die Gastgeber mit allen Mitteln, das Spiel zu drehen. Sie verkürzten durch Emanuel Dressler auf 2:3. Die Ilmenauer verloren ihre spielerische Linie.

Mögliche Konterangriffe endeten in Abseitsstellungen. Ihr Keeper Maximilian Kott bewahrte sie zunächst durch einige sehenswerte Paraden vor dem drohenden Ausgleich. Als er bei einem Abwehrversuch hart attackiert wurde, trat er nach und sah die Rote Karte. Für ihn ging Nils Bradsch zwischen die Pfosten, während Walch ausschied. Was der Ersatzkeeper in der verbleibenden Zeit bot, war Extraklasse. Er hielt den Sieg fest.

Das 0:1 schoss Rinn nach einem Spielzug über links. Er traf nach Zuspiel von Fernando in den linken Torwinkel. Ein Fehlabspiel von Markus Amarell führte zu einem Flankenball auf der linken Seite. Hinter Daniel Döring postiert, nahm Kerschner den Ball auf und schob zum 1:1-Ausgleich ein. Nach Wiederanspiel kam der Ball zu Walch. Der spielte seinen Gegner aus und traf von der Strafraumgrenze halbhoch in die linke Torecke zum 1:2. Finn verwandelte einen 20-Meter-Freistoß zum 1:3 in den rechten Torwinkel. Dem 2:3 ging ein Diagonalpass von links nach rechts voraus. Dressler nahm den Ball auf und traf schräg in die lange Ecke. Ein Eckenverhältnis von 8:1, das am Spielende zu Buche stand änderte am Ilmenauer Sieg nichts mehr.Das Schiedsrichtergespann hatte einen schweren Stand und sah sich von Beginn an Missfal­lens­äu­ßerungen ausgesetzt. Es hielt aber seine Linie bei und verdiente sich Anerken­nung. Neben den beiden Platzverweisen gingen vier weitere Gelbe Karten an die Gastgeber und eine an die Gäste.

Germania-Trainer Wieland Kühn fasste nach dem Abpfiff zusammen: „Meine Mannschaft hat 60 Minuten lang gut gespielt. Sie hatte genügend Möglichkeiten, die Führung auszubauen. Sie blieben ungenutzt. Durch die aufgeheizte Atmosphäre kam Hektik auf und die spielerische Linie ging verloren. Letztlich brachten wir den Sieg über die Zeit. Es war ein Sieg für alle, dank der Glanzvorstellung beider Torhüter.“

SG Kaltnh./Fischb.:     A. Salzmann, P. Salzmann, Fuß, Leutbecher, F. Döll (46. Steinmetz), Wolf, Gödde (26. RK), Kerschner, Dressler, Wilhelm (80. L. Salzmann),  R.Döll.

SV Germania:              Kott (75. RK), Amarell, Döring, Gerhardt, Hellmuth, Finn, Jurisic (66. Werner), , Fernando, Mohamad (90. Schwald), Walch (75. Bradsch), Rinn.

Schieri:                        Daniel Vollmann, Waltershausen

Zuschauer:                  100

Tore:                           0:1 Rinn (13., 1:1 Kerschner (19.), 1:2 Walch (20.), 1:3 Finn (28.), 2:3 Dressler (56.).

John Schmidt

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