SG Neuhaus-Schierschnitz/Mupperg – Germania Ilmenau 0:0

In der Fußball-Landesklasse Süd brachte Germania Ilmenau einen Punkt aus dem Sonneberger Unterland mit. Es schien mehr drin gewesen zu sein.

Die Gastgeber jubelten nach dem Abpfiff über ihren Punktgewinn gegen einen stärker eingeschätzten Gast. Aber auch dessen Trainer Wieland Kühn war nicht unzufrieden: „Meine Mannschaft hat diesen Härtetest hier bestanden. Ihr Einsatz stimmte, aber wir haben uns zu viele Fehler im Angriff geleistet.“ Zu ergänzen wären noch die deutlichen Reserven, welche die Germania beim Ausführen ihrer Freistöße offenbarte.

Ein Härtetest war es vor allem in der ersten Halbzeit, als der junge Schiedsrichter die Härte der SG Neuhaus-Schierschnitz/Mupperg mit zu viel Großzügigkeit tolerierte. Nach dem Wechsel zog er diesbezüglich die Zügel deutlich an und sich damit den Unmut der Gastgeber zu.

Ilmenau war vorwiegend spielbestimmend, agierte aber auffallend ruhig und überlegt, während sich die Schierschnitzer in ihre Hälfte zurückzogen und einige gefährliche Konter starteten. Dabei hätte der landesligaerfahrene Gelbricht durchaus die Führung erzielen können: In der 22. Minute tauchte er frei vor Ilmenaus Torwart Kott auf, doch dieser bewies wieder einmal sein großes Können im Herauslaufen und klärte per Fußabwehr. Elf Minuten später spielte ihn Gelbricht dann zwar aus, doch sein Abschluss landete in den Füßen von Metzmacher (33.).

Das waren dann auch schon die besten Gelegenheiten der Gastgeber. Die Germania hatte da wesentlich mehr zu bieten: Als sich Fernando durch die Mitte durchsetzte und auf Skotnicki ablegte, hielt der bekannt starke Schierschnitzer Torwart R. Meusel dessen 16-m-Torschuss (13.). Kurz vor der Pause versuchte es Fernando nach einem abermaligen Solo durch die Mitte selbst, doch diesmal geriet ihm der Abschluss zu schwach (40.). Dann verpasste Fernando eine Rechtsflanke von Skotnicki; der Ball gelangte indes zu Mohamad, der aber knapp am linken Pfosten vorbei schoss (44.).

Auch nach dem Wiederanpfiff bestimmte Ilmenau bis zur 80. Minute die Partie klar. Als sich Finn auf halblinks durchsetzte und abschloss, konnte R. Meusel zwar parieren, doch der Ball kam zu Moha­mad. Der traf aber leider aus zehn Metern nur den Pfosten (55.). Ein 25-m-Schuss von Traue zwang den Gastgebertorwart zu einer großen Parade (62.), und nachdem sich der eingewechselte M. Amarell gut auf rechts in Szene gesetzt hatte, drehte R. Meusel das Streitobjekt nur mit Mühe noch um den Pfosten ins Aus. Die letzte größere Chance der Germania machte der Schiedsrichter zunichte, als er nach einer Attacke an Fernando den dennoch auf und davon gehenden Skotnicki den Vorteil weg pfiff. In der Schlussphase konnten sich dann die Schierschnitzer wieder etwas vom Druck befreien, aber notierenswerte Torchancen spielten sie sich nicht heraus. So blieb es bei einer Nullnummer, nach der die Germania mit nur zwei Gegentoren nach fünf Spielen diesbezüglich den Bestwert ihrer Staffel aufweist. Da das aber dennoch nur zu Tabellenplatz sieben reicht, wird klar, woran das Team noch arbeiten muss.

SG N-S/M:          R. Meusel, K. Meusel, Schmidt, Löffler, Lippmann (68. Chouguine), Kuot, Motsch­mann, Gelbricht, Malter, Ehnes, Winterstein (14. Krumholz).

Germania:          Kott, Werner (67. Amarell), Mohamad, Walch, Traue, Metzmacher, Finn (69. Hell­muth),Skotnicki (78. Schwald), Fernando, Döring, Gerhardt.

Schieri:               Chris Hollandt, Oberhof

Zuschauer:         120

 

John Schmidt/Ralf Brückner

 

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