SV Germania Ilmenau – FSV 06 Eintracht Hildburghausen 0:1 (0:0)

Die nur wenigen Ilmenauer Zuschauer verließen zum dritten Mal hintereinander enttäuscht den Hammergrund. Ihre Mannschaft hatte erneut eine schwache Leistung gezeigt und völlig verdient auch das dritte Pflichtspiel auf heimischen Böden in Folge verloren. Dabei waren sie nach den in den Auswärtsspielen gezeigten Leistungen mit Optimismus ins Stadion gekom­men. Die Hildburghäuser Gäste bestimmten überwiegend das Spiel, hatten Vorteile im Mit­tel­feld und entschieden erst kurz vor dem Abpfiff die Partie für sich. Bis dahin stand ihnen Germania-Keeper Maximilian Kott im Weg, der als einer der wenigen Germania-Aktiven eine überzeugende Leistung bot und einen möglichen Rückstand verhinderte. Dabei war die Schussschwäche der Eintrachtspieler und deren mangelhafte Chancenverwertung nicht zu übersehen. Nach einer indiskutablen Ilmenauer Leistung in der ersten Halbzeit kamen die Gastgeber nach Wiederbeginn etwas besser ins Spiel und auch zu Torgelegen­heiten. Kurz vor dem Abpfiff ergab sich für sie die Chance, in Führung zu gehen. Sie wurde durch Christoph Werner vertan und im Gegenzug entschied Florian Gottwald nach einem Deckungsfehler der Germania-Abwehr mit seinem Treffer das Spiel.

Die Gäste gingen von Beginn an in die Offensive. Sandro Eichhorn beförderte einen 40Meter-Freistoß in den Ilmenauer Strafraum und Kott hatte Mühe den folgenden Kopfball von Tobias Holl abzuweh­ren. Eine erste gute Gelegenheit hatte auf Ilmenauer Seite Maximi­lian Walch, dessen Schuss nach Grundlinienrückpass von Toni Rinn zur Ecke abgewehrt wur­de. Danach häuften sich die Gelegenhei­ten für die Gäste, während die Gastgeber kaum einmal torge­fährlich wurden.

Auch die zweite Halbzeit begannen die Gäste elanvoll. Toby Metzmachers Abpraller schoss Gottwald am Tor vorbei und den allein vor ihm auftauchenden Sandro Eichhorn nahm Kott den Ball vom Fuß.  Nun besann sich Germania und erreichte Gleichwertigkeit im Spiel. Einen Eckball von Walch köpfte Metzmacher aufs Tor. Der Ball wurde von der Torlinie geschlagen. Einen weiteren Eckball verpasste Metzmacher vor dem Eintracht-Tor nur knapp und der dahinter postierte Philipp Skotnicki hob den Ball über die Querlatte. Die Gäste blieben weiter gefährlich. Als Tom Hellmuth fünf Minuten vor dem Spielende links geschickt wurde und innen Werner bediente, schien die Entscheidung für die Gastge­ber nahe zu sein. Werner stand frei vor Gäste-Keeper Björn Klemm. Anstatt sofort zu schießen, ver­suchte der Ilmenauer diesen auszuspielen und blieb an ihm hängen. Der folgende Abschlag in die Angriffsspitze der Gäste erreichte nach tollen Pass Gottwald. Der stand allein vor Kott und ließ diesen mit einem Flachschuss in die linke Torecke zum 0:1 keine Abwehrchance. Die Restzeit stürmten die Gastgeber. Außer einem Eckenverhältnis von 9:1 blieb ihnen nichts. Das Schiedsrichter­kollektiv  über­zeugte.

Wolfgang Schelhorn, der Wieland Kühn vertrat, war enttäuscht: „Wir konnten an die zuletzt in Bad Blankenburg gezeigte Leistung nicht anknüpfen. Der Spielaufbau misslang, weil sich die Abspielfehler häuften. Die Chancenvorteile lagen bei den Gästen, die das Spiel weitaus früher hätten entscheiden können.“

Der Hildburghäuser Mario Lochmann freute sich über den verdienten Sieg, monierte aber die Chan­cenver­wer­tung seiner Mannschaft.

Germania:          Kott, Rinn, Metzmacher, Döring, Gerhardt, Traue, Fernando, Appenroth (46. Hell­muth), Mohamad (67. Werner), Walch, Skotnicki.

Eintracht 06:      Klemm, Heinrich, Schelhorn, Bolz, Wagenschwanz, Eichhorn (81 J. Schmidt), Gott­wald, Dötsch, Holl (67. Hennig), Rottenbach (67. Stanz), Schleicher.

Schieri:                Florian Wüst, Bad Frankenhausen

Zuschauer:         60

Tor:                       0:1  Florian Gottwald (83.)

 

15.9.2012  John Schmidt

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