Germania Ilmenau – SV EK Veilsdorf 0:1 (0:0)

Etwas unglücklich verlor Germania Ilmenau in der Fußball-Landesklasse Süd seinen Heim-Punktspielauftakt.Eigentlich hätten sich die Ilmenauer ein Remis verdient gehabt, denn es war ein typisches 0:0-Spiel, mit nur wenigen Chancen, die aber gleichmäßig auf beide Kontrahenten verteilt waren, und einer hohen Fehlerquote beiderseits. Aber in der 79. Minute wurde auf Ilmenauer Seite eine Linksflanke nicht verhindert und im Abwehrzentrum der Ball verpasst – so erhielt Veilsdorfs Stürmer Dörfel die Chance, das Leder ins linke Eck zu versenken. Trotz neuer Trikots – endlich wieder in den Traditionsfarben grün-weiß – und dem 2:0-Auswärtssieg von Suhl im Rücken zeigte sich dennoch bald, dass die insgesamt sechs Ausfälle (M. Amarell, Gerhardt, Hellmuth, Mohamad, Schwald, Jurisic) beim Gastgeber nur schwer zu kompensieren waren. Der zurück gekehrte Rinn und der reaktivierte Alexy konnten die Lücken auf den Außenbahnen, vor allem offensiv, trotz großen Einsatzes nur bedingt schließen. Zumal einige ihrer Nebenleute diesmal ihre Normalform nicht erreichten. „Unser Spiel lastete auf zu wenigen Schultern, da müssen einige ganz schön nachlegen!“, meinte auch Trainer Wieland Kühn, der zudem monierte, dass man es dem Gegner in der Schlussviertelstunde mit vielen Fouls erleichtert habe, gefährlich vors Ilmenauer Tor zu kommen. Gegen die erwartet robust auftretenden Gäste hatten die Ilmenauer von Beginn an Probleme, den Ball in die vorderen Reihen zu bringen. Deshalb nützte ihnen viel Ballbesitz zunächst nur wenig. Aber auch Veilsdorf, ebenfalls mit drei substanziellen Ausfällen (Erdenbrecher, Trier, Thiel), leistete sich nach vorn, vor allem beim Steilspiel in die Spitze, mehrere krasse Fehler. So gab es beiderseits nur wenige wirklich gute Chancen: Kott zeigte gegen den frei vor ihm auftauchenden Frischmuth eine Glanzparade (29.), doch sein Gegenüber Reimpell stand ihm dann gegen Rinn, nach Vorarbeit von Finn, in nichts nach (32.). Im Gegenzug Riesenglück für Ilmenau, als der Referee eine strafstoßreife Attacke des sonst sehr überzeugenden Döring gegen Otto nicht ahndete (offenbar war ihm da die Sicht verstellt, er hoffte vergebens auf Hilfe vom Assistenten) und anschließend Kott einen Flugball von Langguth gerade noch über die Latte lenkte. Kurz vor der Pause verpasste Skotnicki im Zentrum etwas leichtfertig den Ball nach toller Vorarbeit von Fernando und Rinn (43.). Auch der Heber des Youngsters nach Finns schnell ausgeführtem Freistoß wirkte etwas unkonzentriert (53.). „Man muss jungen Spielern einiges nachsehen – aber es gibt eben Situationen, da bleibt nur eins: Der Ball muss rein!“, kommentierte Trainer Wieland Kühn das. Mitte der zweiten Halbzeit wirkte Ilmenau zwischenzeitlich etwas druckvoller und hatte noch zwei durchaus gute Möglichkeiten für Skotnicki nach Vorarbeit von Fernando (73.) und Rinn (75., abermals gehalten). Dann aber brachten teils krasse Ilmenauer Fehler den SV EK immer besser ins Spiel. Der Gegentreffer deutete sich an und fiel dann auch – leider! Ilmenau kämpfte verzweifelt um den Ausgleich, doch die einzige Top-Chance, die es noch gab, hatte auf der Gegenseite der konternde Schneider, dessen Schuss von rechts Kott gerade noch an die Latte lenkte. (87.).

Ilmenau: Kott – Traue, Döring, Metzmacher, Alexy – Werner (85. T. Schneider), Finn, Fernando, Rinn – Skotnicki, Walch

Veilsdorf: Reimpell – Keller, Goldschmidt, Börner – Simon (73. Schneider), Kreußel, Krämer,Wirsing – Frischmuth (60. Dörfel), Otto, Langguth (90. Hambsch)

Lorenzen (Erfurt) – 80 – 0:1 Dörfel (79.)

Ralf Brückner

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