1. Suhler SV 06 – SV Germania Ilmenau 0:2 (0:1)

In der Schlussphase des vorjährigen Wettbewerbes verlor Germania Ilmenau das fällige Punkt­spiel an gleicher Stelle gegen Gastgeber Suhl mit 0:3. Dreifacher Torschütze war Mant­lik. Vordem in Ilmenau spielend, war sein Gastspiel beim 1. Suhler SV von kurzer Dauer. Er wechselte in die Regionalliga ins fränkische Großbarsdorf. Dabei war neben Wank und Mosert, die ebenfalls Germania in Richtung Suhl verlassen hatten, auch Pilz, der die letzte Niederlage noch mit Ilmenau erlebte. Sie erlebten eine Überraschung. Die Niederlage wie­der­holte sich nicht. Es waren die Gäste, die gut eingestellt von ihrem Trainer Wieland Kühn, sofort die Initiative ergriffen, in die Offensive gingen und dem Spiel ihren Stempel aufdrück­ten. Die Suhler kamen nicht ins Spiel und rannten zu meist ihren Gegen­spie­lern hinterher. Erst nach Verlauf einer halben Stunde konnten sie etwas besser agieren. Das war aber den Gästen geschuldet, die sich einige Abspiel- und Deckungsfehler erlaubten. Genutzt wurden sie nicht, weil die innere Abwehr Germanias und vor allem ihr Schlussmann Kott aufmerksam operier­ten. Die Ilmenauer hatten in der Mittelfeldreihe ihren stärksten Part. Was Fernando bot, war sehens­wert und Finn stand ihm nicht viel nach. Sie waren auch die Initiatoren für die beiden Treffer, die in beiden Halbzeiten frühzeitig fielen und für weitere Gelegenheiten, die die Ilmenauer Angreifer frei vor dem Suhler Tor in Schussposition brachten. Ihnen gegen­über stand mit Andreas Richter ein Tor­wart, der mit Geschick und Glück weitere Torgelegen­heiten zunichte machte.

Das Spiel begann mit einer Schrecksekunde für die Gäste. Döring misslang ein Rückpass auf seinen Keeper. Doch der bereinigte die Situation mit dem Fuß. Dann fanden die Ilmenauer zu ihrem Spiel. Der Ball lief gut in ihren Reihen und das Umsetzen aus dem Mittelfeld heraus in die Spitze gelang. Fernando düpierte zwei Gegenspieler, bediente Appenroth, der frei vor Richter diesen mit einem Flachschuss in die linke Torecke zum 0:1 überwand. Fernando scheiterte an Richter. Er hatte den innen mitlaufenden Walch übersehen. Danach gab es auf der rechten Ilmenauer Abwehrseite einige kleinere Unsicherheiten, die die Gast­geber nicht nutzen konnten. Seyfahrt scheiterte an Kott. Nach einem durch Mosert vergeben Freistoß bediente Finn im Umkehrspiel auf der rechten Seite Werner. Dessen Schräg­schuss wehrte Richter mit Mühe zu Ecke ab. Kurz nach Wiederbeginn erhöhten die Gäste auf 0:2. Skotnicki kam im Suhler Strafraum in Ball­besitz, ließ seinen Gegenüber aussteigen und traf von rechts aus spitzem Winkel unter die Querlatte. Das Spiel der Suhler wurde hektischer und diese bekamen das mit Freistößen quit­tie­rt. Es war für sie nicht förderlich, sich mit dem gut amtie­renden Unparteiischen anzu­le­gen. Sie kamen zu Chancen. Moserts Freistöße waren schlecht plat­ziert. Als er allein vor Kott auftauchte, klärte dieser mit letztem Einsatz. Pilz schoss von der Straf­raum­grenze knapp neben das Tor. Die Gastgeber vernachlässigten ihre Abwehr. Das nutzten Fer­nando und Finn weidlich, ihre Angreifer in Szene zu setzen. Wahl und Mohamad liefen ihren Gegnern mehr­fach davon und standen allein vor Richter. Der behielt aber die Übersicht und verhinderte eine höhere Niederlage. In der Schlussminute wurde Mohamad im Strafraum von den Bei­nen geholt. Richter wehrte den von Finn geschossenen Elfmeter ab.

Wieland Kühn schlussfolgerte nach dem Spiel: „Unsere gute Vorbereitung auf die Saison trägt Früch­te. Meine Mannschaft hat sich durch ihre Fitness selbst belohnt und weitge­hendst spielerisch über­zeugt. Wir kamen durch einige Fehlabspiele dem Gegner entgegen, einige wenige Drucksituationen zu schaffen. Wir hielten aber die Ordnung und gewannen verdient. Das war nicht zu erwarten.“

1. Suhler SV:      Richter, Braun, Wank, Müller (63.Löser), Rienecker, Seyfahrt, Mosert, Greiner, Kühn­­­­stein, Arnold, Pilz.

Germania:          Kott, Traue, Döring, Metzmacher, Gerhardt, Finn, Fernando (88. Schwald), Appen­roth   (76. Mohamad), Werner, Skotnicki, Walch.

Schieri:               Tm Annemüller, Schleusingerneundorf

Zuschauer:         120

Tore:                     0:1 Appenroth (7.), 0:2 Skotnicki (49.).

 

11.8.2012  John Schmidt

1 Kommentar
Kategorien: Allgemein, Männer

1 Kommentar

  1. Top Leistung in Suhl!
    Nur der Halbzeitstand,hätte noch mehr aufhorchen lassen;)

    Dino am 12. August 2012 um 18:34