Landespokal-Ausscheidungsrunde

SV Germania Ilmenau – FC Lok Saalfeld  2:2 (1:0/1:1) 6:7 n. 11m-Schießen

So wie im Vorjahr bei Eintracht Erfurt schied Germania Ilmenau auch dieses Mal bereits in der Vorrunde aus dem Pokalgeschehen aus. Die Gäste sicherten sich das Weiterkommen nach Verlängerung und Elfmeterschießen recht glücklich. Sie kamen mit einer verstärkten Defensivtaktik in den Hammergrund, operierten aus einer Fünferkette, mit Libero spielend, heraus und hatten damit Erfolg. Die Gastgeber kamen ihnen entgegen,weil sie zwar über­wie­gend das Spiel im Mittelfeld bestimmten, eine hohe Fehlerquote im Abspiel die Gäste zum Kontern einlud und Deckungsschwächen die beiden Gegentreffer ermöglichten.

Selbst erarbeiteten sie sich vor allem dann in der Schlussphase eine Reihe von Torgelegen­heiten, die mehrfach von der Gästen, auf der Torlinie stehend, verhindert wurden.

So war Germania-Trainer Wieland Kühn am Ende mit dem Auftreten seiner Mannschaft zu­frieden, weil sie kräftemäßig zum Schluss zulegen konnte und in der Verlängerung die Saal­felder Mannschaft eindeutig beherrschte. Die Ursachen der Niederlage sah er in einer Reihe von einfachen Abspielfehlern und Inkonsequenzen im Abwehrverhalten.

Der Auftakt der Gastgeber war furios. Einen von Finn ausgeführten Freistoß lenkte Gäste-Keeper Knopf über die Querlatte. Die folgende Ecke wurde zu kurz abgewehrt und Fernando traf aus 25 Metern flach in die linke Torecke zum 1:0. Der Saalfelder Torwart rückte bis zum Seitenwechsel mehrfach in den Mittelpunkt des Geschehens. Er verhinderte bei Schüssen von Hellmuth, Skotnicki und Walch einen höheren Rückstand.

Auf der Gegenseite profitierten die Gäste von Ilmenauer Leichtfertigkeiten im Zuspiel. Ein missglückter Ball landete bei Graber. Der startete durch, wurde aber von Fernando noch abgefangen. Gerhardt tat sich zunächst gegen den schnellen Deike auf der Außenposition schwer. Dieser konterte gefährlich und konnte erst im Strafraum gestoppt werden.

Nach Wiederbeginn versuchten die Gäste mit einem langen Ballhalten, die Ilmenauer he­raus­­zulocken. Germania störte erfolgreich, patzte im Abspiel und schuf dem Gegner Konter­möglichkeiten. Als ein kurz ausgeführter Eckball von Graber vors Ilmenauer Tor gehoben wurde, blieb Smirat ungedeckt und köpfte unbedrängt zum 1:1 ein. Die Gastgeber wollten den Sieg und drängten nach vorn. Erneut tauchte Smirat allein vor Kott auf, hob aber den Ball neben das Tor.  Kurz vor Ablauf der regulären Spielzeit lief der lange Wege gehende Fernando in den Saalfelder Strafraum, wurde aber im letzten Moment noch abgedrängt.

Es ging in die Verlängerung. Finns Freistoß in den gegnerischen Strafraum konnte aus dem Gedränge heraus nicht verwertet werden. Jurisic brachte wenig später freistehend den Ball nicht an Knopf vorbei. Der folgende Konter lief über rechts. Müller stand blitzblank vor Kott und köpfte den Flankenball zum 1:2 ein. Nun spielte nur noch eine Mannschaft. Fernando setzte sich vor dem Strafraum durch. Sein Schuss wurde noch abgefälscht und der Ball lan­de­te zum 2:2 im Saalfelder Tor. Es folgte in den verbleibenden zwölf Minuten ein Ilmenauer Anrennen gegen das Tor der Gäste. Mit Glück überstanden sie den Dauerdruck und konnten mehrfach auf der Torlinie stehend, den Einschlag verhindern.

Die Entscheidung musste vom Elfmeterpunkt fallen. Sie fiel zugunsten der Lok-Mannschaft aus. Während Kott bei den fünf Saalfelder Schützen keine Abwehrmöglichkeit hatte, war Germa­nia viermal erfolgreich. Walch setzte den Ball neben das Tor.

Für Ilmenau fällt das Pokalspiel der ersten Hauptrunde gegen Stadtilm in 14 Tagen aus. Der FSV Blau/Weiß muss in Saalfeld gegen Lok antreten.

Der nicht unzufriedene Ilmenauer Trainer Wieland Kühn schlussfolgerte: “ Die konditionelle Verfassung meiner Mannschaft überzeugte mich von ihrer guten Vorbereitung auf die kom­menden Aufgaben. Wir konnten in der Verlängerung noch einiges Zulegen. Es zeigte sich aber auch, dass Leichtfertigkeiten im Spiel die Ergebnisse in Frage stellen. Solche Gegentore darf man nicht zulassen. Die Abspielfehler müssen wir abstellen.“

Germania: Kott, Amarell (73. Werner), Döring, Gerhardt, Metzmacher, Traue, Fernando, Finn, Hellmuth (82. Jurisic), Walch, Skotnicki (78. Schwald).

Lokomotive: Knopf, Glombik, Schlögel (78. Müller), Weiße, Smirat, Warschitschka, Geßner,Graber, Rudolph, Neumann (85. Schulz), Deike.

Schieri: Markus Aldegarmann, Gillersdorf

Zuschauer: 50

Tore: 1:0 Fernando (4.), 1:1 Smirat (63.), 1:2 Müller (102.), 2:2 Fernando (108.)

Elfmeterschießen:

3:2 Finn                       3:3 Weiße

–  Walch                   3:4 Warschitschka

4:4 Döring                   4:5 Smirat

5:5 Fernando              5:6 Rudolph

6:6 Metzmacher         6:7 Geßner

4.8.2012  John Schmidt

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