Testspiel

SV Germania Ilmenau – Spielvereinigung Geratal II 1:0 (1:0)

Die Gäste können auf eine erfolgreiche Saison in der Regionalklasse 3, der jetzigen Kreis­ober­liga Mittelthüringen, zurückblicken. Sie belegten den sechsten Tabellenplatz, schossen bei einem Torverhältnis von 71:58 die meisten Tore und stellten mit Marcel Hielscher, der 29 mal traf den Torschützenkönig. Sie wollten sich auch im Hammergrund beweisen und taten das überlegt durch ein verstärktes Defensivspiel. Germania musste sich gegenüber dem vo­ran­gegangenen Spiel gegen den SV 09 Arnstadt auf eine andere Spielweise einstellen. Die Kreisstädter suchten den Erfolg und operierten offensiv. Das ermöglichte den Ilmenauer, die sich ergebenden Räume zu nutzen. Geratal verengte diese vor dem eigenen Strafraum. Die Gastgeber wurden dazu gezwungen, den Ball im Mittelfeld in den eigenen Reihen zu halten und taten sich mit dem Spiel über die Außenpositionen schwer. Gelang das, hatte es die Gerataler Abwehr um Sebastian Heinze schwer und ihr Tor geriet in Gefahr. Versuche, den Erfolg mit Schüssen aus der Distanz zu erreichen, scheiterten, weil die Genauigkeit fehlte. So war Germania zwar durchgehend feldüberlegen. Es gelang nur ein Treffer, während die Gäste eigentlich nur eine echte Chance in der zweiten Halbzeit hatten, als Oliver Priefer auf der linken Seite ein Ilmenauer Fehlabspiel zu einem Alleingang nutzte, seine Eingabe aber von Silvio Huck neben den Pfosten ins Aus geschlagen wurde. Ansonsten waren ihre Angriffs­bemühungen bescheiden, weil die Ilmenauer Abwehr aufmerksam operierte und ihr Torhü­ter Maximilian Kott kaum gefordert wurde. Marcel Hielscher kam kaum einmal in die Nähe des Germania-Strafraums, um seine Torgefährlichkeit beweisen zu können.

Die Gastgeber suchten von Anbeginn den Torerfolg. Sie versuchten es mit Fernschüssen, weil ihre Kombinationen vor dem Gerataler Strafraum vom Gegner unterbunden wurden. Die Bälle von Marc Fernando und Marcus Finn waren ungenügend platziert, Freistöße ebenfalls.

Erst als es Philipp Skotnicki gelang, nach Doppelpass mit Fernando in den Gästestrafraum einzudringen, hatte der gut aufgelegte Gästetorwart Martin Trefflich keine Abwehrchance. Skoti schob den Ball freistehend in die rechte Torecke zum 1:0. Dieselbe Gelegenheit hatte er noch einmal in der zweiten Halbzeit. Da zielte er aber ungenau und schoss den Ball über die Querlatte. Nach der Halbzeitpause gab es bei den Gastgebern einen zeitweiligen Leer­lauf, den aber die Spielvereinigung nicht zu nutzen wusste. Zum Spielende hin kamen die konditionellen Vorteile der Ilmenauer Spieler wieder zum Tragen.

An dem hoch verdienten Sieg Germanias gibt es keinen Zweifel. Die Gäste standen gut in der Abwehr. Nach vorn gelang ihnen wenig. Wohltuend war die faire Atmosphäre, die auf dem Sportplatz herrschte. Das Schiedsrichtergespann aus dem Ilm-Kreis hatte ein leichtes Amtie­ren.

Germania: Kott, Amarell, Döring, Metzmacher, Gerhardt, Fernando, Finn, Werner (46. Schwald), Walch (75. Laube), Skotnicki (70. Jurisic), Hellmuth (60. Mohamad).

SpVgg II: Trefflich (46. Lange), Heinze, Kohlschmidt, Yorulmaz (46. Roth), Bulko (60. Stö­­ckel), Dobschanetzki, Priefer, Hielscher (82. Trefflich), Lippert, Belger, S. Huck.

Schieri: Markus Aldegarmann, Gillersdorf

Zuschauer: 50

Tor: Skotnicki (36.).

21.7.2012  John Schmidt

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Kategorien: Allgemein, Männer

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