SV 08 Steinach – SV Germania Ilmenau 2:5 (1:2)

Ja es geht noch bei Germania mit dem Toreschießen. Seit dem Spiel in Steinbach/Hallenberg, das von den Ilmenauern mit 5:0 gewonnen worden war, tat sich die Mannschaft schwer, den Ball im gegnerischen Tor unterzubringen. Im letzten Spiel in Suhl vermochte man zwar ein ausgeglichenes Feldspiel zu erreichen, ein Angriffsdruck kam nicht zustande. In Steinach war­tete Wieland Kühn mit einer offensiveren Variante auf und gesellte zu den beiden An­griffs­spitzen Fernando und Walch auf der rechten Seite noch etwas zurückhängend Traue dazu. Da die Mittelfeldreihe mit Jüngling, Finn und Schlott gut agierte und die Bälle schneller von quer nach vorn spielten, wurde das Spiel der Gäste angriffsbetonter und chancenreicher.

Bei den Gastgebern ließ sich Trainer Christian Häusler auf eine Sache ein, die zum Schluss in die Hose ging. Er wechselte nach zwei Minuten die Stammspieler Nico Sesselmann und Lo­renz ein, um sie am nächsten Tag für einen Einsatz in der zweiten Mannschaft freizuhaben. Da er nach der Halbzeit mit der Hereinnahme von Wilhelm seine letzte Möglichkeit aus­schöpf­te, musste seine Mannschaft ab der 72. Minute in Unterzahl spielen. Germania-Kee­per Kott war bei einer Abwehraktion mit Wenke zusammengestoßen. Beide schieden ver­letzungs­bedingt aus. In der verbleibenden Spielzeit wurden die Gastgeber mehrfach ausge­kontert. Für sie hätte es noch schlimmer kommen können. Der nun im Tor stehende Bradsch patzte beim 2:4 und Dobrocki jagte den fälligen Elfmeter in die Wolken.

Die Ilmenauer spielten von Anbeginn offensiv und ließen die Gastgeber nicht zur Entfaltung kommen. Deren erster Angriff hatte es aber in sich. Björn Sesselmann schoss aus der Distanz. Kott wähnte den Ball im Aus und zeigte keine Reaktion. Die Kugel krachte an den rech­ten Pfos­ten. Das sollte bis zur Halbzeit die einzige gefährliche Aktion der Steinacher ge­we­sen sein. Nach einer Viertelstunde gelang Fernando die Ilmenauer Führung. Er nahm rechts eine Diagonalflanke von Döring auf und traf unter die Querlatte. Es ergaben sich wei­tere Gel­e­gen­heiten für Dobrocki (Freistoß) und Finn (Kopfball). In der 45. Minute kon­terten die Stei­na­cher über die rechte Seite. Kott konnte den Flachschuss nur zur Seite abwehren und Paul drückte den Ball zum Ausgleich ins Tor. Vom Anstoß weg wurde der Ball hoch nach vorn ge­schlagen. Zwei Steinacher Abwehrspieler störten sich bei der Abwehr und verpassten den Ball. Den erlief sich Fernando, umspielte den Torwart und schob zum 1:2 ein. Die Ab­wehr­­ak­tion von Pflügner kam zu spät.

Nach Wiederbeginn tauchte Paul allein vor Kott auf, konnte ihn aber nicht bezwingen.

Danach bestimmten die Gäste verstärkt das Spielgeschehen. In der 66. Minute kam es zu dem tragischen Zusammenstoß. Björn Sesselmann schlug einen Freistoß vor das Ilmenauer Tor. Kott faustete den Ball zur Seite. Dabei stießen er und Wenke mit den Köpfen zusammen. Sie erlitten Platzwunden, mussten längere Zeit behandelt werden und ausscheiden.

Germania erhöhte sofort das Tempo und Schlott gelang mit einem sehenswerten Schuss aus dem Hinterhalt in die linke Torecke das 1:3. Postwendend markierte Björn Sesselmann den Anschlusstreffer. Bei seiner ersten Aktion hatte der eingewechselte Bradsch den Ball fallen lassen und der Torschütze schob den Ball über die Torlinie zum 2:3. Die Gäste zeigten sich un­beeindruckt.  Fernando, von Rinn rechts steil geschickt, legte quer ab. Jüngling netzte zum 2:4 ein. Jüngling wurde im Strafraum von den Beinen geholt. Dobrocki setzte den Strafstoß über die Querlatte. Eine Kombination über rechts endete bei Jüngling. Der lenkte den Ball zum 2:5 ins leere Tor.

Steinachs Spieler und Zuschauer reklamierten mehrfach die Entschei­dungen des Unparteiischen. Sie hatten nicht immer recht und taten sich damit keinen Gefal­len.

Wieland Kühn hatte wenig an der Spielweise seiner Mannschaft auszusetzen: „Sie hat das Spiel gut umgesetzt. Der Ball lief gut, wenn auch nicht durchgehend, in ihren Reihen. Der Gegner wurde beherrscht. Es war ein verdienter Sieg.“

Christian Häusler attestierte den Gäs­ten eine gute Leistung: “ Germania hat verdient ge­won­nen. Wir waren ersatzgeschwächt und konnten das nicht ausgleichen“.

SV 08: Möller, Pflügner, Wenke (72. ausgeschieden), Telser, Ross, Hopf (46. Wilhelm), B. Sesselmann, Köhler (2. Lorenz), Gröger, Paul, Domhardt (2. N. Sesselmann).

Germania: Kott (72. Bradsch), Rinn, Dobrocki, Gerhardt (72. Pilz), Döring, Finn, Jüngling, Schlott, Traue (61. Metzmacher),  Walch, Fernando.

Schieri: Danny  Stöcklein, Ummerstadt

Zuschauer: 120

Tore: 0:1 Fernando (13.), 1:1 Paul (45.), 1:2 Fernando (45.), 1:3 Schlott (73.), 2:3 B. Sesselmann (77.), 2:4/2:5 Jüngling (80./90.).

9.6.2012  John Schmidt

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