1. Suhler SV 06 – SV Germania Ilmenau 3:0 (2:0)

Die Suhler dürfen weiter auf den Aufstieg hoffen. Sie bezwangen die Ilmenauer Mannschaft völlig verdient mit 3:0. Die wiederum wollte sich für die 2:3-Hinspielniederlage revan­chieren, dafür fehlte es ihr an diesem Tag an dem erforderlichen Vermögen. Sie bemühte sich zwar und war teilweise im Feldspiel ebenbürtig. Torgefährlich wurde sie aber nicht. Ihre Spielanla­ge war dafür nicht geeignet. Langes Ballhalten im Mittelfeld, Fehlabspiele, mangeln­de De­ckungskonsequenz und fehlendes schnelles Umkehrspiel waren das Hindernis. Anders zeig­ten sich die Gastgeber. Sie verstanden es, die Angriffe der Ilmenauer konsequent schon vor ihrem Strafraum zu unterbinden, spielten aus dem Rückraum heraus schnell auf ihre An­griffs­spitzen und hatten in Mantlik einen laufstarken und konsequenten Vollstrecker.

So wurde Richter im Tor des Suhler SV kaum einmal ernsthaft geprüft, während Ilmenaus Kee­per Kott mehrfach glänzend hielt und seine Mannschaft vor einer noch höheren Nieder­lage bewahrte.

Eine Viertelstunde lang schien alles noch offen zu sein. Beide Mannschaften hielten sich spie­lerisch im Mittelfeld die Waage. Dann geschah es. Die Gäste verloren auf der rechten Angriffsseite in der Vorwärtsbewegung den Ball. Mantlik startete links durch, lief an Rinn vorbei und Kott hatte bei seinem Schrägschuss in die lange Ecke zum 1:0 keine Abwehr­chan­ce.

Germania versuchte, zu antworten. Metzmacher war in gute Position gelaufen. Sein von der Strafraumgrenze abgeschossener Ball strich am linken Pfosten vorbei ins Aus. Es gab gleich da­rauf noch eine Möglichkeit für die Gäste. Finns Diagonalpass verpasste Fernando vor dem Suhler Tor nur knapp.

Die Angriffe der Gastgeber waren zwingender. Kott war zunächst, u. a. durch einen Freistoß von Mosert, nicht zu bezwingen. Als aber Mantlik sich auf der linken Seite einen Steilpass er­lief, musste sich der Ilmenauer Torhüter zum zweiten Male geschlagen geben. Mantlik legte den Ball gekonnt an ihm vorbei in die rechte Torecke.

Die zweite Halbzeit begann mit einer leichten Druckperiode Germanias. Sie führte zu keinem Ergebnis. Dazwischen konterten die Suhler gefährlich. Sie konnten Kott nicht bezwingen und der erhielt noch die Hoffnung auf eine Resultatsverbesserung aufrecht. Es war vor allem Fer­nando, der mehrfach versuchte, in den Strafraum der Gastgeber einzudringen. Ihm fehlte die Unterstützung aus dem Mittelfeld heraus. Er wurde abgedrängt und gestellt.

Die endgültige Entscheidung fiel sieben Minuten vor dem Spielende. Mantlik erhielt den Ball an der Mittellinie. Sein Sololauf wurde nicht unterbunden und nach einem Schuss nahe dem Elfmeterpunkt in die linke Torecke zum 3:0 war das Spiel gelaufen. Es wurde fair ausgetragen und der unauffällig leitende Unparteiische kam ohne Karten aus.

Suhls Trainer Jens Koch machte es kurz:“ Meine Mannschaft hat das ihr vorgegebene Kon­zept gut umgesetzt und verdient gewonnen.“

Ilmenaus Trainer Wieland Kühn war wie gewohnt kritisch: „Wir wurden vom Gegner vorge­führt und hatten keine Chance. Die Ursachen lagen in einer hohen Fehlerquote und in einem ungenügenden Spielaufbau. Erneut wurden einigen meiner Spieler ihre individuellen Schwä­chen aufgezeigt. Ob sie das begreifen, bezweifle ich. Dazu müsste man sie, wie der Philosoph Cicero sagte, erst erkennen. Der Suhler Sieg ist verdient.“

1. Suhler SV: Richter, Wank (41. Braun), Müller, Rienecker, Wohlfahrt, Mosert, Greiner (84. Volkmar), Stößel (65. Löser), Kühnstein, Arnold, Mantlik.

Germania: Kott, Metzmacher (74. Hellmuth), Schlott, Gerhardt, Dobrocki, Döring, Rinn, Finn, Jüngling, Walch (59. Werner), Fernando.

Schieri: Jens Müller, Schmiedefeld (Kreis Saalfeld-Rudolstadt)

Zuschauer: 155

Tore: 1:0/2:0/3:0 Mantlik (11./44./83.)

2.6.2012  John Schmidt

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