SV Germania Ilmenau – SV Neuhaus/Schierschnitz 3:1 (0.0)

Die Gastgeber wollten nach drei hintereinander erlittenen Niederlagen wieder einen Sieg gegen die vom Abstieg bedrohten Schierschnitzer einfahren. Sie hatten bereits im Hinspiel auf dem Sportplatz Biene Mühe, den defensiv operierenden Hausherren ein 1:1-Remis abzu­ringen. Bedingt durch den Ausfall einer Reihe verletzter  bzw. gesperrter Spieler wie Döring, Rinn, Pilz, Amarell war der  die­sesmal coachender Wolfgang Schelhorn gezwungen,  die Mannschaft auf einigen Positionen umzubesetzen. Das machte sich in der Anfangsphase be­merkbar, denn Germania kam nur schwer ins Spiel. Dazu machte sich bei Finn eine Abduk­to­renverletzung bemerkbar, die ihn in der Halbzeit zum Ausscheiden zwang.

Überraschenderweise suchten von Anbeginn die Gäste das Spiel offen zu gestalten und hat­ten auch die erste gute Gelegenheit, in Führung zu gehen. Gelbricht tauchte frei vor Kott auf, der reaktionsschnell mit dem Fuß den Ball zur Ecke abwehrte. Den nachfolgenden Eckball köpfte Andreas Löffler knapp neben das Tor.

Germania fand danach besser ins Spiel, erzeugte aber wenig Angriffswirkung. Der Gegner wurde mehr in die Abwehr gezwungen und konnte sich nur mittels einiger Freistöße behaup­ten. Die wurden zumeist von Finn ausgeführt und waren kaum wirkungsvoll. Bei Schüssen von Fernando und Jüngling zeichnete sich Gäste-Torwart Reinhard Meusel aus.

Nach der Halbzeitpause und mit der Hereinnahme von Walch in den Angriff wurden die Ilme­nauer Aktionen zwingender. Die Gäste zogen sich verstärkt zurück und waren nur noch auf Torsicherung bedacht. Sie konterten vereinzelt. Die Chancen häuften sich für die Gastgeber. Nach einem schönen Angriffszug traf Traue nur den rechten Pfosten.

Eine Unaufmerksamkeit in der Germania-Abwehr ermöglichte den Gästen einen Gegen­an­griff. Schmidt tauchte allein vor Kott auf, der den Ball reaktionsschnell mit dem Fuß abwehr­te. Dann fasste sich Metzmacher ein Herz, schoss aus der Distanz von rechts und der links lau­fen­de Jüngling drückte den Ball zum 1:0 in die kurze Torecke.

Germania blieb weiter im Vorwärtsgang und dabei verlor Metzmacher den Ball, der diagonal auf Gelbricht gespielt wurde. Der lief von rechts frei auf Kott zu und erzielte mit einem Schuss in die lange Torecke den 1:1-Ausgleich.

Noch waren fünf Minuten zu spielen und die Gastgeber verstärkten noch einmal den Druck auf das Gästetor. Schlott tauchte im gegnerischen Strafraum mit auf, behielt frei vor Meusel die Übersicht und schob den Ball überlegt flach in die linke Torecke zum 2:1.

Die Gäste konnten nicht mehr dagegen halten. Fernando wurde von ihren Keeper von den Beinen geholt und verwandelte den fälligen Strafstoß selbst sicher zum 3:1.

Der Schiedsrichter überzeugte durch eine tadelsfreie Spielleitung.

Schelhorn äußerte sich nach dem Spiel wie folgt. „Wir wollten unbedingt gewinnen, taten uns zunächst sehr schwer und kamen kaum ins Spiel. Mit den Kräfteabbau der Gäste wurden wir in der zweiten Halbzeit überlegen, reagierten auch sofort nach dem Gegentor und ge­wan­nen verdient. Philipp Traue spielte im Mittelfeld eine gute Rolle.“

Germania: Kott, Metzmacher, Dobrocki, Gerhardt, Schlott, Traue, Jüngling, Finn (46. Walch), Werner (82. Hellmuth), Fernando, Jurisic.

SV Neuhaus: R. Meusel, K. Meusel , A. Löffler, (90. GR), Gelhaar, Gläser, Gelbricht, Ehnes, T. Löffler, S. Schmidt (79. L. Schmidt), Stellmacher, Winterstein.

Schieri: Daniel Vollmann, Waltershausen

Zuschauer:      75

Tore: 1:0 Jüngling (76.), 1:1 Gelbrich (85.), 2:1 Schlott (87.), 3:1 Fernando (90. 11m).

19.5.2012  John Schmidt

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