SG Kaltennordheim/Fischbach – SV Germania Ilmenau 3:2 (2:1)

egenüber der Vorwoche in Saalfeld zeigte Germania von Beginn an ein anderes Auftreten. Die Mannschaft übernahm sofort die Initiative, kam zu guten Gelegenheiten, die aber erneut ausgelassen wurden. Die Gastgeber kamen nach einer Viertelstunde zum ersten Angriff und zur Führung. Halbherzig war er unterbunden worden. Die Ilmenauer Antwort folgte. Mit einem schnellen Angriff über rechts mit anschließender Spielverlagerung wurde der Aus­gleich erzielt. Die Platzmannschaft ging durch einen Freistoß erneut in Front. Er wurde ver­wandelt, als Kott noch die Mauer stellte. Der Unparteiische hatte das Spiel nicht freigege­ben, ließ aber den Treffer gelten. Unmittelbar nach Wiederbeginn gelang Werner nach schöner Vorarbeit von Fernando das 2:2. Ein erneuter Freistoß mit anschließendem Kopfball sorgten in der Schlussphase für den einheimischen Sieg.

Beide Mannschaften begegneten sich auf Augenhöhe mit spieltechnischen Vorteilen für Ger­mania. Die aber reichten nicht aus, um das Spiel letztlich für sich entscheiden zu können. In einigen Situationen wirkten die Ilmenauer geistig zu unbeweglich und ermöglichten dem Gegner Vorteile, die sie für sich nutzten. Es ist müßig, eine Schuld für die Nieder­lage bei dem über­forderten Schiedsrichter zu suchen. Seine Entscheidungen ermöglichten zwar die zu den Gegentreffern führenden Gelegenheiten. Es gab jedoch genügend andere Situationen, die bei größerer Konzentration und Cleverness erfolgreicher abgeschlossen werden konnten.  Ein Ausdruck ist auch das Eckenverhältnis von 10:4 für Germania, aus dem kein Kapital ge­schlagen werden konnte.

Schon nach vier Minuten stand Fernando frei vor Keeper A. Salzmann und schoss, sicher über­rascht, den Ball über die Querlatte. Der von Jüngling getretene 29Meterfreistoß ging knapp über das SG-Tor.

Nach 15 Minuten Offensive der Gäste konterten die Einheimischen über die linke Seite. Der Ball wurde nach innen gebracht und von Steinmetz unter Bedrängnis aus Nahdistanz in die rechte Torecke gestoßen.

Germania ließ sich nicht von seiner Linie abbringen. Fernando lief über rechts in den geg­nerischen Strafraum und legte den Ball nach innen. Jüngling gewann den Zweikampf und köpfte zum 1:1 ins Tor.

Ilmenauer Proteste folgten dem 2:1. Als Kott noch dabei war, seine Abwehr zu formieren, führte Kerschner den Freistoß aus. Der Ilmenauer Torwart brachte zwar noch eine Hand an den Ball, musste ihn aber passieren lassen. Seine Mitspieler erwarteten den Anpfiff des Referees. Der war ausgeblieben.

Die zweite Halbzeit begann mit einer schönen Kombination, die von Jüngling zu Fernando lief und dessen Eingabe Werner direkt zum 2:2 verwandelte.

In der folgenden kampfbetonten Auseinandersetzung, die im Rahmen blieb, aber durch den Unparteiischen mehrfach  durch nicht nachvollziehbaren Entscheidungen zur Aufregung auf beiden Seiten führten, hatten die Gastgeber letztlich das Glück gepachtet.

Ein weiterer Freistoß von rechts vor das Ilmenauer Tor geschlagen, erreichte den freistehen­den Döll und der köpfte den Ball in die linke Torecke zum 3:2. Anschließend stürmten die Gäste einschließlich Torwart Kott. Der mögliche Ausgleich blieb ihnen versagt.

SG-Trainer Reinhardt Stopfel schlussfolgerte: „Es war ein umkämpftes Spiel mit spielerischen Vorteilen für die ebenbürtigen Ilmenauer. Wir haben uns den Sieg durch unseren Einsatz verdient.“

Germania-Trainer Wieland Kühn zog folgendes Fazit: „Meine Mannschaft hat diese Nieder­lage nicht verdient. Sie zeigte ein anderes Auftreten gegenüber der Vorwoche. Ich kann aber nicht daran vorbeigehen, dass einige meiner Spieler motorisch und auch geistig zu unbeweg­lich wirkten und so dem Gegner in die Karten spielten. So vergaben wir Torgelegenheiten und ermöglichten ihm Möglichkeiten zu Gegentreffern. Wir waren zu blauäugig.“

SG K/F: A. Salzmann, P. Salzmann, Fuß, F. Döll, Wolf, Markert, Steinmetz (90. Tenkot­te), Kerschner, Dreßler, Wilhelm, R. Döll.

Germania: Kott, Rinn, Dobrocki, Metzmacher, Gerhardt, Schlott, Finn, Jüngling, Werner (68. Hellmuth), Walch (65. Jurisic), Fernando

Schieri: Christopher Wittler, Suhl

Zuschauer: 100

Tore: 1:0 Steinmetz (14.), 1:1 Jüngling (20.). 2:1 Kerschner (30.), 2:2 Werner (47.), 3:2 Florian Döll (82.).

16.5.2012  John Schmidt

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