FC Lokomotive Saalfeld – SV Germania Ilmenau 2:1 (2:0)

Die Ilmenauer hatten bedingt durch Verletzungen und die Tatsache, dass neben der Landes­klassenmannschaft auch die Zweite und die A-Junioren gleichzeitig spielten, personelle Prob­leme. So trat die erste Mannschaft nur mit einem Wechselspieler in Saalfeld an, während die A-Junioren sogar nur mit zehn Aktiven in Leinefelde angereist waren.

Das aber kann auf keinen Fall als Ursache für die schwache Leistung Germanias in der ersten Halbzeit auf dem Saalfelder Lok-Platz gegen die abstiegsbedrohte Heimmannschaft angese­hen werden. Diese wusste um die Bedeutung des Spieles, kämpfte um jeden Ball und ver­stand es auch, durch Spielverlagerungen diesen in den eigenen Reihen zu halten.

Die Gäste dagegen kamen überhaupt nicht ins Spiel, gingen halbherzig in die Zweikämpfe und erlaubten sich viele Ballverluste, die letztlich auch zu zwei Gegentoren führten.

Das änderte sich nach Wiederbeginn. Germania kam zum frühen Anschlusstor und erspielte sich Chancen gegen einen Gegner, der ab der 66. Minute in Unterzahl wegen einer Ampel­karte operieren musste. Die vorhandenen Gelegenheiten blieben trotz ständiger Überlegen­heit ungenutzt. Unter anderem stand der Pfosten dem Ausgleich im Wege.

Die Gastgeber begannen mit Windunterstützung und kamen zur ersten Gelegenheit. Germa­nia-Keeper Kott kam im Herauslaufen nicht an den Ball und Graber köpfte die Kugel neben das leere Tor. Der Lok-Stürmer machte weiter auf sich aufmerksam. Die Gäste gingen an der linken Grundlinie halbherzig zum Gegner. Dessen Flankenball schoss Graber rechts freiste­hend in den linken Torwinkel zum 1:0.

Germania war in der Vorwärtsbewegung. Das Abspiel landete beim Gegner. Der folgende Kon­ter wurde durch Foul unterbunden. Graber setzte den Freistoßball aus 25 Metern in das linke Tordreieck zum 2:0.

Die Gäste blieben weiter blass. Chancen waren Mangelware.

Das Anspiel zur zweiten Halbzeit sah eine andere Germania-Mannschaft auf dem Platz.

Jüngling lief über die rechte Seite dem Lok-Torwart entgegen und traf zum 1:2 in die lange Torecke.  Metzmacher passte von rechts auf Jüngling zurück. Dessen Ball strich knapp am linken Pfosten vorbei. Deike foulte kurz hintereinander zweimal und sah Gelb-Rot.

Die Gastgeber igelten sich ein und kamen kaum noch einmal über die Mittellinie.

Traues von links geschossener Ball prallte vom linken Pfosten ins Feld zurück.  Fernando setzte einen Freistoß knapp neben das Tor. Als dann noch Jüngling um wenige Zentimeter das Tor verfehlte, konnten die Gastgeber über den glücklichen Punktgewinn jubeln.

Der Unparteiische überzeugte durch eine klare Spielleitung.

Germania-Trainer Wielnd Kühn machte aus seiner Unzufriedenheit keinen Hehl: „Unser Spiel war nicht landesklassentauglich. Wir haben die erste Halbzeit verschenkt. Nach Wiederbe­ginn kamen wir besser ins Spiel, taten uns aber gegen einen dezimierten Gegner schwer. Meine Spieler waren gedanklich nicht dabei und ermöglichten durch einfache Fehler die Gegentore. Ein Unentschieden wäre das Maximum gewesen.“

FC Lok: Lieske, Sablowski (90. Smirat), Dörfler, Weiße (83. Erdmann), Warschitschka, Müller, Gessner, Graber (87. Rudolph), Neumann, Deiker (66. GR), Heilmann.

Germania: Kott, Rinn, Metzmacher (78. Werner), Dobrocki, Gerhardt, Schlott, Traue, Finn, Jüngling, Walch, Fernando.

Schieri: Sebastian Postel, Erfurt

Zuschauer: 162

Tore: 1:0/2:0 Graber (14./25.), 2:1 Jüngling (50.)

12.5.2012  John Schmidt

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