SG Steinbach/Herges-Hallenberg – SV Germania Ilmenau 0:5 (0:1)

Germania musste nach Meinung von Trainer Wieland Kühn den schweren Gang auf das Steinbacher Köpfchen antreten, denn die dort beheimatete SG hatte die letzten vier Spiel mit einem Torverhältnis von 17:2 für sich entschieden. Er selbst hatte personelle Probleme. Die bulgarischen Sportfreunde waren auf eigenen Wunsch wieder in ihre Heimat zurückge­kehrt. Metzmacher und Döring fehlten wegen dienstlicher Verpflichtungen. Dazu kamen die Langzeitverletzten Pilz und Kirsten. Er baute auf die Jugend. Mit Amarell, Walsch und A-Junior Hellmuth hatte er drei Angreifer zur Verfügung. Deshalb baute er seine Mannschaft um und trat mit einem variablen 4-3-3 auf dem Sport­platz Köpfchen an. Die Doppelachse im Rückraum besetzte er mit Dobrocki und Schlott und im Mittelfeld mit Jüngling und Finn. In die Angriffsmitte stellte er Fernando, begleitet außen von Amarell und Walch .

Diese Formation schlug voll ein. Sie übernahm von Beginn an die Regie, spielte den offen­si­ven Part und ließ die Heimmannschaft kaum einmal vor das Germania-Tor kommen.

Bei den Gästen gab es spielerisch keinen Ausfall. Lediglich die Chancenverwertung ließ in der ersten Halbzeit zu wünschen übrig. Nach der frühen Führung vergaben Walch und Amarell einige gute Gelegenheiten. Das war ihrem Drang, es besonders gut machen zu wollen, ge­schuldet und verbesserte sich nach Wiederbeginn. Gelungene Kombinationen führten zu Toren. Die Gastgeber gingen leer aus, weil sich auch Germania-Keeper Kott in guter Ver­fassung zeigte und dreimal bei Konterangriffen der Gastgeber glänzend reagierte.

Schon in der Anfangsphase ergaben sich eine Reihe von Torgelegenheiten für die Gäste. Walch war freigespielt worden, verzögerte aber den Abschluss. Dobrocki hämmerte einen Freistoß in die Mauer. Den Nachschuss setzte Gerhardt neben das Tor. Neuzugang Traue schlug eine scharfe Eingabe vors Tor. Fernandos Schuss wurde zur Ecke abgefälscht.

Nach Einwurf vor das Gastgebertor brachten die Einheimischen den Ball nicht weg und Schlott traf von zehn Metern zum 0:1 in die linke Torecke.

Mehrfach nutzte Fernando seine Schnelligkeit und bediente seine Außenstürmer. Denen gelang der Abschluss nicht. Fernando selbst umspielte den gegnerischen Torwart, verfehlte aber aus spitzem Winkel das Tor.

Die Hausherren hatten nur eine Torchance. Endter nahm einen Eckball direkt. Der ging aber ins Aus. Dobrocki und seine Nebenleute ließen nicht mehr zu.

In der zweiten Halbzeit dominierten die Gäste weiter. Nach weiteren Gelegenheiten traf Fer­nan­do über den zu weit vor seinem Tor postierten Nattermann zum 0:2 unter die Querlatte.

Er erhöhte wenig später auf 0:3. Dem ging eine sehenswerte Kombination, die von Jüngling über Finn zum ihm lief, voraus. Er hatte nur noch das leer Tor vor sich. Nach Steilpass von Rinn lief Jüngling über rechts in den Strafraum und traf aus spitzem Winkle zum 0:4 in die lange Torecke. Den Abschluss bildete ein weiterer Spielzug zwischen Schlott, Fernando und Walch. Letzterer schoss von links den Ball in die kurze Ecke zum 0:5.

Für die Gastgeber ergaben sich im Konter zwei Möglichkeiten. Fischer und Luck liefen jeweils allein auf Kott zu. Der aber reagierte glänzend und wehrte die Bälle ab.

Die Leitung des Spiels hatte ein junges Kollektiv mit Martin Nadstawek aus Erfurt an der Spit­ze inne. Es machte seine Sache ausgezeichnet.

Wieland Kühn freute sich am Ende über das Auftreten seiner Mannschaft und seiner gelun­ge­nen Taktik: „Meine Jungen zeigten sich körperlich fit, zeigten eine hohe Laufbereitschaft und überzeugten spielerisch. Sie orientierten sich offensiv nach vorn, bügelten eigene Fehler und ausgelassene Chancen wieder aus und spielten die Tore gut heraus.“

Gastgeber-Trainer Siegmar Schuckai meinte resigniert: “ Germania war präsenter und ließ uns keine Chance.“

SG Stbch/Herges: Nattermann, Fischer, Marr, Endter (64. Fischer), Kaiser (76. Holland-  Nell), Fleischhauer, Schindler, Ronis (24. R. Holland-Moritz), K. Holland- Moritz, Menz, Luck.

SV Germania: Kott, Rinn, Schlott, Dobrocki, Gerhardt, Traue, Finn, Jüngling, Amarell (65. Hellmuth), Fernando, Walch.

Schieri: Martin Nadstawek, Erfurt

Zuschauer: 100

Tore: 0:1 Schlott (14.), 0:2/0:3 Fernando (65./69.), 0:4 Jüngling (75.), 0:5 Walch (85.).

28.4.2012  John Schmidt

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