SV Germania Ilmenau – SV Stahl Unterwellenborn 1:1 (0:0)

Die Ilmenauer Zuschauer verließen etwas enttäuscht das Hammergrundstadion. Ihre Mann­schaft war zwar einsatzmäßig um den Erfolg bemüht, spielerisch war aber vieles offenge­blieben. Diese sah sich außerstande, dem kompakt stehenden Gegner mit technischen Mit­teln zu begegnen. Ballverluste, Abspiel- und Stellungsfehler ermöglichten den Gästen im Spiel zubleiben, Tore zu verhindern und selbst im Konter zu Gelegenheiten zu kommen. So blieben bei Ilmenau Chancen ungenutzt, während Unterwellenborn nach dem Führungstor der Gast­geber durch deren Nachlässigkeit schnell zum Ausgleich kam.

Die Gastgeber waren von Beginn an um ein offensives Spiel bemüht, konnten aber zunächst keine Wirkung erzielen. Sie hielten die Bälle im Mittelfeld zu lange und der Gegner konnte sich ergebende Lücken zustellen. Erst zwei Distanzschüsse von Jüngling und Fanev hatten einen gefährlichen Zuschnitt. Die Bälle gingen aber am Tor vorbei. Danach zeigte sich der Gast, kam zu drei Eckbällen und zur ersten Gelegenheit. Ein von links hereingeschlagener Eckball passierte den Germania-Strafraum und Heubach verpasste freistehend die Kugel nur knapp. Die Ilmenauer Chancen waren zu zählen. Nach Sololauf und Flanke von Fernando über links vergab Milyanov die Möglichkeit. Ein von Dobrocki aus der Distanz ausgeführter Freistoß wurde abgefälscht und ging an den linken Pfosten. Schließlich wehrte  Gäste-Keeper Lanz mit einer tollen Reaktion einen Freistoß von Fernando auf der Torlinie ab.

Gleich nach Wiederbeginn lief Fernando auf der rechten Seite durch. Seine Eingabe erreichte Jüngling, der von der Strafraumgrenze den Ball zum 1:0 in die rechte Torecke setzte.

Als die Unterwellenborner einen Konter über links zur Grundlinie führten, wurde der nicht ener­gisch unterbunden. Der Ball gelangte zu dem rechts freistehenden Ehle, der keine Mühe hatte, diesen aus Nahdistanz im Ilmenauer Tor zum 1:1 unterzubringen.

Die folgenden Aktionen der Gastgeber zeigten zwar den Willen, das Spiel für sich zu ent­schei­den. Dabei blieb es auch, denn das Klein-Klein wurde übertrieben. Die Gästeabwehr wurde vor keine größeren Probleme gestellt. Eine weite Flanke führte auf der Gegenseite zu Hohmuth, Der stand allein vor Kott, schoss aber neben das Tor.

Kurz vor Spieleende konnte Fernando das Spiel für Germania doch noch entscheiden. Er setzte sich vor dem Strafraum durch, kam vor Lanz an den Ball, schoss aber über die Quer­latte. So blieb für die Gastgeber es beim einzigen Positiven, nicht verloren zu haben.

Ilmenaus Trainer Wieland Kühn zeigte sich enttäuscht: „Das Auftreten einiger meiner Spieler reichte nicht aus und verdienten sich die Note sechs.  Es fehlte die mannschaftliche Ge­schlos­senheit.  Der Gegner machte es uns nicht leicht, aber unsere Fehler in der Vorwärts­be­we­gung ermöglichten ihm die Konter und eine Leichtfertigkeit das Gegentor.“

Germania: Kott, Rinn, Dobrocki, Gerhardt, Döring, Schlott, Fanev, Metzmacher (75. Ama­rell), Milyanov (69. Walch), Jüngling, Fernando.

Stahl: Lanz, Benz (37. Lerche), Rühr, Arper, Reichmann (59. Hohmuth), Gretsch, Per­thun, Heubach, Ehle, Reichmann (80. Buschmann), Kowallek.

Schieri: Chris Rauschenberg, Wenigerlupnitz

Zuschauer: 60

Tore: 1:0 Jüngling (47.), 1:1 Ehle (55.).

21.4.2012  John Schmidt

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