TSV Germania Sonneberg-West – SV Germania Ilmenau 1:4 (1:1)

Der unebene Platz und ein starker Seitenwind boten für ein technisches Spiel nicht gerade die besten Voraussetzungen. Die Ilmenauer Gäste stellten sich auf die gegebenen Be­din­gungen ein und versuchten mit spielerischen Mitteln den nicht zimperlich zu Werke ge­henden Gastgebern zu begegnen. Im Mittelfeld überzeugten Finn und Fanev, spielten ihre Routine aus und brachten mehrfach ihre Angriffsspitzen in gute Schussposition. Es war ein Mangel, dass die gegebenen Chancen nicht konsequent zum Abschluss gebracht wurden. So blieben die Gastgeber zunächst im Spiel und kamen kurz vor der Pause zum Ausgleich. Sie besiegten sich aber durch ihre Disziplinlosigkeit selbst, verursachten Strafstöße, reduzierten sich und hätten in der Schlussphase weitaus höher verlieren können. Da aber ging Germania leichtfertig mit den sich bietenden klaren Gelegenheiten um.

Germania bestimmte von Anbeginn das Spiel und ging frühzeitig durch Finn in Führung. Er traf von der Strafraumgrenze in den rechten Torwinkel. Den Gästen bot sich Gelegenheit, das Ergebnis auszubauen. Die Distanzschüsse von Metzmacher und Finn lagen knapp neben dem Sonneberger Tor. Ein schöner Spielzug führte über Schlott und Rinn zu Fernando. Der scheiterte aus Nahdistanz an Torwart Bohnenstengel. Der TSV verlegte sich auf Konteran­griffe, die zumeist über Torjäger Büchner liefen. Der wurde aber durch die Ilmenauer Ab­wehr gut kontrolliert. Kurz vor dem Pausenpfiff kamen die Gastgeber hintereinander zu drei Eckbällen. Der dritte führte zum überraschenden Ausgleich. Die Gästeabwehr wehrte den Ball zu kurz ab und Rexheuser staubte aus nächster Nähe ab.

Nach Wiederbeginn wurde die Partie seitens der Gastgeber hektischer geführt. Hinter dem Rücken des Unparteiischen trat Rau Rinn im Strafraum von hinten in die Beine. Assistent Wilhelm zeigte das Foul an und Rau wurde des Feldes verwiesen. Den fälligen Elfmeter verwandelte Finn sicher in die linke Torecke zum 1:2. Dem 1:3 ging erneut ein Strafstoß voraus. Der agile Fanev flankte in den Strafraum und ein Sonneberger Spieler nahm bei der Abwehr die Hand zur Hilfe. Fernando ließ Bohnenstengel bei der Ausführung keine Chance und traf scharf in die rechte Torecke zum 1:3. Die Sonneberger versuchten in Unterzahl, eine Resultatsverkürzung zu erreichen. Sie spielten unkontrolliert nach vorn und erzielten keine große Wirkung. Dafür war ihre Abwehr scheunenoffen. Mehrfach überliefen die Fernando, Jüngling und Co ihre Kontrahenten, standen frei vor dem gegnerischen Keeper und verschlu­derten regelrecht die Bälle. Erst als Metzmacher rechts steil geschickt wurde, traf dieser zum 1:4 hoch in die linke Torecke.

Ein Lob verdiente sich Schiedsrichter  Tim Annemüller und seine Assistenten, die sich durch das ständige Reklamieren der Gastgeber und durch Anfeindungen der Zuschauer nicht von ihrer klaren Linie abbringen ließen.

Wolfgang Schelhorn vertrat den aus privaten Gründen nicht anwesenden Trainer Wieland Kühn und schlussfolgerte nach dem Spiel. „Wir haben das Spiel bestimmt, verloren aber kurz vor der Halbzeitpause für kurze Zeit unsere Linie und mussten den Ausgleich hinnehmen. Wir kamen nach Wiederbeginn gut ins Spiel zurück, gingen verdient in Führung und ließen zum Spielende hin die Gelegenheit aus, weitaus höher zu gewinnen. Die Mannschaft bot eine geschlossene Leistung.“

TSV Germania: Bohnenstengel, Haase, Meisel, Rau (54. Platzverweis), Rexheuser (67. Gögel), Kirchner, Fischer, Schwesinger, Büchner, Heßland, Dorst.

SV Germania: Kott, Metzmacher (90. Walsch), Dobrocki, Gerhardt, Schlott, Döring, Rinn, Jüngling, Finn, Fanev (83. Milyanov), Fernando.

Schieri: Tim Annemüller, Schleusinger-Neundorf

Zuschauer: 120

Tore: 0:1 Finn (11.) 1:1 Rexheuser (43.), 1:2 Finn (60. Foulstrafstoß) 1:3 Fernando 68. Handstrafstoß), 1:4 Metzmacher (88.).

15.4.2012  John Schmidt

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