Als Anfang der 60er Jahre Tausende in Steinach den Fellberg hinauf ins neu errichte Stadion pilgerten und ihrer Oberliga-Mannschaft zujubelten, war unter ihnen auch der zwölfjährige Wolfgang Schelhorn. Der Torwart der Schülermannschaft von Motor war wie viele andere begeistert von der Spielkultur seiner Vorbilder, wie Werner Linß, Günter Queck, Herbert Fölsche Horst Schelhammer u. a., vor allem aber dem zwischen den Pfosten stehenden Klaus Heinzel. Wie jubelte er mit 25.000 Anhängern, als dieser mit seinen Paraden den 2:1-Erfolg über den FC Carl-Zeiss Jena sicherte. Von da an sah Wolfgang, der auch als Feldspieler eine gute Figur abgab, seine Mission im Tor. Seine ersten Sporen verdiente sich Wolfgang Schel­horn 1972/73 in der DDR-Liga bei Motor Steinach. Sein späterer Weg führte ihn nach Stral­sund. Dort leistete er seinen Mili­tärdienst ab und lernte seine Frau Marita kennen. Für die ASG Vorwärts Stralsund war Wolf­gang sehr willkommen. Er verstärkte das Bezirksligateam. Nach Beendigung seines Wehr­dienstes überredete ihn ein Mannschaftskamerad, mit ihm nach Schwedt zu gehen, weil die dortige DDR-Ligamannschaft einen zuverlässigen Torwart suchte. Wolfgang Schelhorn be­stritt für Chemie PCK Schwedt 21 Punktspiele. Als dann sein Trainer Volker Benes das Ange­bot von Chemie IW Ilmenau, zukünftig im Hammergrund zu wirken, annahm, wurde sein Verlangen nach dem Thüringer Wald wieder geweckt und er kam 1978 mit seiner Familie nach Ilmenau. In 145 DDR-Ligaspielen überzeugte Wolfgang Schelhorn seine Anhänger von seinem enormen Können zwischen den Pfosten und erwarb sich auch im Beruf und durch seine Kameradschaftlichkeit Achtung und Anerkennung. Nunmehr 60 Jahre ist er aus der Alte Herren-Mannschaft Germanias nicht wegzudenken, steht im Tor oder auf dem Spielfeld noch seinen Mann. Nach der Wende verbrachte er mit seiner Familie aus beruf­lichen Grün­den, die einen sportlichen Hintergrund hatten, einige Zeit im fränkischen Bad Rodach. Es zog ihn aber wieder nach Ilmenau zu seinem Freundes- und Bekanntenkreis. Wolfgang Schelhorn nahm eine Tätigkeit als Bus-Fahrer auf und hat viele zu grüßen, die ihm auf der Fahrt durch die Stadt begegnen. Seine sportlichen Leistungen im Hammergrund sind nicht vergessen.

Herzlichen Glückwunsch, lieber Wolfgang zum 60. Geburtstag.

13. April 2012  John Schmidt

1 Kommentar
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  1. Gratulierte Dir nachträglich und wünsche weiterhin alles Gute! Volker Benes

    Benes am 25. Oktober 2015 um 09:10