SV Germania Ilmenau – 1. FC Sonneberg 2004 0:1 (0:0)

Mit dem Gegentor in der 85. Minute, das der Sonneberger Dorst erzielte, ging im Hammer­grund eine sehenswerte Serie der Germania-Mannschaft zu Ende. Sie hatte bis dato alle Spiele einschließlich der Testbegegnungen  erfolgreich gestaltet und dabei nur zweimal Remis gespielt. Ein Torverhältnis von 65:8 stand zu Buche und die ersten fünf Punktspiele wurden zu Null abgeschlossen. Mit 13 Punkten und 14:0 Toren bei einem noch ausstehen­den Spiel war Germania am erfolgreichsten in die Frühjahrssaison gestartet. Das Spiel gegen den Spitzenreiter Sonneberg genoss deshalb eine besondere Brisanz. Es stand bis kurz vor dem Abpfiff auf des Messers Schneide. Dann ermöglichte eine Deckungsschwäche den frei­stehenden Dorst den Gegentreffer. Die Begegnung hatte kein großes spielerisches Niveau. Sie wurde kampfbetont ausgetragen, lebte aufgrund vieler Abspielfehler von Zufällen. Das führte zu einer Reihe guter Torgelegenheiten, die leichtfertig vergeben oder Beute beider Torhüter wurden, die sich in bester Form darstellten.

Germania-Trainer Kühn musste wegen dem Ausfall von Dobrocki, Pilz, und Schlott seine komplette Abwehr umstellen. Durch die Zurücknahme von Jüngling in die Viererkette fehlte dieser beim Spielaufbau. Fanev und Milyanov konnten ihn nicht ersetzen und darunter litt das Ilmenauer Angriffsspiel. Zu langes Ballhalten und daraus resultierende Abspielfehler führten zu gefährlichen Konterangriffen der Gäste, die überwiegend über Büchner und Funke liefen.

Die erste Halbzeit verlief ausgeglichen. Es gab Gelegenheiten für beide Kontrahenten. Einige Freistöße brachte Finn gekonnt in den Sonneberger Strafraum. Amarell köpfte und schoss später neben das Tor. Metzmacher traf die Querlatte, den Nachschuss  wehrte Keeper Heß zur Ecke ab. Heß parierte direkt Finns Freistoß. Milyanov verzögerte beim Abschluss.

Büchner bekam einen abgefälschten Ball vor die Füße und schoss aus Nahdistanz übers Ger­ma­nia-Tor. Dorst traf allein vor Kott stehend, den Ball nicht voll.

Der zweite Abschnitt begann mit einer Druckperiode der Gäste. Die Ilmenauer kamen vor­über­gehend ins Schwimmen. Sonneberg schlug daraus kein Kapital. Germania kam wieder ins Spiel. Fanev setzte einen noch abgefälschten Freistoß von Finn übers Tor und übersah bei seinem Fehlschuss  den innen mit gelaufenen Walch.

Dörings Fehlabspiel ermöglichte Büchner einen kapitalen Schuss. Kott lenkte den Ball übers Tor. Funke und Büchner liefen gemeinsam dem Germania-Tor entgegen. Funke vergab die Chance.

Nach weiteren Gelegenheiten für Milyanov und Wahl, starteten die Gäste einen Konteran­griff über die linke Seite. Büchner setzte sich an der Grundlinie durch. Sein Zuspiel erreichte den freistehenden Dorst und der traf in die rechte Torecke zum 0:1. Das Spiel war entschie­den.

Schiedsrichter Thomä leitete das Spiel kleinlich, pfiff alles und war damit gut beraten.

Das Fazit von Wieland Kühn lautete: „Wir sind nicht ins Spiel gekommen, kamen zwar zu Chancen, ließen sie aber aus. Die Gäste operierten da besser über Büchner und Funke.  Sie hielten die Bälle in der Spitze. Unser Spielaufbau litt an der schwachen Form von Fanev und Milyanov, die sich zu viele Abspielfehler erlaubten. Wir rieben uns in Zweikämpfen auf. Der Gegner spielte wuchtiger, war im Mittelfeld dominanter und gewann letztlich verdient.“

Germania: Kott, Rinn, Döring, Jüngling, Gerhardt, Metzmacher, Finn, Fanev, Milyanov, Amarell (60. Walch,) Fernando.

1.FC 2004: Heß, Schug (30. Heubach), Dorst, Motschmann, Winkler, Büchner, Räder, Fischer, Schreck, Kob, Funke.

Schieri: Philipp Thomä, Dillstedt

Zuschauer: 100

Tor: 0:1 Dorst (85.).

7.4.2012  John Schmidt

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