SV Germania Ilmenau – SV EK Veilsdorf 0:0

Im Hinspiel hatte Germania Ilmenau in seinem schwächsten Spiel eine hohe 1:5-Niederlage hinnehmen müssen und wollte sich nach seinem guten Start in die Frühjahrssaison rehabili­tieren. Das gelang nur teilweise. Veilsdorf stellte sich im Hammergrund als eine einsatzstar­ke, körperlich betont spielende Mannschaft vor, die zunächst auf Defensive eingestellt, mehr­fach im Konterspiel gefährliche Momente vor dem Ilmenauer Tor schuf. So lagen zwar die spielerischen Vorteile aufseiten der Gastgeber, im Bezug auf Chancen war das Spiel aus­geglichen. Das Positive für Germania war, nicht verloren zu haben und die zu Nullserie seit Beginn der Serie gehalten zu haben. Dazu trug ihr Keeper Maximilian Kott bei, der einige Male gut reagierte.

Die Gastgeber begannen das Spiel offensiv, ohne zunächst zu größeren Torgelegenheiten zu kommen.  Einen Schuss von der Strafraumgrenze von Fernando entschärfte Torwart Reim­pell. Eine Kombination über die rechte Seite, die von Pilz über Rinn zu Jüngling lief, endete nach Rückpass in dessen Rücken. Ein von links aus 25 Metern durch Döring abgefeuerter Ball sprang aus dem rechten Dreiangel wieder ins Feld zurück. Spieler und Zuschauer wollten die Kugel im Tor gesehen haben. Dann verpasste Döring einen gegnerischen Steilpass. Langguth lief allein auf Kott zu und scheiterte an diesem. Ein Freisstoßball, von Wirsing  aus der Dis­tanz in den Ilmenauer Strafraum geschlagen, köpfte Trier völlig freistehend neben das Tor. Auf der Gegenseite endete der Freistoß von Jüngling in der Veilsdörfer Mauer.

Die zweite Halbzeit sah erneut eine Halbherzigkeit in der Ilmenauer Abwehr, die den Gästen einen Konter über die linke Seite ermöglichte. Kott kam nicht voll an die Flanke heran. Der Ball fiel Otto vor die Füße. Doch der setzte ihn aus Nahdistanz über die Querlatte.

Danach wollten die Ilmenauer die Entscheidung und gestalteten das Spiel überlegen. Die Gäs­te gerieten unter Druck und wehrten sich, nicht immer mit korrekten Mitteln. Die Mög­lich­keiten durch Freistöße häuften sich. Diese endeten aber, weil hoch in den Strafraum geschlagen, bei der gegnerischen Ab­wehr. Diskussionen kamen auf, als im Strafraum ein Veilsdörfer, den Ball mit der Hand spielte, der Assistent die Fahne hob und der Schiedsrich­ter weiterspielen ließ, dann bei einem Foul den Ball außerhalb des Strafraums postierte, den man gern innerhalb gesehen hätte. Die letzten Minuten überstanden die Gäste mit etwas Glück, denn die von Jüngling und Finn abgeschossenen Bälle fanden nicht den Weg ins Tor.

Es blieb beim gerechten torlosen Remis. Schiedsrichter Marco Schneider brachte das Spiel geordnet über die Zeit. Er leitete am Anfang das Spiel zu großzügig und kam zum Ende hin in Zugzwang. Der Ausweg war eine Häufung von Karten in einem zwar kampfstark geführten, aber nicht ausufernden Spiel. Germania-Trainer Wieland Kühn war letztlich mit dem Ergeb­nis zufrieden: „Es war körper­liche Präsenz notwendig, um gegen diesen einsatzstarken Geg­ner zu bestehen. Die Mannschaft hat sich gegen einen robust zu Werke gehenden Kontra­henten behauptet und bis zum Abpfiff um den Sieg gekämpft.“ Der Veisldörfer Vereinschef Dietmar Börner sprach von einem gerechten Unentschieden: „Germania war zwar feldüber­legen. Die Chancen aber waren verteilt.“

Germania: Kott, Pilz, Döring, Dobroki, Gerhardt, Schlott, Fanev (71. Milyanov), Jüngling, Finn, Rinn, Fernando.

SV EK: Reimpell, Otto, Schneider (63. Frischmuth), Keller (38. Kreußel), Thiel, Wirsing, Erdenbrecher, Goldschmidt, Langguth (84. Möhring), Hofmann, Trier.

Schieri: Marco Schneider, Viernau

Zuschauer: 130

John Schmidt

Keine Kommentare
Kategorien: Allgemein, Männer

0 Kommentare