Testspiel

SV Germania Ilmenau – SpVgg. Kranichfeld 10:1 (4:1)

Es mag vermessen klingen, die Gäste hätten noch weitaus höher verlieren können. Der Vertreter der Regionalklasse war mit der Empfehlung einer knappen 3:4-Niederlage in Arnstadt gegen den Verbandsligisten SV 09 in den Hammergrund gekommen, sah sich aber den ständigen Angriffen der Gastgeber ausgesetzt. Diese kombinierten auf schneebedeck­tem Untergrund teilweise sehenswert und ermöglichten dem Kontrahenten nur wenige Ent­lastungsangriffe. Wenn es bei Germania etwas zu bemängeln gab, so war das die Nutzung der herausgespielten Möglichkeiten. Ursache war aber das Geläuf, dass so machen Ab­schluss erschwerte. Zu Beginn hatten die Gäste auch mental ihre Probleme, mit der Situation zu Recht zu kommen. Sie waren spielerisch überfordert, ihr Einsatz kam meist zu spät und die folgenden Entscheidungen des Schiedsrichters wurden moniert. Erst eine sonst nicht übliche Zeitstrafe, die der Unparteiische aussprach, beruhigte die Gemüter etwas.

Nach dem frühen 1:0, durch Christoph Gerhardt mit einem Distanzschuss in den rechten Torwinkel erzielt, vergaben die Gastgeber eine Reihe guter Gelegenheiten. So scheiterten Marc Fernando, Maximilian Walch und Toni Rinn im Alleingang an Keeper Felix Stadelmann oder setzen den Ball neben das Tor. Mehrfach liefen sie ins Abseits. Christoph Werner ver­gab einen Strafstoß. Walch nutzte eine Eingabe von Rinn zum 2:0. Er schlenzte den Ball in die linke Torecke. Erst nach knapp einer halben Stunde ergab sich für die Gäste eine reelle Tor­chance. Christoph Hause tauchte allein vor Tom Schönefeld auf, schoss aber den Ball neben das Tor. Erst kurz vor dem Sei­ten­wechsel platzte bei Germania der Knoten. Rinn tunnelte Stadelmann zum 3:1 und Fernando setzte den Ball, von Benjamin Pilz freigespielt, zum 4:0 ins Tor. Das folgende Anspiel erreich­te Ali Cheb­li, der durchstartete und Schönefeld zum 1:4-Halbzeitstand überwand.

Auch der zweite Durchgang sah die Gastgeber in ständiger Vorwärtsbewegung. Adrian Schlott schloss eine Kombination über rechts nach Zuspiel von Rinn mit einem Schuss in die rechte Ecke zum 5:1 ab. Rinn erhöhte nach Doppelpass mit Werner auf 6:1. Fernando gelang von links in die lange Ecke das 7:1. Walchs Alleingang erbrachte das 8:1. Pilz staubte im zwei­ten Versuch zum 9:1 ab und hob danach einen Freistoß über die gegnerische Abwehr zu Fer­nan­do, der das 10:1 erzielte. Als Gerhard im Strafraum foulte, vergab Ali Chebli die Chance, auf 2:10 zu verkürzen. Er brachte den fälligen Strafstoß nicht an Schönefeld vorbei.

Germania: Schönefeld, Döring, Dobrocki, Gerhardt, Schlott, Rinn, Metzmacher, Pilz, Wer­ner, Fernando, Walch – Terziev.

SpVgg: Stadelmann, Jacky, Schaft, Michel, Abdu Chebli, Fischer, Schultze, Ali Chebli, Heine, Hause, Hertam – Mähler.

Schieri: Tim Annemüller, Schleusinger-Neundorf

Zuschauer: 20

Tore: 1:0 Gerhardt (5.), 2:0 Walch (22.), 3:0 Rinn 41.), 4:0 Fernando (43.), 4:1 Ali  Chebli (43.), 5:1 Schlott (49.), 6:1 Rinn (51.), 7:1 Fernando (60.), 8:1 Walch (65.), 9:1 Pilz (70.), 10:1 Fernando (72.)

11.2.2012  John Schmidt

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Kategorien: Allgemein, Männer

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