Am 1. Februar beging Karl Kutzer seinen 70. Geburtstag. Er war zu Beginn der 60er Jahre nach Ilmenau gekommen. Bezirksligist Empor Ilmenau suchte einen Torwart und war auf den fußballversessenen Karli Kutzer, der in Schleusinger-Neundorf  beheimatet war, aufmerksam geworden. Er sagte zu und sollte von fortan seinen beruflichen und sportlichen Weg in Ilmenau nehmen. Zunächst im Wettbewerb mit dem gestandenen Keeper Wolfgang Dietrich, setzte er sich durch und wurde im Hammergrund zur Nummer 1 im Tor von Chemie Glas und Chemie IW Ilmenau. Er wurde mit der Mannschaft 1972 Bezirksmeister und absolvierte nach dem Aufstieg in die DDR-Liga 22 Spiele.  In diesem Spieljahr konnte die Klasse nicht gehalten werden. Als 1976 die Mannschaft unter der Trägerschaft der Ilmenauer Industriewerke erneut in die zweithöchste Klasse der DDR aufrückte, war er wieder dabei und sicherte durch seine guten Leistungen in 23 Einsätzen die weitere Zugehörigkeit zur DDR-Liga. Nach seiner aktiven Zeit war er über viele Jahre aus der Mannschaft der Alten Herren nicht wegzudenken. In all den Jahren bestach er neben seinen guten sportlichen Leistungen durch seinen  urwüchsigen Humor, der ihn über Ilmenau hinaus bei vielen Sportfreunden bekannt und beliebt machte.  Karl Kutzer, der zur DDR-Zeit im VEB Ilm-Kristall als Glasschleifer tätig war, ergriff auch nach der Wende die Initiative, nutzte seine berufliche Qualifikation und gründet seine eigenen Firma Rennsteig-Kristall. Die Erzeugnisse seines Familienbetriebes  waren gefragt. Auch nachdem er die Geschäftsführung seiner Tocher übertragen hatte, gab es für Karli kein Ruhen und Rasten. Er steht weiterhin an seiner Schleifmaschine. Seine sportlichen Ambitionen sieht er durch seinen Enkel Markus Amarell weitergeführt. Der gehört zur Stammelf der Landesklassenvertretung  von Germania Ilmenau. Seine Sportfreunde gratulieren nachträglich dem Jubilar zu seinem 70. Geburtstag recht herzlich.

1. Februar 2012  John Schmidt

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