SV Germania Ilmenau – SV 08 Steinach 0:1 (0:1)

Vor Beginn der Saison hatte Germania-Trainer Wieland Kühn eine Einschätzung seines Spie­ler­kaders vorgenommen. Er bezeichnete diesen als zahlenmäßig und auch qualitativ nicht ausreichend. Unter anderem brachte er zum Ausdruck, dass bei Ausfall mehrerer Spieler die Mannschaft leistungsmäßig an ihrer Grenze ankommen würde. Dieser Zustand ist eingetre­ten. Mit Dan Dobrocki, Adrian Schlott, David Kirsten und Marcus Finn fehlten dieses Mal vier Ak­tive, die nicht zu ersetzen waren. Das Spiel selbst zeigte, dass die Anschlusskader momen­tan ihre Leistung betreffend noch nicht so weit sind, um sie zu ersetzen. Es gibt zwar einsatz­mä­­ßig bei der Mannschaft keine Abstriche zu machen, es reicht aber deren spielerisches Ver­mögen nicht aus, um so einen Gegner, wie Steinach, der selbst auch keine Bäume auszurei­ßen vermochte, zu schlagen. Hier zählt dann jeder Fehler doppelt. Den machten die Gastge­ber und ermöglichten damit den Gästen den einen Treffer, der das Spiel entschied.

Germania begann das Spiel durchaus passabel und zeigte einige gelungene Aktionen im Mittelfeld. Die Gäste hielten mit. Eine Torgefahr ging von den beiderseitigen Aktionen nicht aus. Wie man mit gegebenen Torgelegenheiten umgehen muss, zeigte sich nach einer Vier­telstunde. Gästekeeper Florian Möller unterlief ein kapitaler Fehlabschlag. Der Ball kam Toby Metzmacher vor die Füße. Anstatt allein dem Steinacher Tor entgegenzulaufen, schoss er überhastet neben das Tor. Eine weitere Möglichkeit ergab sich für Lyuboslav Milynov, der nach einem zu kurz abgewehrten Eckball in guter Schussposition zu lange zögerte. Aus dem Nichts heraus kamen die Gäste zur Führung. Dirk Wachsmuth erlief sich auf der rechten Seite eine Steilvorlage, passte nach innen und Martin Paul netzte am kurzen Pfosten postiert zum 0:1 ein. So etwas wie eine Ausgleichschance ergab sich kurz vor der Halbzeitpause für Petko Fanev. Sein Freistoß kam aber zu schwach.

Nach Wiederbeginn frischte der Wind stark auf und beeinträchtige das Spielgeschehen. Ab­stö­ße und Abschläge der nun gegen den Wind spielenden Ilmenauer kamen postwendend zurück. Den Steinachern liefen die Bälle davon. Falko Barthelmann tauchte allein vor Maxi­mi­lian Kott auf. Er schoss aber neben das Tor. Weitere Möglichkeiten ergaben sich für Chris­topher Hopf, dessen scharf geschossenen Ball Kott reaktionsschnell über den Balken lenkte. Wachsmuth traf aus der Distanz an die Lattenoberkante. Die Gastgeber, die Probleme hat­ten, sich aus der eigenen Hälfte zu lösen, kamen lediglich nur zu einer Torgelegenheit. Fanev scheiterte an Torwart Möller. Der Schiedsrichter löste seine Aufgabe gut.

Wieland Kühn schlussfolgerte nach dem Abpfiff: „Ich will mich vorsichtig ausdrücken. Meine Mannschaft zeigte keine richtige Tauglichkeit, das Spiel zu gestalten und es für sich zu ent­scheiden. Sie hatte damit zu tun, die durch mangelndes Spielvermögen entstandenen Fehler zu beheben. Diese schlagen aber sofort zu Buche, wie das Gegentor zeigte. Der Wind tat dann sein Übriges.“

Der Vorstand ist jetzt gefordert, aus der personellen Situation der Mannschaft heraus hin­sichtlich der zweiten Wechselperiode die erforderlichen Schlussfolgerungen zu ziehen und die entsprechenden Maßnahmen einzuleiten.

Germania: Kott, Rinn, Döring, Pilz, Gerhardt, Jüngling, Metzmacher, Fanev (85. Werner), Milyanov (46. Terziev), Amarell (64. Walch), Fernando.

SV 08: Möller, Pflügner, Wenke, Telser, Sommer (87. Wilhelm), Wachsmuth, Hopf, Roß, B. Sesselmann, Barthelmann (78. Petermann), Paul (64. Gröger).

SR: Sebastian Postel, Erfurt

Zuschauer: 120

Tor: Paul (35.)

26.11.2011  John Schmidt

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