SV Neuhaus-Schierschnitz – SV Germania Ilmenau 1:1 (1:1)

Gegenüber der Vorwoche zeigten sich die Ilmenauer spielerisch verbessert. Ihnen gelangen einige gute Spielzüge. Leider versäumte es die Mannschaft, die herausgearbeiteten Möglich­keiten zu verwerten. Die Gastgeber versuchten es mit weiten Vorlagen auf ihre Spitzen. Sie spielten kompromisslos, hielten die Bälle kaum einmal in den eigenen Reihen und schlugen sie sofort hoch in Richtung des Ilmenauer Strafraums. So dominierten die Zweikämpfe, die nicht immer sauber ausgeführt wurden und es kam zu einer Reihe von Standards. Bei der Beurteilung deren Verursacher entschied der Referee sehr einseitig. So auch beim Strafstoß, der zum Ausgleich genutzt wurde. Daniel Döring war der Ball unabsichtlich an den Unterarm gesprungen.

Germania begann das Spiel offensiv und hatte gute Gelegenheiten die Führung zu erzielen. Toby Metzmacher setzte den Ball aus 25 Metern knapp neben den linken Pfosten ins Aus. Den von Petko Fanev scharf geschossenen Ball musste Torwart Meusel prallen lassen. Marc Fernando scheitert im Nachschuss an diesem. Fanev flankte von links, doch Metzmacher setzte den Ball aus Nahdistanz über die Querlatte. Erst nach einer Viertelstunde kam es zu einem Konterangriff der Gastgeber. Andreas Ehnes zog aus 30 Metern ab und der Ball schlug an die Torlatte. Germania-Keeper Maximilian Kott stand zu weit vor dem Tor, um reagieren zu können.  Eine weitere Chance ergab sich für Frank Täubert, der im Strafraum angespielt wurde, dann aber den Ball knapp am Ilmenauer Tor vorbeischoss. Mit dem Gegenzug  gingen die Gäste in Front. Panev setzte den Ball, nachdem er seinen Gegenüber aussteigen ließ, aus 20 Metern in den linken Torwinkel. Bereits wenig später erfolgte der Ausgleich. Ein Flanken­ball von links sprang Döring an den Unterarm. und der Referee entschied sofort auf Straf­stoß. Andreas Ehnes ließ sich die Gelegenheit nicht entgehen und verwandelte den Elfmeter un­haltbar für Kott flach in die linke Torecke.

Nach dem Seitenwechsel bestimmten die Ilmenauer überwiegend das Spielgeschehen. Mehr­­fach endeten ihre Angriffe im Strafraum der Gastgeber. Es fehlte aber der krönende Abschluss. Als Marc Fernando einen steil gespielten Pass erlief, legte er sic h den Ball etwas zu weit vor. Ein Gegenspieler lenkt den Ball zu Toni Rinn, der von den Beinen geholt wurde. Der Unparteiische ließ das Spiel weiterlaufen.

Die Gastgeber verlegten sich auf einige wenige Konterangriffe, die aber schon im Ansatz entschärft wurden.  Zum Spielende hin verstärkten die Gäste noch einmal ihre Bemühungen. Die erzwungenen Eckbälle konnten aber nicht verwertet werden. Das Eckenverhältnis wurde auf 9:4 erhöht.

Germania-Trainer Wieland Kühn sah es als positiv an, dass seine Mannschaft im Vergleich zum letzten Spiel ein anderes Gesicht gezeigt hatte. „Was sie spielerisch zeigte, war brauch­bar. Wir mussten frühzeitiger die Entscheidung herbeiführen, nutzten aber erneut unsere Chancen nicht. Der Schiedsrichter war schwach.“

SV-Trainer Andreas Meusel vermerkte lakonisch: „Es war ein Kampfspiel, das gerecht zu Ende ging. Während die Ilmenauer sicher nicht mit den Entscheidungen des Unparteiischen ein­ver­standen sein werden, fand ich ihn gut. Das frühzeitige verletzungsbedingte Ausscheiden von Steffen Motschmann war für uns ein Handicap.“

SV N-S: G. Meusel, Schmidt, S. Gelhaar, M. Gehlhar, Gläser, Motschmann (26. Büch ner/58. A. Löffler), Zorn, Ehnes, T. Löffler, Stellmacher, Täubert.

Germania: Kott, Rinn, Döring, Dobrocki, Gerhardt, Metzmacher, Schlott (78. Terziev),Pilz, Milyanov, Fanev, Fernando

Schieri: Toni Paul, Hirschberg

Zuschauer: 160

Tore: 0:1 Fanev (24.), 1:1 Ehnes (29.)

6.11.2011  John Schmidt

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